Schlagwort Naturschutz

Ziel des Naturschutzes ist der Erhalt der biologischen Vielfalt. Diese umfasst die Vielfalt der Arten, Lebensräume und genetischen Ressourcen. Alle drei gilt es so zu schützen, dass sie durch menschliche Eingriffe weder dauerhaft geschädigt noch zerstört werden. Grundlage des Naturschutzes ist die Erkenntnis, dass wir Menschen ein Teil der biologischen Vielfalt sind, und dass das Überleben unserer Spezies davon abhängt, sie möglichst unversehrt zu bewahren. In der Praxis setzt Naturschutz vor allem auf zwei Strategien. Biotopschutz zielt darauf, die Artengemeinschaft eines bestimmten Gebiets möglichst unverändert zu erhalten. Das geschieht in der Regel durch aktives Management wie regelmäßige Mahd oder Beweidung, die etwa Flora und Fauna offener Landschaften vor Verdrängung durch höherwachsende Vegetation schützen. Prozessschutz folgt hingegen dem Prinzip „Natur Natur sein lassen“. Natürliche Ökosysteme sollen sich dynamisch entwickeln und auch verändern dürfen, ohne dass Menschen in diese Prozesse eingreifen. Diesem Prinzip sind vor allem große Nationalparks verpflichtet – oft mit der Konsequenz, dass dort jegliche Form menschlicher Nutzung unterbunden wird. Doch das Ideal einer „unberührten Wildnis“ kollidiert vielerorts mit den Interessen der indigenen Bevölkerung, die in den zu schützenden Gebieten lebt. Moderne Formen des Naturschutzes zielen daher auf den Erhalt der Biodiversität und die Wahrung der Menschenrechte Indigener. Was kein Widerspruch ist: Studien zeigen, dass indigenes Landmanagement, etwa in Amazonien, die biologische Vielfalt wirksamer erhält und mehrt als „klassischer“ Naturschutz. RiffReporter berichten über Umwelt- und Naturschutzpolitik, Tierschutz sowie praktische Beispiele verschiedener Formen des Naturschutzes.

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