Nachtschwärmer suchen den Romantikvogel

Museums-Gala, Bürgerforschung, Literaturpicknick – in Berlin wird in diesen Tagen die Nachtigall zelebriert

Christian Schwägerl Ein heller Lichtstrahl erleuchtet die Blätter von Bäumen.

Flugbegleiter – Ihre Korrespondenten aus der Vogelwelt

Unter den 3,5 Millionen Berlinern sind viele Menschen mit exzentrischen Lebensentwürfen und viele mit Migrationshintergrund. Die Stadt rühmt sich für ihre Vielfalt, ihre Toleranz. Und seit wenigen Tagen sind zu dieser Stadtgesellschaft wieder rund 3000 Teilzeit-Berlinerinnen und -Berliner aus der Vogelwelt hinzugekommen, die beides auf sich vereinen: Exzentrik und Migrationshintergrund. Man kann ihnen jetzt in Gebüschen begegnen, in Kleingartenkolonien, Parks und sogar entlang der Stadtautobahn.

Diese temporären Stadtbewohner, kaum dreißig Gramm schwer, haben sich vor wenigen Wochen im südlichen Afrika jeweils ganz alleine auf den Weg gemacht, haben im Flug die größte Wüste der Welt, das Mittelmeer sowie Gebirge überquert und die deutsche Hauptstadt angesteuert – dieses brummende, leuchtende Konglomerat von Stein, Glas, Metall und Menschen inmitten der postglazialen Sandlandschaften Brandenburgs. Äußerlich machen die Vögel mit ihren grau-braunen Federn nicht viel her. Und doch überschlagen sich die Männchen unter ihnen geradezu vor Exzentrik: Meistens spät in der Nacht, stimmen sie jetzt ein Lied an, das kaum enden will, ein Lied, das aus mehreren hundert Strophen besteht, die sie immer neu miteinander kombinieren, verweben zu einem Sound, der irritierend und betörend zugleich ist.

Während in den Berliner Clubs die DJs die Stücke von Musikern nur von der Platte oder Festplatte weg sampeln, komponiert, memoriert und kollagiert der Vogel alles selbst. Das Ziel von DJ Nachtigall: eine Partnerin zur Fortpflanzung zu finden, die gerade dieselbe absurd anmutende Reise um die halbe Welt gemacht hat, mit ihr Junge zu zeugen, sie in Bodennähe auszubrüten – also dort, wo von Füchsen, Katzen und menschlichen Trampeltieren immer Gefahr lauert – sie mit den Insekten und Spinnen des hohen Nordens zu füttern, und dann nach wenigen Wochen wieder gen Afrika aufzubrechen.

Am Rand des Volksparks Schöneberg – fernab von Laternen einer der wenigen wirklich dunklen Orte der Metropole – klingt dieser radikal exzentrische Lebensentwurf derzeit ab etwa 23 Uhr so:

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Daniela Friebel steht im Dunkeln zwischen Büschen. Sie hält etwas leuchtendes in der Hand.
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