Wie aus einem Bild ein Kostüm wird.

Erklär-Gespräch in einfacher Sprache. Mit vielen Bildern.

9 Minuten
Ein kleiner Roboter in der Mitte eines blau beleuchteten Labors träumt von übergroßen Laborgestalten. „Die unglaubliche Geschichte des kleinen Roboterjungen“ heißt das Theaterstück.

Möchtest du selbst ein Kostüm malen, das später auf der Bühne eines Theaters gezeigt wird? Bis 15. Juni gibt es einen Malwettbewerb für das Theaterstück „Die unendliche Geschichte“. Ganz unten erfährst du, wie du teilnimmst. Der Wettbewerb ist für Menschen von sechs bis 14 Jahren.

Zwei weiße Sphinxen (geflügelte Löwinnen mit Menschengesichtern) bewachen ein Tor aus übereinander liegenden Felsen. Sie sitzen sich gegenüber. Der Held Atreju muss zwischen ihnen durchgehen. Der Boden um ihn herum ist übersät mit Knochen.
Bild von Sebastian Meschenmoser aus „Die unendliche Geschichte“: Atreju steht am Felsentor.
Hannah Brüggemann bei sommerlichem Wetter mit kurzärmeliger, dunkelblauer Bluse und blonden Haaren vor einem weiten Horizont.
Hannah arbeitet am Schauspielhaus Bochum. Sie ist Meister-Schneiderin.
Ein kleiner Roboter in der Mitte eines blau beleuchteten Labors träumt von übergroßen Laborgestalten. „Die unglaubliche Geschichte des kleinen Roboterjungen“ heißt das Theaterstück.
„Die unglaubliche Geschichte des kleinen Roboterjungen“. Hier träumt der Roboterjunge gerade. Dabei sieht er die Forscher um ihn herum viel größer, als sie wirklich sind. Das ist ein Kostüm, das Hannah und ihr Team geschneidert haben. Hannah findet dieses Kostüm interessant.
Die Schauspieler Franziska und Markus spielen zwei Forscher. Als Forscher bauen sie ein künstliches Gehirn und geben es einem Roboterjungen. Sie spielen das als Theaterstück auf der Bühne.
Kostüme und Puppen kommen auf der Bühne zusammen: Die Schauspieler Franziska und Markus spielen zwei Forscher. Als Forscher bauen sie ein künstliches Gehirn und geben es einem Roboterjungen. Sie spielen das als Theaterstück auf der Bühne.
Sue Buckmaster trägt auf dem Foto kurze, dunkelbraune Haare und eine schwarze Brille. Sie ist gerade mit jemandem im Gespräch, von dem man nur einen kleinen Teil des Rückens sieht.
Das ist Sue Buckmaster. Sues Vater war Puppenspieler. Sue mag die Idee, sich Kostüme wie Puppen auszudenken.
Ausschnitt aus einem Foto, das vor allem das Kostüm zeigt. Breitbeinig steht der Forscher auf der Bühne. Sein Kopf ist ein großer, blauer Luftballon. Eigentlich ist es ein aufgeblasener Labor-Handschuh. Aber das sieht man von vorne nicht so gut.
Hier siehst du noch mal das Kostüm ganz nah. Es ist wirklich groß. Es ist sogar größer als die Schauspielerin. Wie kann das sein?
Kostüm-Entwurf Theatre Rites /Joanna Scotcher: vier unterschiedlich große und umfangreiche Gestalten in weißen Laborkitteln und mit Köpfen aus aufgeblasenen Laborhandschuhen.
Wie ein Kostüm entsteht: Jo macht ein Bild. So stellt sie sich die Kostüme vor. Das Bild nennt man „Figurine“.
Eine junge Frau steht leicht gebückt und trägt auf dem Rücken ein Gestell. Mit der rechten Hand hält sie es an einer Stange fest. Über ihrem Kopf schwebt eine Spirale (auf dem Gestell). Ganz oben sitzt ein zweiter, künstlicher Kopf aus einem aufgeblasenen Labor-Handschuh.
Naomi hat ein vorläufiges Kostüm gebaut und zeigt es.
Links sieht man ein Foto von dem Kostüm. Rechts in der Zeichnung kann man erkennen, dass unter dem weißen Kittel des Kostüms jemand die Hand hoch strecken muss, um ganz weit oben den aufgeblasenen Labor-Handschuh zu halten. Wie ein Kopf schaut er oben aus dem Kittel. Von dem Schauspieler sieht man nichts mehr.
So sollen die Kostüme aussehen. Das Bild ist von Jo. Ihren Beruf nennt man „Kostüm-Bildnerin“.
Vier unterschiedlich große Kostüme für die Forscher.
Wie ein Kostüm entsteht: Jo gibt ihre Bilder Hannah, der Schneiderin. Hannah arbeitet mit ihrem Team dann weiter daran.
Zeichnung zum Aufbau eines Forscher-Kostüms.
Wie ein Kostüm entsteht: Hannahs Kollegin hat überlegt, wie man die Kostüme jetzt auch wirklich bauen kann. Sie hat eine Skizze angefertigt.
Ein Schauspieler steht in einem Kegel aus Stangen – wie in einem hohlen Weihnachtsbaum. An einer Hand hält er einen aufgeblasenen Labor-Handschuh hoch.
Wie ein Kostüm entsteht – auch Anproben gehören dazu. William ist Schauspieler. Er probiert das Kostüm.
Hannah hat von unten in den Kegel hineinfotografiert. Außen liegt jetzt eine weiße Wand aus Watte. Man kann nicht mehr hindurchsehen.
Wie ein Kostüm entsteht – Hannah vom Theater Bochum erklärt: „So sieht das Kostüm von innen aus.“
Hannah hat für das Foto einzelne Papier-Teile auf den Tisch gelegt.
Das ist ein Papier-Muster für das vorläufige Kostüm. Man legt die Papier-Teile auf den Stoff und schneidet ihn danach aus. Das Kostüm näht man dann mit den ausgeschnittenen Stoff-Teilen.
Die Schauspieler Markus Schabbing und Franziska Dittrich stehen neben der Puppe vom kleinen Roboterjungen auf der Bühne.
Die Puppe von dem Roboterjungen ist übrigens von © Stitches & Glue. Das ist Englisch und heißt: „Nadelstiche und Klebstoff“.

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