Die Ambivalenz des Leidens

Haben wir das Recht, alles zu zeigen?

29 Minuten
Fotograf Kim Manresa mit seiner Foto-Ikone über Female Genital Mutilation

Matthias Krug, Bildredakteur des Hamburger Magazins „Der Spiegel“, erklärt mir im Interview, die Arbeit des Fotojournalisten habe großen Einfluss auf die Gesellschaft. Sie zeige Probleme auf, anstatt sie nur zu beschreiben. Die Fotografie visualisiere Geschehnisse. Im Falle von Naturkatastrophen sähen die Menschen erst durch Bilder, was vor Ort passiere. Beim Thema Ebola zum Beispiel, sähe man erst durch die Fotos die grauenvolle Situation der Menschen in Afrika. Das sei eindringlicher, als wenn man es nur mit Worten beschreiben würde. Ähnliches gelte für Ausstellungen, die sich solchen Themen widmeten. Fotos in Galerien, Museen, Magazinen, Zeitungen oder auf Online-Seiten verdeutlichten den Menschen gewisse Dinge. Das könne die Bereitschaft der Bevölkerung verstärken, Hilfsprojekte zu unterstützen.

Kim Manresas Foto-Ikone der kleinen Kadi mit einer Schleuder, die eine beschnittene Figur darstellt.
Kim Manresas Foto-Ikone der kleinen Kadi mit einer Schleuder, die eine beschnittene Figur darstellt.

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