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Relotius vs. McCurry

FmZ-Teil 4

von
21.12.2018
4 Minuten
Bild des berühmten Fotografen Steve McBoeni in einer Ausstellung

Teil 1 von 2

Aus aktuellem Anlass gilt es hier, über einen Fall journalistischer Unwahrheit zu berichten, den das Magazin Der Spiegel publik gemacht hat. Einer der Jungstars des deutschen Journalismus, Claas Relotius, der für den Spiegel seit 2011 schrieb, hat mindestens 14 von 60 Geschichten, für die er mit Preisen überhäuft wurde, teilweise erfunden. Auf der Bühne des Deutschen Reporterpreises 2018 erwähnte der Veranstalter lobend einen Text des Autors mit den Worten "von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert.“

In Wahrheit war Relotius ein dreister Betrüger. Die Quellen trüb, das meiste zusammenphantasiert. Wieviel genau, versucht gegenwärtig eine interne Reporter-Kommission zu ermitteln. Stempel Fake-Journalismus. Etwas Schlimmeres konnte dem Spiegel nicht passieren. Reporterkollegen sind unterwegs in den USA, um an einem von ihm beschriebenen Ort Schadensbegrenzung zu betreiben, denn der Ärger geht weit über die Redaktionsgrenzen hinaus.

Bildmanipulation im Stile von Steve McCurry zur Verdeutlichung der veränderten Bildgestaltung.
Bildmanipulation im Stile von Steve McCurry zur Verdeutlichung der veränderten Bildgestaltung.

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Dipl. Des. Björn Göttlicher

Dipl. Des. Björn Göttlicher

In Björn Göttlicher paart sich die Gelassenheit des Spaniers mit der Zuverlässigkeit des Deutschen und der Trinkfestigkeit des Finnen. Als cooler Papa und passionierter Mützenträger ist der Autor zahlreicher Bücher im Umgang mit seinen Makeln genauso humorvoll wie beim Vermitteln von fotografischem Wissen. Er beschäftigt sich viel mit den ästhetischen und philosophischen Fragen des Mediums Fotografie und erkundet in seinen Kurzfilmen filmisches Storytelling. Darüber hinaus ist er Gründer des Projektes über die Ethik im Fotojournalismus „A doubting photographer“.

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