Das Museum kommt nach Hause!

Katja (erwachsen) und Tilda (10) erzählen, wie sie Kunst gemacht haben. Und was Kunst überhaupt ist.

35 Minuten
Irma, ein fünfjähriges Mädchen, blickt auf ihre Schwester Tilda (10 Jahre alt). Tilda guckt in die Kamera und macht Quatsch. Beide tragen alte Klamotten, die man dreckig machen kann. Sie wollen nämlich mit Farbe schmieren und Kunst machen „wie Paul Klee“. Im Hintergrund stehen große Papierrollen an der Wand.

Wie viele Museen kann man die Kunstsammlung NRW (Nordrhein-Westfalen) auch über das Internet besuchen. Auf YouTube zum Beispiel hat sie einen eigenen Kanal und schon mehrere Videos für Kinder und Jugendliche und eigentlich auch für Erwachsene hochgeladen. In den Videos werden nicht nur Kunstwerke von Künstlern erklärt. Sondern es wird auch gezeigt, wie die Bilder und Skulpturen entstanden sind und wie man das selbst ausprobieren kann. So kann man seine eigene Kunst machen und zuhause mit der Zeit ein ganzes Museum aufbauen – mit den eigenen Werken!

Tilda (10) und Irma (5) haben das zusammen mit ihrer Mutter Katja ausprobiert. Alva (12) und Orla (8) waren zu Besuch und haben mitgemacht. Ihre Mutter Mareike hat fotografiert.

