Museum im Dienst der Ökologie

Gespräch mit dem Direktor des Karlsruher Naturkundemuseums Norbert Lenz

9 Minuten
Blick in das Meerwasser-Aquarium des Naturkundemuseums Karlsruhe. Buntfarbige Korallen und tropische Fische in einer Unterwasser-Landschaft.

Das größte lebende Korallenriff Deutschlands ist Teil des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe (SMNK), wo das einzigartige Meerwasser-Aquarium 2016 eröffnet wurde. Es fasst 240.000 Liter und ist groß genug für die artgerechte Haltung von zwei Schwarzspitzen-Riffhaien, die mit Schwärmen tropischer Fischarten in dem Schaubecken ihre Runden drehen. Das SMNK gehört mit rund 10 Millionen Objekten zu den großen Naturkundemuseen Deutschlands. Es verfügt – neben den Sammlungen präparierter Tiere, Pflanzen und Pilze – über Aquarien und Terrarien mit lebenden Exponaten. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen seit den 60er Jahren im Bereich der Ökologie, insbesondere der Bodenökologie, der Evolutionsbiologie und der Paläontologie. Seit 2008 leitet Norbert Lenz das Karlsruher Naturkundemuseum. Der promovierte Biologe legt Wert auf thematische Dauerausstellungen, intradisziplinäre Sonderausstellungen und Kooperationen mit Kunstmuseen oder dem ZKM. Im Gespräch mit Debattemuseum erklärt er warum.

Direktor Norbert Lenz vor einem Schaufenster, das den Blick frei gibt auf das lebende Korallenriff, in dem auch zwei Schwarzspitzen-Riffhaie leben.
Der Biologe Professor Dr. Norbert Lenz leitet seit 2008 das Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe, das sei 2016 über das größte Meerwasser-Aquarium Deutschlands verfügt.
Außenansicht des Naturkundemuseums Karlsruhe aus dem 19. Jahrhundert. Die Mitte des historistischen Gebäudes ist durch eine Kuppel hervorgehoben.
Die Gründung des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe geht auf die Sammlungen der Markgräfin Caroline Luise aus dem 18. Jahrhundert zurück. Der im Zentrum der Stadt liegende Bau wurde 1872 vollendet.
Impressionen aus der Sonderausstellung „Amerika nach dem Eis“. Neben dem großen Schriftzug „Mittelamerika“ steht eine mehrere Meter hohe Tafel, die ausgestorbene Großtiere wie das Mammut, die Säbelzahnkatze oder dasRiesenfaultier zeigt.
Mit intradisziplinären Sonderausstellungen wie „Amerika nach dem Eis – Mensch und Megafauna in der Neuen Welt“ will Norbert Lenz die Wechselwirkungen zwischen Natur und Gesellschaft aufzeigen.

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Carmela Thiele


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