Die Kassenprüferin des NABU-Ortsvereins Köllertal tritt wieder an

Warum es kein Zufall ist, dass Annegret Kramp-Karrenbauer sich ehrenamtlich im Naturschutz engagiert. Von Christian Schwägerl

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Am 7. Dezember um 16.58 Uhr wurde Annegret Kramp-Karrenbauer nach einer Kampfkandidatur zur neuen Vorsitzenden der CDU Deutschland gewählt. Doch damit nicht genug. Schon zwei Tage später, am 9. Dezember um exakt 12.52 Uhr, gab sie via Twitter bekannt, dass sie ein weiteres Amt unbedingt behalten möchte – als Kassenprüferin der NABU-Ortsgruppe Köllertal im Saarland.

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Für die Ortsgruppe Köllertal kam diese Ankündigung von „AKK“ etwas überraschend, denn Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Amt der Kassenprüferin schon seit 2014 fest inne, und es gibt auch keinen Friedrich Merz der Ornithologie, der es ihr streitig machen wollte. Neuwahlen zum Vorstand der Ortsgruppe stehen zudem eigentlich erst 2020 wieder an. Dennoch war die Freude über die Ankündigung groß: „Es ist schön zu wissen, dass die Annegret dieses Amt weiter ausüben will", sagt Hans-Joachim Schmidt, der Vorsitzende.

Rund 500 Mitglieder hat die Ortsgruppe im Saarland rund um den Köllerbach, der durch Kramp-Karrenbauers Heimatort Püttlingen fließt, bevor er nahe der Völklinger Hütte in die Saar mündet. An der Gründung des Vereins war die CDU-Politikerin, die in Püttlingen in einem Neubaugebiet wohnt, maßgeblich beteiligt. Bis 2014, erzählt Schmidt, gab es vor Ort drei Natur- und Vogelschutzvereine. Bei einem gehörte Kramp-Karrenbauer, die damals schon drei Jahre als Ministerpräsidentin das Saarland regierte, bereits zu den Mitgliedern. Als NABU-Engagierte der drei örtlichen Vereine eine eigene Ortsgruppe des größten deutschen Umwelt- und Naturschutzverbandes gründen wollten, erklärte „AKK“ sich bereit, den Übergang zu organisieren und die Besetzung des Vorstands zu koordinieren. „Am Ende hatten alle Beteiligten Ämter inne, nur sie selbst nicht", erinnert sich Schmidt.. Die Politikerin habe pragmatisch reagiert und gesagt: „Na gut, dann mache ich die Rechnungsprüfung."

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Drei Menschen vor einem Gebäudeeingang. Annegret Kramp-Karrenbauer in der Mitte. Links von ihr NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, rechts NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Ende August besuchte Annegret Kramp-Karrenbauer die NABU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Links von ihr im Bild Bundesgeschäftsführer Leif Miller, rechts NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Quelle: NABU
Zwei ungarische Steppenrinder auf einer Wiese. Daneben steht ein Kalb.
Durch Beweidungsprogramme – etwa mit den sehr seltenen Ungarischen Steppenrindern – will der NABU im Köllertal die Artenvielfalt in der Bachaue wieder vergrößern.
Vier Vögel sitzen nebeneinander auf einem Ast in einem Käfig.
In der Wildvogelauffangstation werden kranke, verletzte oder von ihren Eltern getrennte Tiere wieder aufgepäppelt.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Beitrags stand, dass Annegret Kramp-Karrenbauer im Vorstand eines örtlichen Naturschutzvereins tätig gewesen ist. Sie war dort aber nur einfaches Mitglied. Wir haben den Fehler korrigiert.

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