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Warum wirkt Seife so gut gegen das Coronavirus?

von
20.04.2020
4 Minuten
Das Bild zeigt Seifenblasen.

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Coronaviren gehören zu den so genannten behüllten Viren, deren Aufbau gut bekannt ist: Sie bilden eine äußere Hülle, die das Erbgut der Viren schützen soll. Diese Hülle besteht aus Molekülen, die zur Gruppe der Lipide (Fette) gehören. Genau dort können Seifen, Spülmittel und Haushaltsreiniger gut angreifen. Diese Putzmittel entfernen im Haushalt Fettreste von Geschirr, Töpfen, Scheiben und Fußböden. Die Fette lösen sich mit Hilfe der Seifen im Wasser auf.

Seife zerstört die Fettmoleküle der Virushülle

Die gleiche Wirkung üben die Seifen und Reiniger als fettlösende Substanzen auf die Hülle der Viren aus. Sie beschädigen die Fettschicht der Erreger und können dadurch das Virus inaktivieren. Auf diesem Prinzip basiert die Empfehlung zum gründlichen Händewaschen, natürlich mit Seife.

Seife greift die Hülle der Viren effektiv an, sie benötigt dazu aber eine gewisse Zeit zum Einwirken – mindestens 20 Sekunden. Die Temperatur des Wassers spielt dabei keine Rolle. Sie hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen. Viel wichtiger sind die Dauer des Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände.

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Generell ist es in einem Haushalt mit gesunden Personen sinnvoll, die Stellen, die häufig von allen BewohnerInnen angefasst werden – etwa Türgriffe und Lichtschalter –, häufiger mit Allzweckreiniger, Seife oder Spülmittel und Wasser zu reinigen.

Türgriffe und Lichtschalter reinigen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht auch in der aktuellen Situation bei gesunden Menschen keine Notwendigkeit, im Alltag zuhause Desinfektionsmittel anzuwenden. Zum Schutz vor Infektionen reicht es grundsätzlich aus, die Grundregeln der Haushaltshygiene zu berücksichtigen und Reinigungs- und Waschmittel ohne biozide Wirkstoffe zu verwenden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, immer die Hände zu waschen, wenn man nach Hause kommt.

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