Weil sie Feuchtwiesen und Grünland lieben, werden diese Vögel auch Sumpflerchen oder Kuhscheißer genannt

Aus der ornithologischen Schatzkiste von Carl-Albrecht von Treuenfels. Heute: Die Wiesenschafstelze. Fotos von Thomas Krumenacker

Thomas Krumenacker Das Foto zeigt eine Schafstelze, einen Singvogel mit dunklem Kopf und gelbem Körper.

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Aus dem Winterquartier in Afrika sind sie nach Deutschland von Mitte März an zurückgekehrt, im April kamen noch bereits farbenprächtigere Exemplare hinzu: die Männchen mit leuchtend gelbem Brust- und Bauchgefieder, mit olivgrünem Rücken und grauweißschwarzem Kopf; die Weibchen etwas weniger kräftig, in den Grundfarben aber gleich geschmückt. Beide fallen von weitem auf. Es sind Wiesenschafstelzen. Im Spätsommer, wenn diese Vögel im Familienverband ihr Brutrevier verlassen und sich wie viele andere Singvogelarten in größerer Schar mit ihresgleichen zusammenschließen, sind sie dann nicht mehr so leicht zu erkennen wie im Frühjahr.

"Gelbe Wippsteerts“ werden die Schafstelzen in Norddeutschland genannt, Wippsteerts heißen dort ihre gleichfalls mit dem Schwanz wippenden Verwandten, die schwarzweißgrauen Bachstelzen. Die Schafstelzen sind nicht so häufig wie diese, und sie halten sich auch nicht so nah an Haus und Hof auf.

Feuchtes Grünland ist bei uns ein bedrohter Lebensraum

Doch wer ab August bis in den Oktober hinein auf Feldern und Wiesen, auf Viehweiden und an Gewässern in Bodennähe fliegende und nach Nahrung suchende Kleinvögel mit dem Fernglas beobachtet, wird nicht selten einen Trupp Wiesenschafstelzen entdecken. Die nach der Brutmauser unauffälliger gefärbten Vögel machen immer wieder durch ihre mit „psie“, „psieb“ oder „twiep“ umschriebenen zarten Rufe auf sich aufmerksam, mit denen sie untereinander Stimmfühlung halten. Die Brutmauser im Sommer vollzieht sich um einige Wochen schneller als die Ruhemauser, während der sich die Vögel durch einen Federwechsel im Winterquartier ihr leuchtendes Balz- und Brutgefieder anlegen.

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Thomas Krumenacker
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