Gender-Tag auf dem Weltklimagipfel: „Es ist Zeit für ein neues Klima-Narrativ“

Frauen spielen eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Klimakrise – und sind dennoch in der Klimapolitik unterrepräsentiert. Auf der COP27 fordern Aktivistinnen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit.

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Eine Frau sammelt Frischwasser aus einer Handpumpe, als das Hochwasser im Sommer 2020 ihr Haus in Manikganj in der Nähe von Dhaka, Bangladesch-

Mädchen und Frauen sind stärker von den Folgen des Klimawandels betroffen als Männer. Gleichzeitig sind sie in der internationalen Klimapolitik und -debatte nach wie vor unterrepräsentiert. Darauf will der Gender-Tag, der am Montag auf der Weltklimakonferenz COP27 stattfindet, aufmerksam machen.

Das Problem der fehlenden Perspektive von Frauen zeigt sich bereits deutlich auf der COP27 selbst. So posierten die Vertreter:innen der teilnehmenden Staaten zu Beginn der Konferenz auf einem Foto: Zu sehen sind 110 Männer und 7 Frauen. Der amerikanische Klimawissenschaftler David Ho kommentierte das Foto auf der Plattform Twitter mit den Worten: „An diesem Punkt sollten wir vielleicht die Frauen um Hilfe bitten.“

African Feminist Taskforce fordert Klimagerechtigkeit

Mehr Repräsentation, mehr Gehör – das fordern auch 150 afrikanische Aktivistinnen der sogenannten African Feminist Taskforce. Auch Afrika ist stark von Folgen des Klimawandels betroffen. Die Auswirkungen der Klimakrise auf Frauen verschärfen die vielerorts bestehenden geschlechtsspezifischen Bedingungen, heißt es in einem Bericht von UN Women. Dazu gehörten demnach größere Einkommensunterschiede und finanzielle Unsicherheit.

Eine indische Frau steht vor einer Pumpe, um Wasser zu besorgen.
Das Wasserholen ist meist die Aufgabe der Frauen. Die zunehmenden Dürren erschweren ihre Arbeit, sie müssen weitere Wege zurücklegen.

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