Südamerika-Reporterinnen

Vier Journalistinnen, ein Kontinent: Wer wir sind und was wir wollen

Megan Janetsky Das Foto zeigt eine Mauer mit einem gemalten Frauenkopf. Die Frau hat grüne Haare. Wo die Haare der Frau auf der Mauer enden, gehen sie in die Krone eines Baumes über, der hinter der Mauer steht. Die Frau sieht aus, als ob sie einen riesigen grünen Baum-Afro trüge.

Wir zeigen Ihnen Seiten Südamerikas, die in der Berichterstattung zu kurz kommen: Wissen, Umwelt, Technologie und Gesellschaft.

Unsere Länder haben bei allen Unterschieden einige Gemeinsamkeiten: eine frühe Globalisierungs- und Kolonialgeschichte, indigene Minderheiten, Anden, Regenwälder, große biologische und kulturelle Vielfalt, wirtschaftlichen Fokus auf Bergbau und Agrarindustrie, relativ junge Bevölkerung und allgemeine Aufbruchstimmung.

So oft es geht wollen wir deshalb einen vergleichenden Blick über die Ländergrenzen werfen und schauen, welche Lösungen Menschen für ähnliche Probleme finden.

Wir nehmen uns die Zeit, die es gerade in Südamerika für Recherchen braucht, um zu den Menschen zu kommen, ihnen zuzuhören und komplexe Themen zu durchdringen. 

Für Einsteiger*innen, Profis und alle Neugierigen analysieren wir Entwicklungen langfristig und stellen Zusammenhänge her.

Wir wollen Sie überraschen und mit unserer Begeisterung anstecken für diesen unterschätzten, faszinierenden Kontinent.

Ein Bilderblock mit Porträtfotos des Teams hinter dem Magazin Südamerika-Reporterinnen.
Die Südamerika-Reporterinnen (von links): Katharina Wojczenko, Hildegard Willer, Ulrike Prinz und Sophia Boddenberg.
Martina Dobrusky, Luisenrrique Becerra Velarde, Margaretha Pawlischek, Michell Moreno

Unser Team

Sophia Boddenberg lebt in Santiago de Chile und berichtet von dort und hin und wieder auch aus anderen Ländern Lateinamerikas über soziale, politische und Umweltthemen. Ihr liegt es am Herzen, mit ihren Recherchen die wirtschaftlichen Machtgeflechte aufzudecken, unter denen Natur und Menschen leiden, und die Betroffenen nicht in einer passiven Opferrolle zu zeigen, sondern als mündige Subjekte. Was sie an Chile fasziniert, ist die Hoffnung vieler Menschen, sich für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen. 

Ulrike Prinz ist Ethnologin. Sie lebt südlich von Barcelona und ist immer wieder für längere Recherchereisen in Lateinamerika unterwegs. Ihr Spezialgebiet ist das Amazonasgebiet, das neun Länder Südamerikas verbindet. Im indigenen Schutzgebiet des Oberen Xingu in Brasilien erforschte sie ein Frauenfest. Für Reportagen recherchierte sie schon in Peru, Nicaragua und auf Kuba. Neben Umweltthemen brennt sie für die kulturelle und politische Situation der Indigenen, deren tiefes Wissen und die aktuellen Forschungen darüber sie sichtbar machen will.

Hildegard Willer hat das Lateinamerika-Virus gepackt, seit sie mit 18 Jahren für ein Freiwilligen-Jahr nach Venezuela zog und flugs drei Jahre blieb. Seitdem hat sie der Kontinent nicht mehr losgelassen. Seit 20 Jahren lebt sie in Lima, Peru, und berichtet über Peru und die Nachbarländer vor allem über Soziales, Religion und Umwelt. Sie hat ein Gespür für die kulturellen und sozialen Hintergründe von gesellschaftlichen und politischen Ereignissen und bürstet Altbekanntes gerne gegen den Strich. 

