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Deep-Sky-Objekte mit den eigenen Augen erkunden

Teil 2: Die Planung der Beobachtungsnacht

12.12.2019
19 Minuten
Carpe noctem

Wer mit seinem Teleskop einen Beobachtungsplatz mit möglichst geringer Lichtverschmutzung ansteuern kann, darf sich glücklich schätzen. Wer zudem die atmosphärischen Gegebenheiten im Blick hat, einige Dinge schon bei Tag bedenkt, und sein Beobachtungsinstrument auch bei Dunkelheit quasi blind beherrscht, den lenken bei seinen Ausflügen ins Universum keine unliebsamen Überraschungen ab. In diesem zweiten Teil der fünfteiligen Serie zur visuellen Deep-Sky-Beobachtung beschreibe ich diese Rahmenbedingungen für eigene Ausflüge zu fernen Himmelsobjekten.

Selbst mit dem reduziertesten und perfektesten Instrumentarium zur visuellen Beobachtung lichtschwacher Himmelsobjekte steht stets ein mehr oder weniger sichtbarer Störfaktor zwischen Sternenhimmel und Beobachter: Die Erdatmosphäre. Deshalb ist es für Amateurastronomen sinnvoll, sich mit den Gegebenheiten auszukennen, welche eigene Himmelsbeobachtungen beeinträchtigen: Störlicht (Lichtverschmutzung), Transparenz (Klarheit), Seeing (Luftunruhe) – und: Wetter, von dem Transparenz und Seeing freilich abhängen. Diese Faktoren bedingen in ihrem Zusammenspiel die Grenzgröße der Himmelsobjekte und die Qualität ihrer Abbildung im Okular. Mit ein wenig planerischem Aufwand können Sie den atmosphärischen Bedingungen immer aufs Neue das Optimum für Ihre eigenen Himmelsbeobachtungen entlocken.

Diese Collage zeigt einen perfekten Sternenhimmel. Nicht jeder hat das Glück, Beobachtungsplätze mit dunklem Sternenhimmel vor der Haustür zu finden. Lichtverschmutzung, die Himmelsbeobachtungen stört oder gänzlich zunichte macht, ist heute selbst in ländlichen Regionen Thema. Das Bewusstsein für diese Form der Umweltzerstörung ist viel zu wenig ausgeprägt. Unter Lichtverschmutzung leiden Fauna, Flora – und der Mensch.
Nicht jeder hat das Glück, Beobachtungsplätze mit dunklem Sternenhimmel vor der Haustür zu finden. Lichtverschmutzung, die Himmelsbeobachtungen stört oder gänzlich zunichte macht, ist heute selbst in ländlichen Regionen Thema. Das Bewusstsein für diese Form der Umweltzerstörung ist viel zu wenig ausgeprägt. Unter Lichtverschmutzung leiden Fauna, Flora – und der Mensch. Fotos und Collage: Stefan Oldenburg

Dunkelheit erwünscht

Beobachtungsort: Die Planungen erfolgreicher Deep-Sky-Objekt-Beobachtungsnächte beginnen mit der Auswahl eines Beobachtungsortes, der einige Bedingungen erfüllen muss: Langfristig soll er dunkel und relativ gut erreichbar sein, und für die Nacht selbst sollen Transparenz, Seeing und die Wetterbedingungen an diesem Ort möglichst gut sein.

Der Wunsch nach einem möglichst dunklen Beobachtungsort wird heute leider oft enttäuscht. Wohl die wenigsten Sterngucker finden einen ausreichend dunklen Sternenhimmel am eigenen Wohnort und müssen mit ihrem Beobachtungsinstrumentarium Orte aufsuchen, die diese Grundvoraussetzung zur Beobachtung von Deep-Sky-Objekten bieten. Von der Stadt aus lassen sich Mond und Planeten teleskopisch auch dann relativ gut erkunden, wenn sich nur die hellsten Sterne am Firmament zeigen. Lichtschwache Strukturen von Himmelsobjekten aber verschwinden im Hintergrundgrau eines durch künstliche Lichtquellen aufgehellten Nachthimmels. Je aufgehellter der Nachthimmel, desto weniger Deep-Sky-Objekte sind sichtbar, und desto weniger Details zeigen sich an eben noch sichtbaren Deep-Sky-Objekten. Soll auch das letzte Photon eines Deep-Sky-Objekts die Netzhaut kitzeln, so kann der Himmel nicht dunkel genug sein. Ein dunkler Nachthimmel ist für Deep-Sky-Beobachtung bedeutsamer als eine möglichst große Teleskopöffnung! In Mitteleuropa wird man selbst fernab der Städte nur noch in Ausnahmefällen fündig auf der Suche nach einem möglichst wenig lichtverschmutzten Sternenhimmel. Nicht nur wegen des Störlichts – schon der Blick in eine weit entfernte Straßenlampe macht die Dunkeladaption unverzüglich zunichte – sondern auch wegen Turbulenzen über warmen Hausdächern sollte der Beobachtungsort möglichst fernab von Siedlungen liegen. Deshalb ist Kompromissbereitschaft gefragt, was für viele Städter in Deutschland bedeutet, mindestens eine Stunde oder gar mehr für die einfache Fahrt zum Beobachtungsort einzukalkulieren.

