Landwirtschaft und Naturvielfalt: „Ein Weiter so kann es nicht geben“

Die Nationalen Akademien der Wissenschaften fordern eine Ökowende in der Landwirtschaft und nehmen auch die Gesellschaft in die Pflicht. Ein Interview

Thomas Krumenacker Ein Traktor sprüht aus einem Anhänger Chemikalien auf ein Feld

Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft befindet sich in einem dramatischen Niedergang. Ein Umsteuern ist dringend geboten. Und vor allem: Das Artensterben auf dem Land ist nicht allein ein Problem der Landwirte und der Landwirtschaft, sondern eines der ganzen Gesellschaft. Eine Wende kann nur gelingen, wenn es ein Umsteuern in vielen gesellschaftlichen Bereichen gibt.

Das sind die Kernpunkte einer Stellungnahme, mit der sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gemeinsam mit anderen Akademien an die Öffentlichkeit wendet. „Die Situation ist dramatisch, der Handlungsbedarf akut“, heißt es in der rund 70-seitigen Expertise, an der führende Wissenschaftler zahlreicher Fachgebiete zwei Jahre lang gearbeitet haben.

In Ihrer Stellungnahme gibt die Leopoldina der Bundesregierung Handlungsempfehlungen in acht Bereichen. Hauptpunkte sind die Forderung nach einer Abkehr von der bisherigen Subventionspraxis. Geldzahlungen sollen an „erbrachte und messbare Ökosystemleistungen“ geknüpft werden. Die Wissenschaftler empfehlen die Schaffung eines einheitlichen europäischen Landwirtschaftsgesetzes, um Wettbewerbsverzerrungen unter den EU-Staaten zu beenden, eine bessere Kennzeichnung biodiversitätsfreundlich erzeugter Lebensmittel, eine Verringerung des Fleischkonsums, mehr Hilfen für den Umstieg konventionell wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe auf eine naturfreundlichere Wirtschaftsform und eine Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Wertschätzung für Lebensmittel. 

Die Analyse der Akademien reiht sich ein in eine Reihe vorangeganger wissenschaftlicher Arbeiten zur Lage der Natur in der Agrarlandschaft, etwa dem Agrarreport des Bundesamts für Naturschutz von 2017 oder dem Bericht Vögel in Deutschland des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA). 

Das Timing für die Vorlage der Stellungnahme ist angesichts der langen Vorlaufzeit von rund zwei Jahren zwar Zufall, könnte aber kaum besser gewählt sein. In der nächsten Woche stimmt das Europaparlament über die künftige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab und stellt damit wichtige Weichen für die Verwendung der Milliardensubventionen für die Landwirtschaft in den nächsten Jahren.

„Die Situation ist dramatisch. Der Handlungsbedarf akut“, erklärt die Leopoldina zum Zustand der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft

Im Gespräch mit Thomas Krumenacker erläutert Katrin Böhning-Gaese die Ergebnisse der Analyse und die Chancen, damit auch politisch wahrgenommen zu werden. Böhning-Gaese ist Direktorin am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt und Professorin am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Als Ko-Leiterin war sie maßgeblich an der Ausarbeitung der Stellungnahme der Nationalen Akademien der Wissenschaft beteiligt. 

Porträtfoto von Katrin Böhning-Gaese
Katrin Böhning-Gaese hat als Ko-Leiterin der Arbeitsgruppe maßgeblich an der Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mitgearbeitet.
privat

Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen haben über zwei Jahre lang an einer Stellungnahme der Nationalen Akademien der Wissenschaften zur Lage der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft gearbeitet. Was ist die zentrale Botschaft Ihrer Stellungnahme?

Das Thema des Biodiversitätsverlusts in der Agrarlandschaft ist so komplex, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Vielmehr ist ein Drehen an vielen Stellschrauben nötig. Man kann nicht nur an einem einzelnen Punkt ansetzen und beispielsweise allein die Landwirtschaft in die Pflicht nehmen, sich zu verändern. Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem und deshalb müssen wir an vielen verschiedenen Punkten der Gesellschaft ansetzen, um das ganze System zu verändern.

Wie bewerten Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen die ökologische Lage in der Landwirtschaft?

