Häufige Arten werden häufiger, bedrohte Arten noch seltener

Erste Erkenntnisse aus dem neuen Schweizer Brutvogelatlas. Von Markus Hofmann

Thomas Krumenacker

Die Buchvernissage findet zwar erst Mitte November statt. Doch mehrere Wochen, bevor das Buch erhältlich ist, bietet die Schweizerische Vogelwarte Sempach Einblick in die Resultate einer ihrer aufwendigsten Publikationen der letzten Jahre: Der neue „Schweizer Brutvogelatlas“ wird aufzeigen, wie sich die Vogelbestände zwischen 1990 und 2016 verändert haben. Der letzte Atlas erschien vor 20 Jahren.

Zwischen 2013 und 2016 haben neben dem Team der Vogelwarte über 2000 Freiwillige die Brutvögel der Schweiz aufgespürt und gezählt. Einige Befunde sind nun bereits bekannt (siehe dazu „Artenförderung Vögel Schweiz“, Rundbrief 22, August 2018; Jahresbericht „Vogelwarte 2018“; „Wo sind die Vögel hin?“, Tages-Anzeiger).

▶︎ Häufige Arten wurden häufiger, bedrohte Arten wurden noch seltener.

▶︎ Besonders stark zurückgegangen sind Vögel des Kulturlandes: zwischen 1990 und 2016 um 60 Prozent. Ein deutlicher Hinweis auf die starke Intensivierung der Landwirtschaft und die noch mangelhafte Förderung der Biodiversität. Gar „katastrophal“ sehe es für die Vögel im Grünland aus, schreibt die „Vogelwarte“. Alle Wiesenbrüter hätten „massive Bestandseinbrüche“ erlitten.

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