Auf einer blauen Wachstischdecke voller Farbe sitzen drei Mädchen und beginnen, ihre weißen Blätter zu gestalten. Die weiß-braune Hündin guckt zur Seite.
Orla (8), Irma (5) und Tilda (10) machen Kunst. Eira ist eine Hündin und war auch dabei. Sie „wollte die ganze Zeit mittendrin sitzen“, sagt Mareike, Orlas Mutter.
Vier Mädchen von fünf bis zwölf Jahren sitzen vor einem Notebook auf dem Boden und gucken im Internet ein Video. Die Kunstsammlung NRW erklärt auf YouTube für Kinder, wie einzelne Künstler gearbeitet haben.
Irma (5), Tilda (10), Alva (12) und Orla (8) gucken sich noch mal den YouTube-Kanal der Kunstsammlung NRW an, bevor sie selbst loslegen und schneiden, sprühen, kneten.
Hier sieht man das Blatt Papier, das Tilda mit grüner und blauer Farbe besprüht hat. Sie hatte ein Gesicht als Schablone darauf gelegt. Diese Flächen sind weiß geblieben.
So sieht es aus, wenn Tilda Kunst macht „wie Paul Klee“. Aber ihre Mutter wird am Ende noch verraten, dass man kein ganzes Zimmer zum Rumsauen braucht, um zuhause Kunst zu machen…
Tilda hockt auf dem Boden und hat einen Becher vor sich auf das Blatt Papier gestellt. Mit einem Stift fährt sie unten um den Becherboden herum – und hat eine runde Form gezeichnet.
Tilda nimmt einfach einen Becher und zeichnet so einen Kreis.
Tildas jüngere Schwester Irma hockt auf dem Boden über ihrem Papier. Direkt hinter ihr hockt ihre Mutter Katja, die Arme links und rechts an Irma vorbei über das weiße Blatt. Dort hält sie ein Sieb und sprüht mit einer Zahnbürste Farbe über das Papier. Die Farbe kommt überall hin. Aber da, wo Irmas Schablone liegt, bleibt das Blatt weiß.
Katja hilft ihrer Tochter Irma (5) bei der Spritz- und Sprühtechnik. Katja ist ja Kunstlehrerin.
Man sieht nur das angewinkelte Knie von Irma in einer Jeans. Darauf liegt eine ausgeschnittene Sonne mit Augen und Mund.
Irma hat sich für ein Sonnengesicht entschieden. Daraus wird jetzt ein Bild!
Jetzt liegt die Schablone von Irmas Sonnengesicht auf einem Blatt, drumherum noch andere ausgeschnittene Formen. Jemand hält ein Sieb darüber. An einer Zahnbürste hängt Farbe wie an einem Pinsel. Wenn man jetzt mit der Zahnbürste immer wieder über das Sieb fährt, sprüht die Farbe in ganz feinen Tropfen auf das Bild darunter.
Irmas Sonnengesicht bekommt Farbe.
Auf einer blauen Wachstischdecke hockt die achtjährige Orla über ihrem Blatt Papier. Vor ihr liegen der Wasserfarbkasten und eine bunte Palette zum Farbenmischen. Sie guckt in die Kamera. Links hält sie ein Sieb, rechts eine Zahnbürste mit Farbe. Auf dem Papier sind schon ein paar Spritzer verteilt.
Orla (8) guckt mal kurz hoch, während ihr Bild entsteht. Sie saut rum und macht dabei Kunst. Man kann schon am Malkasten sehen, dass sie kürzlich das Violett benutzt hat: Die Farbe ist noch ganz nass.
Die zwölfjährige Alva zeigt einen leeren Karton. Innen ist er bunt von grün über blau bis violett, alles kleine Spritzer, die sie mit der Spritztechnik verteilt hat.
Alva (12) nutzt die Spritztechnik für den Hintergrund einer Box. Vielleicht ist es ein Schuhkarton. Sie macht kein Bild. Sie macht eine Skulptur, etwas, das im Raum steht. Also nicht flach an der Wand hängt oder auf dem Tisch oder Boden liegt. Sie schreibt: „In dem Raum sollte es bunt sein und ganz bestimmt keine Tapete geben. Das ist ein Raum, in dem man so sein kann, wie man will, ohne irgendeinen Einfluss von außen. Deswegen gibt es keine Fenster – aber man den Raum trotzdem jederzeit verlassen, auch wenn es keine Tür gibt, allein durch die Kraft seiner Gedanken.“
Irma zeigt ihr fertiges Bild und freut sich offenbar sehr darüber. Sie hatte Schablonen auf ein weißes Blatt gelegt und dann mit Farbe darüber gespritzt. Unter den Schablonen ist das Blatt weiß geblieben. Jetzt zeigt es eine weiße Sonne mit einem erstaunten Gesicht und leicht gekringelten Strahlen drumherum.
Irmas Sonnengesicht ist fertig! Hier kannst du sehen, dass sie noch viele andere Formen um die Sonne herum gelegt hat. Die sehen auf den ersten Blick nicht wie Strahlen aus. Aber wenn sie neben der Sonne liegen, weiß man nicht, wer mehr strahlt: Irma oder ihr Bild.
Man sieht ganz nah die beiden Hände von Alva, wie sie aus Ton eine Phantasiefigur kneten. Darunter sieht man unscharf eine grüne Unterlage, die sie zum Arbeiten benutzt, ein paar Werkzeuge und viele Farben.
Alva (12) knetet die Figur, die später in die Box kommen soll. Sie schreibt dazu: „Sie ist keine Traumfigur, sie ist meiner Phantasie entsprungen – das war das Schöne daran, sie konnte so entstehen, wie ich sie wollte.“
Alvas Figur steht jetzt auf der grünen Arbeitsunterlage.
Alva stellt ihre Figur auf die Arbeitsunterlage. „Wenn die Figur hätte sprechen können, hätte sie vielleicht gesagt 'mach mir größere Ohren' oder so und das wäre irgendwie schade gewesen“, sagt sie.
Alva zeigt ihre Figur. Man kann ein Gesicht erkennen, wenn man möchte. Oder?
Hier kannst du dir Alvas Skulptur ganz genau ansehen.
Man sieht das Sonnenbild von Irma ganz nah. Die Farbe glitzert und schillert.
Irmas Sonne glitzert im Licht.
Man sieht Orlas Bild ganz nah: ein eckiges Gesicht mit zwei kleinen Kreisflächen links und rechts neben den Ohren und einem großen hellen „Ball“ direkt über dem Kopf.
Im Bild von Orla (8) sieht es aus, als sei jemandem gerade ein Licht aufgegangen. Als hätte jemand gerade etwas verstanden.
Im Hintergrund des Bildes hockt die achtjährige Orla und sprüht mit Farben über Papier. Im Vordergrund sieht man ganz groß den wild ausgebeuteten Malkasten. Alle Farben wurden schon oft benutzt.
Hier siehst du eine vertiefte Orla (8), die gerade Kunst macht.
Alvas Kunstwerk ist fertig. Jetzt ist auch ihre Figur farbig. Die Figur lässt sich jetzt in Alvas Ozean-Box aufstellen.
Alva sagt zu ihrem fertigen Kunstwerk: „Die Figur ist ja nicht 'bunt', sondern blau-grün, weil das die Farben des Meeres sind und der Ozean die schönsten Farben der Welt hat.“
Tilda kniet auf dem Boden und schneidet die Gesichtsschablone aus. Dabei wirkt sie sehr konzentriert.
Vertiefte Tilda (10), vielleicht im „Flow“.

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