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Was sind die ersten Symptome einer Corona-Infektion?

Welche Anzeichen darauf hindeuten, dass man an Covid-19 erkrankt ist

von
27.05.2020
eine Minute
Ein Blick durch ein Elektronenmikroskop auf das Corona-Virus.

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Eine Infektion mit Sars-CoV-2 hat viele Gesichter: Sie kann völlig ohne Symptome verlaufen, aber auch mit hohem Fieber und einer schweren Lungenentzündung auf die Intensivstation führen. Manchmal sind auch andere Organe betroffen, zum Beispiel Organe des Herz-Kreislauf-Systems, die Nieren oder das Nervensystem – allerdings nur bei schweren Verläufen oder in späteren Stadien der Krankheit.

Weil es also keinen Krankheitsverlauf gibt, der für alle Menschen gleich ist, gibt es auch keine wirklich eindeutigen ersten Krankheitsanzeichen.

Als häufigste Corona-Symptome sind laut Robert-Koch-Institut im deutschen Meldesystem Husten, Fieber, Schnupfen und Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns verzeichnet. Daneben berichteten Betroffene aber auch über zahlreiche andere Beschwerden wie etwa Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen und viele weitere. Die sind aber deutlich seltener.

Eine Infektion mit Sars-CoV-2 lässt sich allerdings nicht sicher anhand von Krankheitssymptomen allein erkennen – selbst dann nicht, wenn es sich um die häufigen Symptome handelt. Es gibt nämlich noch viele andere Atemwegserkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen. Und umgekehrt: Wenn Symptome fehlen, die häufig sind, lässt sich eine Infektion mit Sars-CoV-2 nicht sicher ausschließen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) verlaufen etwa 80 Prozent der Infektionen mild oder ohne Symptome.

Wer Geruchs- oder Geschmacksverlust bemerkt, sollte sich sicherheitshalber testen lassen – dieses Symptom gilt unter Fachleuten inzwischen als wichtiges Signal (“red flag”) für eine mögliche SARS-CoV-2-Infektion.

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Nach den aktuellen Empfehlungen ist es sinnvoll, bei Atemwegsbeschwerden oder Symptomen, die möglicherweise auf eine Sars-CoV-2-Infektion hindeuten – egal, ob leichte oder etwas schwerere – zu Hause zu bleiben, die allgemeine Hygieneregeln einzuhalten und sich telefonisch über das weitere Vorgehen beraten zu lassen. Ansprechpartner sind die Hausarztpraxis, der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter 116 117 oder die Fieberambulanzen bzw. das Gesundheitsamt vor Ort. Bei sehr schweren Beschwerden wie akuter Atemnot ist es nötig, den notärztliche Dienst zu rufen (Telefonnummer: 112).

(Peter Spork/Update: Iris Hinneburg)

Letzte Aktualisierung am: 24.02.2020

Weiterführende Informationen: Das Robert-Koch-Institut bietet eine Orientierungshilfe zum Umgang mit Corona-Symptomen

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