Nord- und Ostsee brauchen unseren Schutz – so können wir helfen

Der Verbraucherïnnentipp von „Countdown Natur“

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Blick auf eine Fischtheke mit Fisch, Tintenfisch, Krabben

Die deutschen Meeresschutzgebiete sind nicht wirklich gut geschützt – was auch daran liegt, dass sie bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Das lässt sich ändern

Einmischen: Nord- und Ostsee gehören uns allen – reden wir also mit, wenn über Meeresschutzgebiete verhandelt wird. Briefe und Mails an die verantwortlichen Ministerïnnen für Fischerei (Julia Klöckner) und Umwelt (Svenja Schulze), ein Gespräch mit den eigenen Landtags- oder Bundestagskandidatïnnen, Engagement in lokalen, regionalen oder nationalen Wirtschafts- sowie Tourismusorganisationen oder in Umweltverbänden wie Nabu, BUND, Stiftung Meeresschutz und anderen – das alles kann den Meeren helfen.

Fischbestände schonen: Für viele Menschen ist Fisch als Nahrungsmittel überlebenswichtig, für uns nicht. Wenn zu Hause Meeresfisch auf den Tisch kommt, dann möglichst aus nachhaltiger Fischerei. Das MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) steht berechtigterweise unter Kritik, nicht erst seit der Netflix-Doku „Seaspiracy“. Wesentlich strenger zertifizieren Bio-Verbände wie Naturland, demeter und Bioland Fische und andere Meerestiere aus Wildfang und Aquakulturen. Grundsätzlich gilt: Nachhaltige Fischerei ist möglich, sie braucht Unterstützung.

Müll auflesen: Jedes Plastikteil, das im Wasser landet, ist eines zu viel. Denn es kann Seevögel und andere Meerestiere töten. Daher nix liegenlassen, noch besser: bei jedem Strandspaziergang Zeug einsammeln. Beim jährlichen Coastal Clean-up Day im September wird das Müllsammeln an Stränden und Flussufern zum Happening, der Nabu organisiert Sammlungen unter www.gewaesserretter.de

Klimaschutz ist Meeresschutz: Je weniger der Ozean sich erhitzt und versauert, seine Eisberge schmelzen, die Korallenriffe absterben, die Küsten überfluten, sich die Strömungen verschieben, umso besser stehen die Zukunftschancen für alle Lebewesen – vom Fisch bis zum Menschen.

In weiteren Verbraucherïnnentipps erklären wir, warum es wichtig ist, öfter das Licht auszuschalten und torffreie Blumenerde zu kaufen, wie sich Plastikverpackungen reduzieren lassen, was Wäldern hilft und was der Schutz der Gewässer mit Arzneimitteln zu tun hat.

Im Projekt „Countdown Natur“ berichten wir mit Blick auf den UN-Naturschutzgipfel über die Gefahren für die biologische Vielfalt und Lösungen zu ihrem Schutz. Die Recherchen zu diesem Beitrag wurden von der Hering Stiftung Natur und Mensch gefördert. Sie können weitere Recherchen mit einem Abonnement unterstützen.

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Katja Trippel


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