Katharina Wojczenko berichtet seit Oktober 2017 aus Kolumbien und Nachbarländern für Zeitungen, Magazine und Radio. An Kolumbien liebt sie die grünen Berge und Wälder, die Vielfalt an Musik und Geschmäckern und die allgemeine Gelassenheit, Fröhlichkeit und Geduld der Menschen — trotz mehr als 50 Jahren bewaffneten Konflikts. Mit vier Kolleginnen der taz recherchiert sie 2020/21 mit einem Stipendium des European Journalism Centre die Themen Wasser, Abwasser und Geldströme (#TazFolgtDemWasser).

Vikunjas (Paarhufer aus der Familie der Kamele) in der Atacama-Wüste in Chile.
Wir Südamerika-Reporterinnen halten für Sie Ausschau nach Geschichten!
Sophia Boddenberg

Warum “Südamerika-Reporterinnen”?

Wir drei Korrespondentinnen leben in Ländern Südamerikas, die von den großen Medien meist links liegen gelassen werden. Vorerst berichtet Hildegard Willer vor allem aus Peru, Katharina Wojczenko aus Kolumbien und Sophia Boddenberg aus Chile — und aus einzelnen Ländern, die wir für Recherchen bereisen und näher kennen. Ulrike Prinz berichtet vor allem aus dem Amazonasgebiet. Langfristig möchten wir unser Team mit Kolleg*innen in anderen Ländern des Kontinents erweitern. Wir starten zu viert und hoffen, dass unser Plan aufgeht.

Unser Angebot

Mindestens drei Mal im Monat veröffentlichen wir einen exklusiven Artikel. Mit unserem monatlichen kostenlosen Newsletter verpassen Sie nichts.

Sie sind gefragt

Wir sind ein junges Experiment. Damit unser Projekt langfristig bestehen und wachsen kann, brauchen wir Sie!

Sie können uns unterstützen — indem Sie uns lesen, weiterempfehlen, abonnieren oder verschenken. So stärken Sie unabhängigen, tiefgründigen Journalismus. 

Recherchen und Reisen in unseren Ländern sind aufwändig. Außerdem möchten wir Ihnen so oft es geht die Arbeit einheimischer Fotograf*innen und Grafiker*innen vorstellen und diese auch bezahlen. Für Ihren einmaligen Beitrag oder Ihre dauerhafte Förderung sagen wir deshalb herzlich ¡muchísimas gracias!

Das Foto zeigt den Straßenbereich eines sehr einfachen Lokals in Venezuela. Im Zentrum ist eine Vitrine zu sehen mit der Aufschrift "Verkaufsstand" (punto de venta). Darin liegen sehr spärlich verteilte frittierte Teigtaschen. Darauf steht ein Arsenal an Saucen.
"Verkaufsstand": An diesem Empanadas-Stand in Venezuela gab es schon 2017 wegen der Hyperinflation nur Ware gegen Kartengeld.
Hildegard Willer

Unsere Abos

Für 3,49 Euro monatlich können Sie unser Projekt unterstützen und alle Beiträge lesen. Die roten Bestell-Knöpfe finden Sie unten auf unseren Seiten. Wenn Sie durchs gesamte Riff tauchen wollen: Die Riffreporter-Flatrate für alle Magazine gibt es ab acht Euro. Bei der Flatrate können Sie angeben, wenn Sie ein Projekt bevorzugt unterstützen möchten - zum Beispiel unseres.

Der Beitrag wird monatlich abgebucht. Sie können jederzeit kündigen. Wenn Sie uns einmalig mit einer Spende unterstützen wollen, können Sie das auf diesem Weg ebenfalls unproblematisch tun.

Manche Artikel sind kostenlos verfügbar — zum Beispiel, weil die Recherche mit einem Stipendium bezuschusst wurde.

Tipp: Am meisten von Ihrem Beitrag kommt bei uns an, wenn Sie die Sepa-Lastschrift wählen. Die Finanzdienstleister verlangen bei niedrigen Beträgen prozentual höhere Gebühren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Flatrate ab 8 € RiffReporter unterstützen
Südamerika-Reporterinnen

Südamerika-Reporterinnen

Neues und Hintergründe von einem Kontinent, der uns näher ist als wir denken