Das ist aus wissenschaftlicher Sicht sehr eindeutig. Die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft geht dramatisch zurück und das seit langem. Ich habe schon vor vielen Jahren meine Doktorarbeit über den Bestandsrückgang der Vögel in der Agrarlandschaft geschrieben und dann zehn Jahre später und nochmal zehn Jahre später weitere Analysen gemacht, mit immer dem gleichen Ergebnis: Die Bestände der Vögel in der Agrarlandschaft gehen Jahrzehnt für Jahrzehnt um zehn Prozent zurück. Die Vögel sind nur ein Beispiel unter vielen. Wir haben ausreichende Daten, zum Teil europaweit, sodass es an der tiefen Krise der Biodiversität in der Agrarlandschaft keinen Zweifel geben kann. Und das bedeutet: Ein ‚Weiter so‘ kann es nicht geben.

„Die Landwirte fahren ja nicht zum Spaß die letzte Feldlerche platt“

Welche Folgen hat die Biodiversitätskrise schon jetzt und was passiert, wenn sie nicht rasch gestoppt wird?

Das ganze System hat sich in einen Zustand manövriert, der für alle Seiten unbefriedigend ist. Wir wissen aus vielen Forschungsergebnissen, dass es natürlich auch einen Zusammenhang zwischen dem anhaltenden Verlust von Arten beziehungsweise dem ungebrochenen Rückgang der Individuenzahlen und der Funktionsfähigkeit ganzer Ökosysteme gibt. Mit dem Verlust der Vielfalt ist abzusehen, dass sie immer schlechter funktionieren werden und das hat an irgendeinem Punkt auch Folgen für die Ernährung des Menschen, etwa, wenn die Bestäuber wegfallen. Aber auch auf einer anderen Ebene: für unsere Erholung, für unser psychisches Wohlbefinden. Die Artenkrise betrifft uns Menschen direkt.

Welche Rolle spielen die Landwirte?

Die Landwirte fahren ja nicht zum Spaß die letzte Feldlerche platt. Um überhaupt wirtschaftlich arbeiten zu können, müssen sie das Land so intensiv nutzen. Hier kommen die Rahmenbedingungen ins Spiel, die aus der Subventionspolitik kommen, die aus dem Handel kommen und damit letztlich aus unserem Konsumverhalten. 

In konventioneller Landwirtschaft Raum für mehr Artenvielfalt

In der nächsten Woche werden im Europaparlament die Weichen für die künftige Förderung der Landwirtschaft über die sogenannte Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2021 bis 2027 gestellt. Der Kommissionsvorschlag sieht für die GAP 365 Milliarden Euro vor, darunter 265 Milliarden für Direktzahlungen an die Landwirte. Wie wichtig wäre hier eine Wende hin zu einer Verknüpfung der Subventionen an eine naturverträglichere Wirtschaftsweise?

Unserer Einschätzung nach ist das der wichtigste Punkt, an dem man ansetzen muss. Die Agrarpolitik in Brüssel muss sich wirklich ändern. Man muss weg von den flächendeckenden Subventionen, die auf die Fläche bezogen pro Hektar ausgeschüttet werden hin zu einer gezielten Förderung, so dass dann auch wirklich die vielfältigen Leistungen der Agrarlandschaft belohnt werden. Da gibt es gute Modelle, die teils aus der Landwirtschaft selbst kommen, die zeigen, dass es funktionieren kann. Die GAP ist der größte Hebel. Wenn man daran dreht, wird sich nach unserer Einschätzung am schnellsten und am effektivsten etwas ändern. 

Die Biodiversitätsstrategie der EU-Kommission sieht vor, dass 10 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche naturnah ausgestaltet werden sollen. Hecken, Blühstreifen, strukturreiche Landschaftselemente. Reicht das aus, um die Wende in der Ökokrise auf dem Acker herbeizuführen?

Es wäre zumindest ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es ist aber nicht hinreichend. Der Prozentsatz darf auch gerne größer werden, aber man muss das nochmal eine Spur größer und breiter denken. Auch in der konventionellen Landwirtschaft muss sich einiges ändern. Es gibt Modelle, wie auch beispielsweise ohne ein zertifziertes Biosiegel etwas für die Artenvielfalt getan werden kann, etwa im sogenannten integrierten Anbau. Und selbst innerhalb der Biolandwirtschaft gibt es gute und schlechte Ansätze und auf jeden Fall auch noch Möglichkeiten, sich weiter hin zu größerer Artenfreundlichkeit zu verbessern.

Allein auf einen Ausbau der Ökolandwirtschaft zu setzen, nützt also nichts? 

