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Schutz der Gewässer: Was haben Medikamente damit zu tun?

von
07.04.2021
eine Minute
Wasser aus einer Kläranlage fließt aus einem Zulauf schäumend in einen Bach.

Deutschland gehört zusammen mit den USA, Spanien und Großbritannien zu den Ländern auf der Welt, in dessen Bächen, Flüssen, Seen, Grundwasser und Leitungswasser die meisten Arzneistoffe gefunden wurden. Diese Rückstände können die Gesundheit, Fruchtbarkeit und das Verhalten von Fischen und anderen Tieren und damit die Ökologie in den Gewässern beeinträchtigen – mitunter gelangen sie auch in Gewässer, aus denen unser Trinkwasser gewonnen wird.

Die Arzneimittel stammen vor allem aus Anwendungen für Menschen. Sie werden ausgeschieden, gelangen beim Abspülen von Salben und Cremeresten ins Abwasser – und immer noch entsorgen viele Menschen ihre unbenutzten Medikamente über die Toilette. Das Problem: Herkömmliche Kläranlagen bekommen viele der Wirkstoffe nicht aus dem Abwasser heraus.

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Deshalb: Medikamente niemals im Waschbecken oder der Toilette wegspülen. In den meisten Kommunen gehören solche Abfälle in den Restmüll. Der wird verbrannt. Das übersteht kein Wirkstoff. Die Schadstoffsammelstellen der Entsorgungsunternehmen nehmen die Medikamente an, oft auch Apotheken. Auf der Seite www.arzneimittelentsorgung.de lässt sich für jede Stadt und Gemeinde ermitteln, wie die Entsorgung geregelt ist.

In drei weiteren Tipps erklären wir, was jeder tun kann, um Wälder und Moore zu schützen und Lichtverschmutzung einzudämmen.

Im Projekt Countdown Natur" berichtet ein Team von 25 Journalistinnen und Journalisten mit Blick auf den UN-Naturschutzgipfel Ende 2021 über die Gefahren für die biologische Vielfalt und Lösungen zu ihrem Schutz. Die Recherchen zu diesem Beitrag wurden durch die Hering Stiftung Natur und Mensch gefördert.

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Rainer B. Langen

Rainer B. Langen

Einem ganz bestimmten Fluss fühlt sich Rainer B. Langen als Rheinländer schon mal sowieso besonders nah: „normal“ – am Rhein. Als freier Wissenschaftsjournalist kann er aber auch an anderen fließenden Gewässern nicht achtlos vorübergehen. Da passt es gut, dass es jetzt Flussreporter gibt.


Countdown Natur

Die Reichtum des Lebens auf der Erde ist in Gefahr. Es geht um die Zukunft unzähliger Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume. Das betrifft uns Menschen existenziell. Es geht auch um sauberes Trinkwasser, unsere Nahrung und ein lebensfreundliches Klima. Ein Team von 25 Journalistïnnen von RiffReporter berichtet bei "Countdown Natur" über den Wettlauf gegen die Zeit und über Lösungsansätze. Wissenschaftlerïnnen sagen: Bisher hat der globale Naturschutz fast alle Ziele verfehlt. Kommt nun die Wende zum Besseren?

2021 entscheiden die Staaten der Erde bei zwei UN-Umweltgipfeln darüber, ob und wie sie gemeinsam die weitere Zerstörung der Lebensvielfalt aufhalten wollen. Dazu braucht es vertiefte Recherchen, ausführliche Berichterstattung und eine große Öffentlichkeit. Die Recherchen werden von der Hering-Stiftung Natur und Mensch, dem European Journalism Centre, der Andrea von Braun Stiftung und dem Hofschneider-Preis gefördert. Auch Sie können uns unterstützen!

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Redaktion: Carina Frey