Klimaschutz mit Kälte: Wie ein Wohnviertel mit Erd-Eisspeichern beheizt wird.

Wärmespeicher im Erdreich taugen als Heizung und Klimaanlage zugleich. Im Prinzip funktionieren sie wie ein Taschenwärmer.

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Ein Rohrsystem im Neubaugebiet. Wärme lässt sich darüber ins Erdreich schleusen – und auch wieder heraus. Das hilft beim Klimatisieren von Gebäuden.

Auf den ersten Blick sieht das Neubaugebiet „An den Wichelkoppeln“ in Schleswig aus wie viele andere. Doch im Untergrund, in bis zu fünf Metern Tiefe, steckt ein Energiespeicher der besonderen Art: ein vierlagiges Rohrsystem aus Kunststoff, in dem Wasser mit etwas Frostschutzmittel zirkuliert. Die Flüssigkeit soll künftig 60 Häuser klimafreundlich heizen, mit Wärme aus Eis­. Klingt paradox, ist aber reine Physik.

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