Zusammenstöße mit Autos: Millionen Tiere sterben jedes Jahr auf Europas Straßen

Amseln sind besonders häufig Opfer von Autofahrern. Für seltene Arten können die Kollisionen bestandsgefährdend sein

Von Thomas Krumenacker

Thomas Krumenacker Ein toter Steinkauz liegt neben einer Straße auf dem Standsteifen

Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Füchse, Waschbären, Igel – und Vögel. Wer kennt ihn nicht, den traurigen Anblick überfahrener Tiere am Straßenrand oder mitten auf der Fahrbahn? Sie säumen Autobahnen, Landstraßen und selbst auf Fahrradwegen werden Tiere Opfer der menschlichen Mobilität.

In den Dämmerstunden von Morgen und Abend ist der Blutzoll der mobilen Welt für wilde Lebewesen besonders hoch. Wieviele Tiere europaweit aber genau im Verkehr umkommen, war bislang unbekannt. Ein Forscherteam aus Portugal und Großbritannien hat den Versuch unternommen, das Ausmaß des Sterbens entlang des europäischen Straßennetzes für einen Großteil aller Vogel- und Säugetierarten zu ermitteln.

„In den Dämmerstunden von Morgen und Abend ist der Blutzoll der mobilen Welt für wilde Lebewesen besonders hoch“

Die Ergebnisse sind erschreckend und deuten nach Ansicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf hin, dass der Beitrag des Straßenverkehrs zum Bestandsschwund unter einigen Arten unterschätzt wird. Andere Arten verkraften dagegen selbst hohe Verluste, ohne dass es zu Bestandsabnahmen kommt. „Für Arten, die bereits selten sind und durch den Mangel an Lebensraum oder die Verfolgung durch den Menschen ohnehin schon bedroht sind, kann der Verkehr zum letzten Sargnagel werden", sagt die Leiterin der Studie, Clara Grilo.

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