Zu sagen, es nützt gar nichts wäre falsch. Es geht in die richtige Richtung, reicht aber nicht aus. Auch die ökologische Landwirtschaft darf gerne noch biodiversitätsfreundlicher werden. Aber vor allem auch die konventionelle Landwirtschaft darf und kann noch biodiversitätsfreundlicher werden. Es ist nicht so Schwarzweiß, dass es nur auf der einen Seite Bio und auf der anderen Seite konventionell gibt. Es gibt ein breites Übergangsfeld, zum Beispiel. der sogenannte integrierte Landbau und da lässt sich noch vieles ausbauen und verbessern. Es kann nicht die Lösung sein, dass wir ein paar Ökobetriebe haben und dann in 90 Prozent der Fläche mit massivem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiterhin industrielle Landwirtschaft betreiben. Wenn wir Artenschutz in der Fläche betreiben wollen, muss auch die konventionelle Landwirtschaft sich in die biodiversitätsfreundliche Richtung bewegen. 

„Wir haben in der Landwirtschaft bereits den sehr wichtigen Auftrag, die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Da können wir nicht noch die Energieversorgung draufpacken. Das kann nicht auch noch auf dem Acker stattfinden.“

Haben Sie ein paar konkrete Beispiele wie das geschehen könnte?

Es muss wieder mehr Struktur in die Landschaft gebracht werden, durch Hecken, Blühflächen und ähnliches. Es müssen aber auch Fruchtfolgen ermöglicht werden, so, dass eben nicht flächendeckend immer nur Mais an einem Standort steht. Und es muss der Einsatz von Pflanzenschutzmittel reduziert werden. Ein ganz wichtiges Thema ist auch der Grünlandumbruch, der unbedingt gestoppt werden muss. Diesen wichtigen Lebensraum verlieren wir innerhalb Deutschlands am stärksten. Blütenreiche Wiesen, die durch Weiderinder beweidet werden, dürfen nicht weiter in großem Maßstab zur Nutzung als Ackerland umgebrochen werden. 

Eine Gruppe Rebhühner sitzt in einem Acker
Rebhühner gehören zu den am stärksten bedrohten Vogelarten in Deutschland. Sie sind zu einem Symbol der Artenkrise in der Agrarlandschaft geworden.
Thomas Krumenacker

Sie sprachen den Mais an. Müssten Förderungen für den Anbau von Energiepflanzen nicht in die Kategorie schädliche Subventionen gefasst und beendet werden?

In dem Detailgrad haben wir uns in der Stellungnahme nicht auseinandergesetzt, aber nach meiner persönlichen Meinung in jedem Fall. Wir haben in der Landwirtschaft bereits den sehr wichtigen Auftrag, die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Da können wir nicht noch die Energieversorgung draufpacken. Das kann nicht auch noch auf dem Acker stattfinden.

Es gab vor der jetzt veröffentlichten Stellungnahme der Leopoldina bereits zahlreiche Berichte, die zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen, beispielsweise den Agrarreport des Bundesamts für Naturschutz und die Erkenntnisse aus dem Monitoring des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA). Wird der Bericht der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, dem sich ja auch weitere Akademien angeschlossen haben, mehr Beachtung finden?

Das ist schwer abzuschätzen. Was uns wichtig war, und was uns von anderen Berichten unterscheidet, ist, dass wir eine vermittelnde Position einnehmen wollten und versuchen, Lösungswege aufzuzeigen. Es gibt einen festgefahrenen Konflikt zwischen Umwelt- und Naturschutz auf der einen und der produktionsorientierten Agrarwirtschaft auf der anderen Seite. Das sind nicht die einzelnen kleine Landwirte, sondern oft die großen Lobbyverbünde. Die Debatte ist unglaublich polarisiert. Für unsere Stellungnahme war es uns deshalb sehr wichtig, dass wir diese unterschiedlichen Positionen zusammenführen und einen Ausgleich schaffen. Das geht bis in die Terminologie.

Der Preis für mehr Ökolandbau sind geringere Erträge

Das hört sich nach Kompromisspapier an. Die Sprache ihrer Stellungnahme ist aber sehr eindeutig. „Die Situation ist dramatisch, der Handlungsbedarf akut“, heißt es darin.

Das ergibt sich aus den wissenschaftlich abgesicherten Fakten. Dennoch ist unser Papier der Versuch, etwas vorzulegen, dem sich alle anschließen können. Wir wollten eine vermittelnde Position einnehmen und den Dialog zwischen den polarisierten Lagern wieder anstoßen. Auch indem wir die „Schuld“, besser Verantwortung, nicht allein der Landwirtschaft und der Landwirtschaftspolitik geben.

