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Nach dem Hochwasser von Venedig: „Der Schutz der Salzwiesen ist unerlässlich“

Interview mit Mauro Bon, Ornithologe und Forschungschef des Naturkundemuseums der Stadt

von
04.12.2019
4 Minuten
Eine Gruppe Flamingos im Flug vor der Silhouette von Venedig.

Die jüngsten Hochwasser haben die Einwohner von Venedig schockiert und viele Menschen in aller Welt in Sorge um die einmalige und traditionsreiche Stadt versetzt. Der Einbruch der Naturgewalten hat einmal mehr sichtbar gemacht, wie sehr Venedig von seiner Umwelt abhängt und wie verletzlich diese Stadt ist, auch wenn sie schon Jahrhunderte überstanden hat.

Vielen Venezianern wird nun noch mehr als bisher schon bewusst, dass ihre Stadt nur in einer Art Symbiose existieren kann: Venedig gibt es nur, weil es die Lagune von Venedig gibt. Und diese Lagune, ein vielfältiger Lebensraum, spielt beim Hochwasserschutz eine zentrale Rolle, sagt der Biologe Mauro Bon, Forschungs- und Bildungschef des Naturkundemuseums von Venedig, in unserem Interview.

Mauro Bon beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Ökologie und der Tierwelt der Lagune von Venedig und ist einer der Hauptautoren des regionalen ornithologischen Atlas, der eine reiche und vielfältige Vogelwelt beschreibt.

Foto von Mauro Bon. Er steht vor einem Fernglas auf einem Stativ an einem See.
Mauro Bon bei der Vogelbeobachtung.
Satellitenaufnahme der Lagune von Venedig.
Die Lagune von Venedig von oben betrachtet.
Die Krickente steht am Ufer.
Die Krickente gehört im Winter zu den Charakterarten der Lagune von Venedig.
Zwei kleine, braune Vögel stehen in flachem Wasser. Beide putzen sich gerade mit dem Schnabel unter den Flügeln.
Auch der Alpenstrandläufer ist ein häufiger Überwinterungsgast in der Lagune von Venedig.
Eine Brandgans steht nahe des Ufers im Wasser.
Die Brandgans findet in den Salzwiesen der Lagune ausreichend Nahrung – bisher.

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Luftaufnahme der Lagune von Venedig.
Die Lagune von Venedig bei Torcello
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Christian Schwägerl

Christian Schwägerl

Christian Schwägerl ist Journalist in den Bereichen Umwelt, Wissenschaft und Politik. Er war als Korrespondent für die Berliner Zeitung (1997–2001), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (2001–2008) und den SPIEGEL (2008–2012) tätig und arbeitet seit 2013 freiberuflich für Medien wie GEO, FAZ und Yale E360. Von ihm stammen die Bücher „Menschenzeit“ über das Anthropozän, „11 drohende Kriege“ über globale Konfliktrisiken (mit A. Rinke) und „Analoge Revolution“ über die Zukunft digitaler Technologien. Seit 2014 leitet er die von der Robert Bosch Stiftung geförderte „Masterclass Wissenschaftsjournalismus“. Schwägerl hat einen Master-of-Science-Abschluss in Biologie. Er ist Mitgründer und Vorstand von RiffReporter. Für seine journalistische Arbeit hat er zahlreiche Preise erhalten, darunter den Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus (2007) und den Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus (2020, mit J. Budde).


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