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Macht Kriegsfotografie heute noch Sinn?

Im Gespräch mit dem Fotografen Matthias Bruggmann

20.03.2019
19 Minuten
Kriegsfotograf Matthias Bruggmann führt durch seine Ausstellung im Lausanner Musée Elysée.

„Ethik und Ästhetik sind Eins.“ Ludwig Wittgenstein


Ich befinde mich in der Schweiz am Genfersee. Im Musée de l’Elysée im schönen Städtchen Lausanne habe ich die Gelegenheit, mich am Rande der Eröffnung der Ausstellung „Un acte d’une violence indicible“ (An Act of Unspeakable Violence) mit dem 1978 in Aix en Provence geborenen Schweizer Kriegsfotografen Matthias Bruggmann über seine Arbeit zu unterhalten.

„Was ist das Thema? Diese Frage bewegt mich heute wirklich.“ Sagt er am Ende unseres Gespräches im Museumsgarten. „Ich bin mir nicht mehr sicher, was die interessanten Themen in der Fotografie sind. In diesem Moment haben wir schon so viele Fragen beantwortet, dass es mir unmöglich scheint, darauf eine Antwort zu geben.“ Diese Äußerung ist bemerkenswert, denn Matthias Bruggmann hat einiges beizutragen zum Thema Fotografie und Konflikt. Er erhielt gerade den mit 80 000 Schweizer Franken dotierten Prix Elysée. Die Ausstellung im gleichnamigen Museum zeigt aus diesem Anlass seine Bilder. Die Frage, was man zeigen darf und was man lieber nicht zeigt, haben in diesem Fall die Kuratoren des Museums beantwortet. In meinem Projekt „Fotograf mit Zweifel“ gibt auf diese Frage der Künstler Joan Fontcuberta eine Antwort.

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Kriegsfotograf Matthias Bruggmann führt durch seine Ausstellung im Lausanner Musée Elysée.
Kriegsfotograf Matthias Bruggmann führt durch seine Ausstellung im Lausanner Musée Elysée.

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Die hier behandelten Fragestellungen werden nicht (oder nur selten) durch den Autor beantwortet und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil. Durch die Vielzahl von Antworten unterschiedlicher Menschen entsteht eine Bandbreite von Wissen, aus dem Sie, verehrter Leser, ziehen mögen, was Sie wollen. Jede neue Meinung und Frage, die das Gesamtspektrum erweitert, ist willkommen: info@gottlicher.de

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Dipl.-Des. Björn Göttlicher

Dipl.-Des. Björn Göttlicher

In Björn Göttlicher paart sich die Gelassenheit des Spaniers mit der Zuverlässigkeit des Deutschen und der Trinkfestigkeit des Finnen. Als cooler Papa und passionierter Mützenträger ist der Autor zahlreicher Bücher im Umgang mit seinen Makeln genauso humorvoll wie beim Vermitteln von fotografischem Wissen. Er beschäftigt sich viel mit den ästhetischen und philosophischen Fragen des Mediums Fotografie und erkundet in seinen Kurzfilmen filmisches Storytelling. Darüber hinaus ist er Gründer des Projektes über die Ethik im Fotojournalismus „A doubting photographer“.

Björn Göttlicher hält regelmäßig Foto-Workshops in Spanien. Aktuelle Angebote finden Sie hier, auch wenn wegen Corona eine Workshop-Pause eingetreten ist. Die ist bald vorbei!


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