Die Illustration zeigt drei Landschaftstypen von artenreich bis Monokultur.
Abbildung aus der Studie der Leopoldina: Wie die Landschaft ärmer wurde.
Figures GmbH/Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Sie fordern ein Umdenken auf vielen Feldern. Auf dem Acker, aber auch durch die Verbraucherinnen und Verbraucher an der Ladentheke. Lebensmittel müssten wieder mehr Wertschätzung erhalten und angemessene Preise erzielen, heißt es beispielsweise. Und sie empfehlen eine Reduzierung des Fleischkonsums.

Ja, denn zur Wahrheit gehört auch: Wenn wir mehr Ökolandbau haben, haben wir geringere Erträge. Je nach Ort und je nach Kultursorte ist das unterschiedlich. Im Mittel sind das 25 Prozent, das können aber auch mal 50 Prozent sein.

Das funktioniert nur, wenn sich auch in der Gesellschaft etwas ändert. Wenn wir eben weniger Fleisch essen. Wenn die Leute im Supermarkt biodiversitätsfreundliche Produkte kaufen und vor allem wenn diejenigen, die sich das leisten können auch den höheren Preis dafür zahlen. Ohne diese gesellschaftlichen Veränderungen kriegen wir auch keine andere Landwirtschaft. Jeder ist davon betroffen, auch die Bevölkerung und die Konsumenten. Wir brauchen viele Veränderungen - oder Transformationen - um zu nachhaltigen Verhältnissen zu kommen zwischen Mensch und Natur. Das gilt in der Landwirtschaft und letztlich gilt das breit für alle gesellschaftlichen Bereiche.

Eine Gruppe Vogelbeobachterinnen und -beobachter schart sich um einen Guide, der ihnen im Bestimmungsbuch einen Vogel zeigt. Alle stehen im Wattenmeer auf einer Sandbank.
"Die Menschen haben eine emotionale Bindung an die Natur und wollen sie schützen", sagt Katrin Böhning-Gaese.
Franke LKN Schleswig-Holstein

Betrachten wir Natur zu instrumentell, zu ökonomisch und zu sehr aus einer zweckorientierten Perspektive? Müssten wir nicht stärker die ethischen Aspekte betonen?

Auf jeden Fall. Der Grund, warum wir eine Agrarwirtschaft haben, wie wir sie haben, liegt darin, dass nach dem zweiten Weltkrieg verständlicherweise der Produktionsgesichtspunkt im Vordergrund stand. Nach den Hungerjahren war die Ernährungssicherung erste Aufgabe und das war auch richtig so. In diesem Gedanken wurde die Agrarpolitik geprägt, übrigens auch die Idee, die Landwirte durch Subventionen mit einem stetigen Einkommen zu versorgen. Das war gut gedacht, aber in der Zwischenzeit sehen wir, dass diese alleinige Ausrichtung nach ökonomischen Zielen uns in eine verheerende Situation bringt.

Was ist zusätzlich nötig?

Die ethischen Aspekte sind unglaublich wichtig. Das eine ist, dass die Agrarlandschaft weiter funktionieren muss. Wenn uns die Bestäuber wegbrechen, dann haben wir selbst innerhalb der Landwirtschaft ein Problem, weil die Äpfel nicht mehr bestäubt werden. Aber, was wir gänzlich vergessen haben, ist, dass die Natur und die Artenvielfalt auch für die Menschen eine Rolle spielt und wichtig ist etwa für die psychische und emotionale Gesundheit.

Woran machen Sie das fest?

Für mich war sehr eindrucksvoll, den großen Erfolg des bayerischen Volksbegehrens für Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ zu erleben. Ich glaube, das hat alle verblüfft, dass da 1,8 Millionen Menschen ein Zeichen gesetzt haben. Und das lag nicht an Nützlichkeitserwägungen, dass die Leute keine Äpfel mehr gekriegt haben, weil die Bestäuber schon weggefallen wären. Die Leute haben eine emotionale Verbindung zur Natur. Die wollen die Bienen schützen, die wollen die Artenvielfalt schützen. Es tut vielen Menschen richtig weh, wenn die Artenvielfalt zurückgeht. Das haben wir in der ganzen Debatte übersehen. Nicht nur der Euro im Geldbeutel ist wichtig, sondern auch die Natur an sich und für sich selbst. Da fühl ich mich wohl, da erhole ich mich, da hab ich Freude. Wir brauchen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den unterschiedlichen Interessen an der Natur.

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