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Plastik vermüllt die Natur – wie kann ich meinen Beitrag senken?

Der Verbraucherïnnentipp von „Countdown Natur“

20.05.2021
1 Minute
Kunststoff-Verpackungen wie PET-Flaschen und Plastik-Schalen landen jeden Tag im Müll. Viel Abfall lässt sich vermeiden.

Fast 40 Prozent des Plastiks in Europa wird für Verpackungen verwendet, die meist nur kurz im Einsatz sind und leicht in die Umwelt gelangen. Daran kann jede und jeder etwas ändern.

1. Mülleimer analysieren

Um den eigenen Anteil zu reduzieren, hilft ein Müllcheck: Einfach über ein paar Wochen genau aufzeichnen, was im Mülleimer landet. Das zeigt schnell, bei welchen Produkten man besonders viel Müll produziert. Parallel kann man aufschreiben, wie viele Wegwerfprodukte man unterwegs verbraucht.

2. Verpackungen reduzieren

Nächste Frage: Was lässt sich bei den Produkten, die den Mülleimer besonders stark füllen, anders machen?

Wer bei seinem Abfallcheck etwa viele Kartons für Hafermilch entdeckt hat, findet im Internet Rezepte für selbstgemachte Hafermilch. Waschmittel-Flaschen lassen sich einsparen, indem man im Herbst Kastanien sammelt und daraus eigene Waschseife herstellt. Statt Flüssigshampoo, Duschgel und Seifenspender kommt das gute alte Seifenstück zurück.

Der Einkauf in Unverpackt-Läden und auf dem Wochenmarkt spart ebenfalls Verpackungen. Für Drinks und Snacks unterwegs gibt es wiederverwendbare Kaffeebecher, Wasserflaschen, Behälter und Besteck, für den Einkauf Taschen und Beutel. Ein Beutel an der Garderobe hilft, daran zu denken, sie einzupacken.

3. Alternativen hinterfragen

Nicht alles, was auf ersten Blick umweltfreundlicher erscheint, ist es auch. Abbaubares Bioplastik braucht meist ganz besondere Bedingungen für die Kompostierung, die in der Natur in aller Regel nicht gegeben sind. Auch Verpackungen aus Papier hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck. Und den Stoffbeutel muss man viele, viele Male nutzen, bis sich die aufwändige Herstellung rechtfertigt. Eine ganze Sammlung davon tut der Umwelt genauso wenig gut wie ungebremster Plastikkonsum.

In unseren anderen Tipps erklären wir, was jede und jeder gegen Lichtverschmutzung und für den Gewässerschutz tun kann und was Wäldern und Mooren hilft.

Im Projekt Countdown Natur" berichtet ein Team von 25 Journalistinnen und Journalisten mit Blick auf den UN-Naturschutzgipfel Ende 2021 über die Gefahren für die biologische Vielfalt und Lösungen zu ihrem Schutz. Die Recherchen zu diesem Beitrag wurden durch die Hering Stiftung Natur und Mensch gefördert.

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Anja Krieger

Anja Krieger

Anja Krieger ist Kulturwissenschaftlerin und Produzentin des Plastisphere-Podcasts. Sie beleuchtet die ambivalente Beziehung der Menschen zu Kunststoffen und die Frage, wie die Vermüllung der Umwelt durch Plastikmüll aufgehalten werden kann. Derzeit ist sie nicht bei RiffReporter aktiv, da sie als Wissenschaftsredakteurin bei der Helmholtz-Klima-Initiative arbeitet.


Countdown Natur

Der Reichtum des Lebens auf der Erde ist in Gefahr. Es geht um die Zukunft unzähliger Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume. Das betrifft uns Menschen existenziell. Es geht auch um sauberes Trinkwasser, unsere Nahrung und ein lebensfreundliches Klima. Ein Team von 25 Journalistïnnen von RiffReporter berichtet bei "Countdown Natur" über den Wettlauf gegen die Zeit und über Lösungsansätze. Wissenschaftlerïnnen sagen: Bisher hat der globale Naturschutz fast alle Ziele verfehlt. Kommt nun die Wende zum Besseren?

2021 entscheiden die Staaten der Erde bei zwei UN-Umweltgipfeln darüber, ob und wie sie gemeinsam die weitere Zerstörung der Lebensvielfalt aufhalten wollen. Dazu braucht es vertiefte Recherchen, ausführliche Berichterstattung und eine große Öffentlichkeit. Die Recherchen werden von der Hering-Stiftung Natur und Mensch, dem European Journalism Centre, der Andrea von Braun Stiftung und dem Hofschneider-Preis gefördert. Auch Sie können uns unterstützen!

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Anja Krieger

c/o bonhage media
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10965 Berlin

www: https://anjakrieger.com

E-Mail: post@anjakrieger.com

Tel: +49 30 54907668

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Redaktion: Carina Frey
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