Quasare gesucht, Pulsare gefunden

Wie Jocelyn Bell vor 50 Jahren die ersten Neutronensterne entdeckte

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von Stefan Oldenburg

Der Zufallsfund

Als die junge Astronomin Jocelyn Bell im Sommer 1967 einen neuen Stapel Datenbögen durchforstete, fiel ihr ein ungewöhnliches Signal kurzer Radiopulse auf, die sich mit großer Genauigkeit wiederholten. Ein halbes Jahr später war klar: Die 24-Jährige hatte mit ihrem Zufallsfund eine neue Klasse von Sternen entdeckt, deren Existenz Theoretiker bereits in den 1930er Jahren vorhergesagt hatten, die Neutronensterne.

Im Jahr 1965 hatte Jocelyn Bell am „Mullard Radio Astronomy Observatory“ an der University of Cambridge mit ihrer Doktorarbeit begonnen. Ihr Thema war brandaktuell: Sie wollte nach Quasaren suchen und deren Positionen genau bestimmen. Die Natur dieser in den 1950er Jahren entdeckten punktförmigen Radioquellen war damals noch weitgehend unbekannt. Und Radioteleskope, die eine exakte Positionsbestimmung dieser Himmelsobjekte ermöglicht hätten, gab es noch nicht.

Erst 1963 war es dem niederländischen Astronom Maarten Schmidt gelungen, das optische Spektrum der Radioquelle 3C 273 aufzulösen. Er erkannte, dass es sich um ein sehr weit entferntes Himmelsobjekt handeln musste, das folglich sehr viel Energie abstrahlt und nur quasi sternartig erscheint. Wie wir heute wissen, sind Quasare die Kerne aktiver Galaxien, die praktisch durch das gesamte Universum sichtbar sind.

Für ihre Suche nach den Quasaren baute Jocelyn Bell mit Antony Hewish, ihrem Doktorvater, und vier Studenten eigens eine neue Radioantenne. Mit ihr sollte es möglich sein, schnelle zeitliche Wechsel der aus dem All eintreffenden Radiowellen zu erfassen. Die Idee dafür hatte Hewish schon als Postdoc entwickelt.

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