"Wir erzählen, wie Forscher versuchen, die Rätsel des Universums zu lösen"

Felicitas Mokler, Stefan Oldenburg und Karl Urban sind "Die Weltraumreporter"

Stefan Oldenburg

Mit “Die Weltraumreporter” geht bei RiffReporter ein Projekt an den Start, das Menschen die Weiten des Kosmos und die Faszination der Weltraumforschung näherbringen will. Gründerin Felicitas Mokler schöpft dabei aus langjähriger Erfahrung ihrer Arbeit für Medien wie das Magazin “Sterne und Weltraum” sowie “Spektrum der Wissenschaft”, Neue Zürcher Zeitung und FAZ. Stefan Oldenburg schreibt ebenfalls für “Sterne und Weltraum” und betreibt seit zehn Jahren den amateurastronomischen Blog „Clear Skies“. Karl Urban arbeitet für Hörfunk-, Online- und Printredaktionen, darunter hauptsächlich Deutschlandfunk, Spektrum.de, Tagesspiegel, Neue Zürcher Zeitung und Süddeutsche Zeitung sowie den Podcast AstroGeo.

Felicitas, wie bist Du auf die Idee für Eure Koralle "Die Weltraumreporter" gekommen?

Die Idee von RiffReporter hat mich recht schnell neugierig gemacht, ich finde das “Riff” ist ein interessantes journalistisches Format. Und da ich als Astronomin gearbeitet habe und nun schon lange über Astronomie und Raumfahrt schreibe, lag diese Themenkoralle irgendwie auf der Hand. Dass wir jetzt als Trio – Stefan Oldenburg, Karl Urban und ich – zusammenarbeiten, hat sich dann schön ergeben. So können wir unsere Expertise und Erfahrung gemeinsam einsetzen.

Wen wollt Ihr mit dem Projekt ansprechen und erreichen?

Wir verstehen uns als Korrespondenten aus dem All. Mit unserem Angebot möchten wir die Leser auf eine Reise zu den Sternen mitnehmen und dabei auch die großen, existenziellen Fragen ansprechen, wie etwa jene nach unserem Platz als Menschen im Universum. Wir wollen vor allem auch junge Menschen neugierig machen, für das, was der Himmel im Jahreslauf zu bieten hat, aber auch was jenseits des mit bloßem Auge Sichtbaren im Universum geschieht.

Was ist besonders an Eurem Projekt?

Wirklich Hintergründiges gibt es wenig im Netz. Wir möchten das bereits vorhandene Angebot auf dem Gebiet der Astronomie und Raumfahrt mit nachhaltigen und persönlichen Geschichten aus der Forschung ergänzen und erzählen, wie Forscher die großen Rätsel des Universums zu lösen versuchen, welche Fragestellungen sie selbst bewegen. Zugleich möchten wir mit Mythen über die Ursache bestimmter Himmelserscheinungen aufräumen. Wir bewegen uns mit unserer Recherche im gesamten Universum, vom kosmischen Vorgarten in unserem Planetensystem bis zu fernsten Galaxien und Quasaren, vom Urknall bis heute. Mit Interviews und Reportagen werden wir den Forschern bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken.

Ein eigenes Projekt zu gründen – wie aufregend ist das?

Sehr aufregend...vor allem empfinde ich es als sehr reizvoll, ein eigenes Konzept zu entwickeln, bei dem man mit seiner fachlichen wie auch journalistischen Erfahrung aus dem Vollen schöpfen und selbst Themenschwerpunkte setzen kann. Zugleich betreten wir Neuland: Mit dem Konzept von RiffReporter wird man hoffentlich einen noch direkteren Draht zu den Lesern aufbauen können als wenn man als freie Journalistin für verlagsgebundene Medien schreibt. Man wird ihre Begeisterung über die Themen, aber auch die Kritik sehr viel näher mitbekommen. Das finde ich spannend.

Welchen Themen plant Ihr gerade?

Wir haben bereits mit der Rubrik monatlicher Sternenhimmel angefangen und kürzlich gab es zum Beispiel einen Bericht zur Entdeckung von Pulsaren vor genau 50 Jahren. Weitermachen werden wir mit einigen interessanten Interviews, etwa mit einem Astronauten über ganz neue Kooperationen in der Raumfahrt und einem Forscher, der schon zehn Winter am Südpol verbracht hat.

