Nach dem Hochwasser von Venedig: „Der Schutz der Salzwiesen ist unerlässlich"

Interview mit Mauro Bon, Ornithologe und Forschungschef des Naturkundemuseums der Stadt

Emanuele Stival, mit frdl. Genehmigung Eine Gruppe Flamingos im Flug vor der Silhouette von Venedig.

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Die jüngsten Hochwasser haben die Einwohner von Venedig schockiert und viele Menschen in aller Welt in Sorge um die einmalige und traditionsreiche Stadt versetzt. Der Einbruch der Naturgewalten hat einmal mehr sichtbar gemacht, wie sehr Venedig von seiner Umwelt abhängt und wie verletzlich diese Stadt ist, auch wenn sie schon Jahrhunderte überstanden hat.

Vielen Venezianern wird nun noch mehr als bisher schon bewusst, dass ihre Stadt nur in einer Art Symbiose existieren kann: Venedig gibt es nur, weil es die Lagune von Venedig gibt. Und diese Lagune, ein vielfältiger Lebensraum, spielt beim Hochwasserschutz eine zentrale Rolle, sagt der Biologe Mauro Bon, Forschungs- und Bildungschef des Naturkundemuseums von Venedig, in unserem Interview.

Mauro Bon beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Ökologie und der Tierwelt der Lagune von Venedig und ist einer der Hauptautoren des regionalen ornithologischen Atlas, der eine reiche und vielfältige Vogelwelt beschreibt.

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Foto von Mauro Bon. Er steht vor einem Fernglas auf einem Stativ an einem See.
Mauro Bon bei der Vogelbeobachtung.
Paolo Ugo, mit freundlicher Genehmigung
Satellitenaufnahme der Lagune von Venedig.
Die Lagune von Venedig von oben betrachtet.
  1. Bleimunition
  2. Naturschutz
  3. Vogeljagd

Verbot von Bleimunition: Ein wichtiger Etappensieg – aber nicht mehr

Der Kommentar: Das beschlossene Verbot von Bleimunition bei der Jagd in Feuchtgebieten ist ein Etappensieg für Naturschützer und Zivilgesellschaft. Es beendet einen jahrzehntelangen Skandal. Jetzt muss es aber um ein vollständiges Verbot für das giftige Blei in allen Bereichen der Jagd gehen.

Ein Luftbild. Es zeigt einen Kanal im Havelländischen Luch in Brandenburg mit herbstlicher Färbung der umgebenden niedrigen Pflanzen
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Wissenschaftler und Umweltverbände fordern Verbot von Bleimunition

Eine Woche vor der Entscheidung über ein europaweites Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd in Feuchtgebieten wenden sich renommierte Wissenschaftler, Jagdexperten und Umweltverbände an die Bundesregierung. Sie alle fordern eine Zustimmung Deutschlands zum geplanten Bleiverbot.

Eine Gruppe aus fünf männlichen Stockenten fliegt von links nach rechts im blauen Himmel
  1. Bleimunition
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Julia Klöckner, die Vögel und der Tod

Julia Klöckner lässt sich ihr Einlenken im Streit über die Jagd mit Bleimunition mit einem weiteren Jahr der unverantwortlichen Bleijagd abkaufen. Zugleich übernimmt Tschechien ihre bisherige Position als Bremser. Zufall? Ein Kommentar

Das Bild zeigt Weißwangengänse im Überflug.
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EU-Kommission legt Bleiverbot bei Feuchtgebietsjagd auf Eis

Die EU-Kommission legt das Bleiverbot bei der Jagd in Feuchtgebieten auf Eis. Damit wird nun frühestens im September erneut über das Thema beraten. Julia Klöckner gibt ihre Blockadehaltung im Streit um das Bleiverbot für die Jagd in Feuchtgebieten auf. Damit ist der Weg für eine deutsche Zustimmung zu einem europaweiten Verbot nach mehr als fünfjähriger Diskussion frei. Ob das Verbot nun in Kraft treten kann, blieb aber wegen eines überraschend am Montag eingelegten Widerspruchs der tschechischen Regierung gegen das gesamte Abstimmungsverfahren unklar.

Das Bild zeigt drei Stockenten im Flug. Stockenten sind ein beliebtes Ziel von Jägern.
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Wie ein hoher Beamter des Klöckner-Ministeriums die Munitionslobby um Schützenhilfe bittet

Mit fragwürdigen Argumenten widersetzt sich das Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einem europaweiten Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd. Sie begründet ihre Blockade gegen ein Ende des qualvollen Sterbens von mehr als einer Million Wasservögeln ausgerechnet mit dem Tierwohl. Was steckt hinter dem Versuch ihres Ministeriums, das Blei-Verbot auf der Zielgerade auszubremsen und welchen Einfluss hat die Munitionsindustrie? Interne Mails eines hohen Beamten belegen einen engen Kontakt.

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Jäger gegen Blei – “Ein Umstieg ist überall möglich"

Die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes, Elisabeth Emmert im Gespräch über die Blockadehaltung von Julia Klöckner gegen ein europaweites Bleiverbot bei der Jagd.

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Bleimunition: Julia Klöckners fatale Attacke auf den Vogelschutz

Die Landwirtschaftsministerin unterläuft ein EU-weites Verbot bleihaltiger Munition, die Umweltministerin schaut machtlos zu. Ein Kommentar.

Das Bild zeigt einen Jäger im Schilf im Abendlicht, der mit einem Schrotgewehr in Richtung Himmel zielt.
  1. Adlerbussard
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  4. Naturschutz
  5. Ornithologie
  6. Schlangenadler
  7. Webcams

Webcams erlauben tiefe Einblicke in das Leben von Vögeln

Über Webcams können Menschen in aller Welt das Leben in Vogelnestern beobachten, ohne selbst zu stören. Kameras an Nestern von Schlangenadler und Adlerbussard in Israel lockten ein Millionenpublikum vor die Computerschirme. Das Bedürfnis nach Natur und Schutz der Biodiversitt war noch nie so groß, wie in der Zeit des Corona-Lockdowns.

Zwei Schlangenadler am Nest
  1. Artensterben
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  4. Europa
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Naturschützer fordern Einsatz für EU-Biodiversitätsstrategie

Die Pläne der EU-Kommission für den Erhalt der Biodiversität und für eine nachhaltigere Agrarproduktion könnten helfen, das Artensterben stoppen, glaubt Ariel Brunner von BirdLife International. 30 Prozent mehr Naturschutzflächen an Land und auf dem Meer, mehr Ökolandbau, Vogelschutz und eine Halbierung der Pestizide sind die richtigen Schritte, Europa vor dem Öko-Kollaps zu bewahren und Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen, sagt er im Interview.

Blick über das Achterwasser auf Usedom
  1. Agrarpolitik
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  3. Biodiversität
  4. Naturschutz
  5. Umweltpolitik
  6. Vogelschutz

Bericht zur Lage der Natur in Deutschland: Die Umwelt hängt am Beatmungsgerät

Insektensterben, Vogelsterben – Der neue Bericht der Bundesregierung zur Lage der Natur in Deutschland zeigt wie viele Berichte zuvor: Vögeln, Pflanzen und Insekten geht es dreckig. Nur ein radikales Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik kann ein Ende des Artensterbens bringen. Die Bundesregierung muss ambitionierter werden.

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