Zum Artikel springen
  1. RiffReporter /
  2. Gesellschaft /
  3. Hitzeexkurs: Auch Gletscher haben ihr Mikrobiom

Hitzeexkurs RadelnderReporter: Auch Gletscher haben ihr Mikrobiom

Ökologische Forschung: Aufgeweichtes Alpeneis schiebt Wachstum der Kleinstlebewesen an.

23.07.2019
2 Minuten
Neben den zerklüfteten Felsaufbauten des Alpenhauptkamms sind die Altschnee-freien und damit schutzlosen Eisströme des Jamtalferners zu erkennen.

„Black.Ice“ heißt ein Forschungsprojekt, das unter anderem am Jamtalferner (Foto) vorangetrieben wird. Was steckt hinter dem Projekt?

In unseren Beiträgen steckt viel Recherchearbeit. Lesen Sie weiter mit einer Einzelzahlung oder schließen Sie ein Abo ab.

Kostenfreier Newsletter: Der radelnde Reporter

Tragen Sie sich hier ein – und erhalten Sie kostenfrei Infos zu den neuesten Beiträgen von Der radelnde Reporter sowie zum Projekt.

Die meisten Kryokonit-Organismen überleben locker den Winter – tiefgekühlt auf dem Gletscher. Manche Mikroben verharren, „Mini-Ötzis“ gleichend, bereits hunderte oder tausende von Jahren im Eis. Sie tauen im Zuge der Klimaerwärmung des Sommers auf. Und sind größtenteils noch lebensfähig! Im Kryobiom finden sich laut Sattler manch schädlicher Keim, sei es für das lokale Ökosystem oder gar für den Menschen. Wobei noch zu erforschen wäre, ob und wie humanpathogen diese toxischen Keime wirken.

Die Innsbrucker Ökologin Sattler hegt den dringenden Verdacht, dass sich Mikroplastik aus künstlichen Gletscherabdeckungen durch Windabrieb in Gletscher- und Vorgletscher-Flächen verteilt. „Das haben wir ganz am Ende unseres Vorgängerprojekts namens Cover.Up bemerkt. An diesem brisanten Thema forschen wir jetzt weiter.“

Ebenfalls zum Thema Alpen verfasst vom RadelndenReporter:

Herzförmige Schmelzvertiefung auf der Gletscheroberfläche, gefüllt mit Wasser und dunklen Krümeln, Kryokonit genannt.
Ein Kryokonitloch, natürlich „liebevoll“ entstanden – fotografiert in Grönland.
Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Bärtierchens.
Bärtierchen gehören zu den Überlebenskünstlern; in „Ruhestarre“ überdauern sie Hitze, Kälte, Nahrungsmangel. Wissenschaftlicher Name: Hypsibius klebelsbergi. Die Aufnahme entstand am Langtalferner.
Eine behandschuhte Hand hält einen Zollstock über eine Eisvertiefung.
Vermessung eines Kryokonitlochs auf Spitzbergen.
Porträtaufnahme Frau Sattler
Privatdozentin Dr. Birgit Sattler, University of Innsbruck, Department of Ecology, Research Group: Lake and Glacier Ecology, Birgit.Sattler@uibk.ac.at
In unseren Beiträgen steckt viel Recherchearbeit. Lesen Sie weiter mit einer Einzelzahlung oder schließen Sie ein Abo ab.
Martin C Roos

Martin C Roos

Ich texte und fotografiere seit 1996 freiberuflich für Internetmedien, Magazine und Zeitungen. Themen schöpfe ich aus den LifeSciences, aus der Geographie und mitten aus unserem Land, dem ich seit 2018 als RadelnderReporter auf den Zahn fühle.


RadelnderReporter

Rasch reagieren, spontan auf's Rad steigen, vor Ort recherchieren – mit unverstellter Neugierde, aus eigener Muskelkraft: So gehe ich auch kleine Themen an, aus denen sich bisweilen große Fragen formen. Wie geht’s Deutschland? Unter diesem Motto gab ich 2019 meinen Einstand als RadelnderReporter. Er ist mein Signum und meine Hommage an Egon Erwin Kisch. Seit 2021 sind meine Schwerpunkte Umwelt, Wirtschaft sowie Politik und Kultur. Über das Erscheinen von Texten, Bildern und Clips informiert der kostenlose Newsletter. Hier finden Sie Infos zu meiner Person sowie zum aktuellen Deutschlandbuch.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Redaktion: Martin C Roos
Lektorat: Anja Krieger