Wie möchtet Ihr mit Eurem Publikum in Kontakt stehen?

Mit unseren Lesern möchten wir auch über Social Media wie Twitter in Kontakt kommen, sie aber auch gerne zu öffentlichen Vorträgen einladen, um ins direkte Gespräch zu kommen.

Wenn Du an einen beliebigen Ort im Universum reisen könntest, welcher wäre das?

Zum Orionnebel, einem aktiven Sternentstehungsgebiet. Wenn man auch noch in die Vergangenheit reisen könnten, dann bis zurück zum Urknall.

***

Für einige Monate stellen "Die Weltraumreporter" ihre Beiträge kostenfrei zur Verfügung. In dieser Startphase kann jeder den unabhängigen Weltraumjournalismus durch eine freiwillige Förderung stärken. Danach werden die Beiträge im Förder-Abonnement oder auch im Einzelkauf (Micropayment) erhältlich sein. Einnahmen gehen bei RiffReporter nach Abzug von Grundkosten direkt an die Autorinnen und Autoren.

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Über das Team

Felicitas Mokler ist promovierte Astrophysikerin. Ihre Begeisterung für Sterne schon in der Kindheit hat sie zu einem Studium der Physik und Astrophysik in London, Teneriffa und München geführt. Ihre journalistische Laufbahn begann 2008 mit dem Klaus Tschira Preis für die allgemeinverständliche Darstellung ihres Promotionsthemas, der Planetenentstehung aus Staub. 2012 wurde Felicitas Mokler Redakteurin beim Magazin “Sterne und Weltraum”, seit 2014 arbeitet sie als freie Wissenschaftsjournalistin für Medien wie Spektrum der Wissenschaft, Neue Zürcher Zeitung und FAZ. Außerdem hält sie Vorträge zu astronomischen Themen, bietet Sternführungen an und ist im hohen Norden den Polarlichtern auf der Spur.

Stefan Oldenburg

Stefan Oldenburg ist freier Wissenschaftsjournalist und Fotograf. Seit seiner Kindheit ist er begeisterter Amateurastronom. Über Astronomie und eigene Himmelsbeobachtungen schreibt er für die Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ und in seinem Blog „Clear Skies“ auf dem Blogportal „SciLogs“ des Verlags „Spektrum der Wissenschaft“, für den er Auszeichnungen erhalten hat. Seit seinem Studium arbeitet er im und für das Verlagswesen. Schon als Schüler hat Stefan Oldenburg in verschiedenen Volkssternwarten mitgearbeitet. Heute bietet er an einem großen Teleskop Sternführungen an, am liebsten für Kinder.

Privat

Karl Urban arbeitet für Medien wie den Deutschlandfunk, Spektrum.de, Tagesspiegel, Neue Zürcher Zeitung und Süddeutsche Zeitung. Der Geowissenschaftler schreibt bei den Weltraumreportern über Raumsonden ins Planetensystem, den erst beginnenden Aufbruch ins All und neue Gefahren für die Raumfahrt.

Privat

Über RiffReporter

“RiffReporter – die Genossenschaft für freien Journalismus eG” unterstützt freie Journalistinnen und Journalisten dabei, in einer gemeinsamen Plattform eigene Projekte zu gründen und sich Unterstützer-Communities für redaktionell und wirtschaftlich selbständige Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Umwelt, Technologie und Gesellschaft aufzubauen. Es entsteht ein "journalistisches Korallenriff", das sich durch Vielfalt, Tiefgang, Lebendigkeit und Kooperation auszeichnet. Die Genossenschaft bietet eine multimediale Publikationsplattform, verschiedene Bezahlmodelle, einen gemeinsamen Kodex und mehr.

Leser finden im „Riff“ spannende Projekte zu wichtigen Themen, für die sie flexibel und kleinteilig bezahlen. Einnahmen gehören den Autoren. RiffReporter finanziert sich über einen Autorenbeitrag sowie über private und institutionelle Förderer (RiffSupporter), die als investierende Mitglieder die neue journalistische Infrastruktur stärken.

Die Genossenschaft wurde 2017 mit dem Vocer-Netzwende-Preis von ZEIT-, Augstein- und Schwingenstein-Stiftung und vom Medium Magazin mit dem Titel „Wissenschaftsjournalisten des Jahres“ ausgezeichnet.

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