1. RiffReporter /
  2. Wissen /
  3. Wurden die Corona-Impfstoffe übereilt zugelassen?

Wurden die Impfstoffe übereilt zugelassen?

FAQ zur Pandemie

von
30.01.2021
2 Minuten
Eine Gesundheitsarbeiterin hält eine Ampulle mit dem Coronavirus-Impfstoff Oxford-AstraZeneca hoch, um ihn in einem Krankenhaus in Kathmandu, Nepal, den Gesundheitsarbeiter an vorderster Front zu verabreichen.

Die Behandlung von Covid-19 ist gerade bei schweren Verläufen bisher schwierig. Damit möglichst schnell schützende Impfstoffe verfügbar sind, haben Wissenschaft, Firmen, Regierungen und Behörden weltweit eng zusammengearbeitet:

Massive finanzielle Unterstützung, internationale Zusammenarbeit sowie der Austausch von Erkenntnissen und Vorerfahrungen haben die Impfstoff-Entwicklung enorm beschleunigt. So konnten Phasen der klinischen Prüfung, die sonst nacheinander ablaufen, teilweise parallel durchgeführt werden. Die Zulassungsbehörden haben außerdem fortlaufend statt erst am Ende der Forschung die eingereichten Daten analysiert („rolling review“).

Mindeststandards sind erfüllt

Für eine „bedingte Zulassung“ müssen die Impfstoffe folgende Mindeststandards einhalten:

  • Die Impfstoffe müssen im Vergleich zu Placebo die Häufigkeit von Covid-19-Erkrankungen um mindestens 50 Prozent senken.
  • Nebenwirkungen mussten über einen Zeitraum von mindestens sechs bis acht Wochen beobachtet werden – dann treten erfahrungsgemäß die häufigsten Nebenwirkungen nach Impfungen auf.
  • Nutzen und Risiken müssen zum Zeitpunkt der Zulassung in einem vertretbaren Verhältnis stehen.

Die Zulassungsstudien laufen weiter, zusätzliche Untersuchungen folgen. Die Anbieter müssen den Behörden zeitnah weitere Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit nachliefern.

Guter Kompromiss, um schnelle Zulassung zu ermöglichen

Auch wenn zum Zeitpunkt der bedingten Zulassung noch nicht alle Fragen beantwortet sind, ermöglicht dieses Vorgehen einen guten Kompromiss zwischen schneller Verfügbarkeit und umfangreichen Erkenntnissen zu Nutzen und Risiken.

(Dr. Iris Hinneburg, Stand 28.1.2021)

Fragen und Antworten zu FFP2-Masken

Bis ein ausreichender Anteil der Bevölkerung geimpft ist, bleiben die bestehenden Regeln zu Abstand und Hygiene wichtig.

Corona-FAQ

Weitere Antworten zu Fragen wie „wie gefährlich sind Schulen“, "wie realistisch ist No-Covid„, “was sind COVID-19-Symptome", „welche Risikofaktoren gibt es“, „wie bewältige ich Stress durch die aktuelle Situation“, finden Sie in unserem Corona-FAQ.

Unterstützen Sie „Corona: Ein Virus bedroht die Welt“ mit einem Betrag Ihrer Wahl. Sie unterstützen so gezielt weitere Recherchen.
RiffReporter eG

RiffReporter eG

Die RiffReporter vereint mehr als hundert Journalistinnen und Journalisten mit der Mission, unabhängigen Journalismus zu Umwelt, Gesellschaft, Weltgeschehen, Wissenschaft und Tech zu bieten. Für unser innovatives Journalismusmodell haben wir den Grimme Online Award und den Netzwende-Award erhalten. Den Vorstand bilden Tanja Krämer und Christian Schwägerl, Aufsichtsratsvorsitzende ist Eva Wolfangel.


Corona: Ein Virus bedroht die Welt

Die Corona-Pandemie und ihre Gefahren prägen unser Leben. Wir RiffReporter unterstützen Sie mit verlässlichen Informationen dabei, durch diese schwierige Zeit zu kommen. Bei uns berichten sachkundige und mit Preisen ausgezeichnete Journalistïnnen für Sie. Hier bekommen Sie

Recherchen für dieses Projekt werden vom Recherchefonds der Wissenschaftspressekonferenz e.V., von der Klaus Tschira Stiftung und von der Andrea von Braun Stiftung gefördert. Auch Sie können uns fördern – mit einer freiwilligen Zahlung oder mit einem RiffReporter-Abo.

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

RiffReporter eG

Buchtstr. 13
28195 Bremen

E-Mail: info@riffreporter.de

Tel: +49 421 24359394

Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Lektorat: Daniela Becker
Faktencheck: Dr. Iris Hinneburg
VGWort Pixel