Geeignete Beobachtungsplätze lassen sich anhand großmaßstäbiger topografischer Karten (1:25.000) finden, die waldfreie Flächen ausweisen. Die Bedingungen an den optimalen Ort – weitab von Siedlungen gelegen mit freiem Rundumblick – bieten Felder oder große Grasflächen. Meine besten Beobachtungsplätze habe ich übrigens zunächst bei Tag erwandert und auf diese Weise ausgekundschaftet. Ihr Beobachtungsort selbst muss natürlich auch nachts gut und auf legalen Pfaden erreichbar sein, und man sollte sich hier auch bei Dunkelheit so gut auskennen, dass man vor eventuellen Überraschungen gefeit ist.

Der optimale Beobachtungsort und die Beherrschung des Beobachtungs-Instrumentariums bei Dunkelheit lassen sich planen beziehungsweise einüben. Auch Kleidung, die am Teleskop vor Kälte und Tau schützt, sollte auf der Planungsagenda stehen. Selbst Wetter und Beobachtungsbedingungen vor Ort (Störlicht, Transparenz und Seeing) lassen sich dergestalt einplanen, dass es zumindest meistens gelingt, jene potenziellen Beobachtungsnächte schon im Vorfeld herauszufiltern, die sich lohnen.

Wetter und Wettervorhersage: Vermutlich jeder Hobbyastronom hat das schon erlebt: Man ist am Beobachtungsort fern der Stadt angelangt – und das Wetter schlägt um. Plötzlich ziehen Wolken oder gar dichter Nebel auf. Vielleicht auch geben Transparenz und Seeing (siehe unten) weniger her als erwartet, weil die obere Troposphäre stark durchfeuchtet ist, und man hat das zu spät realisiert. Der Deep-Sky-Beobachter ist auf besonders exakte Wetterbeschreibung und Wettervorhersage angewiesen, weil sich seine subtilen Beobachtungsziele ansonsten im Dunst hoher Wolken verlieren.

Grundlage zur eigenen Wettervorhersage ist es, sich im Internet aktuelle Wettersatelliten-Bilder und natürlich Seiten zum Regenradar anzusehen. Weil es nun aber schwer möglich ist, die Wetterverhältnisse auf lokaler Ebene allein mit den Wettervorhersagen diverser Wetterdienste möglichst präzise vorherzusagen, sollte ein Amateurastronom einige Grundlagen eigener Wetterbeobachtung beherrschen, um die atmosphärischen Bedingungen – und Entwicklungen über den Zeitraum einer Beobachtungsnacht – selbst einschätzen zu können. Neben dem Blick zum Himmel helfen drei Instrumente (Thermometer, Barometer und Hygrometer), um Entwicklungen von Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte im Blick zu halten. In diesem Blogpost „Wetterregeln für Hobbyastronomen“ beschreibe ich einige Regeln, mit deren Hilfe es recht gut möglich ist, sich vor allzu großen Wetterüberraschungen zu schützen.

Transparenz und Seeing: Transparenz ist die Klarheit beziehungsweise Durchsicht der Troposphäre. Wasserdampf und Staub beeinflussen die Sicht – und bedingen die Transparenz. Der Begriff Seeing bezeichnet die Turbulenz der unteren Erdatmosphäre und subsumiert die drei Effekte Szintillation, Bildbewegung und Bildunschärfe, die sich beim Blick durch ein Teleskop störend auf die Abbildung von Himmelsobjekten bemerkbar machen. Mit bloßem Auge flimmern Sterne. Im Okular zeigt sich im vergrößerten Abbild ein waberndes und unscharfes Abbild. Die Ursache hierfür liegt in Ausgleichströmungen durch stetige Temperatur- und Druckdifferenzen in der Troposphäre, in der sich das Wettergeschehen abspielt. Felicitas Mokler beschreibt in ihrem „Der Sternenhimmel im Dezember 2019“ physikalische Hintergründe des „Sternenfunkelns“.

Je dunkler der Sternenhimmel und je besser Transparenz und Seeing sind, desto höher die Grenzgröße der Himmelsobjekte, die eben noch beobachtet werden können – und desto höher die Qualität der Deep-Sky-Beobachtungen. Leider sind solche „Jahrhundertnächte“, in denen einfach alles stimmt, sehr selten. Aber nahezu jeder Amateurastronom weiß von solchen Nächten zu berichten, für die sich dieses Hobby mit all seinem Aufwand lohnt!

Zur Abschätzung der Himmelsqualität haben sich die Bortle-Skala (Lichtverschmutzung und Transparenz) und die Antoniadi-Skala (Seeing) bewährt. Die Abschätzung der Grenzgröße (siehe unten) wird dabei mit bloßem Auge anhand der Sterne im Sternbild Ursa minor vorgenommen.

Die Tabelle zeigt die Bortle-Bewertung der Lichtverschmutzung. Die Klassen 1 und 2 sucht man in Mitteleuropa heute leider vergeblich
Tabelle 1: Skala zur Bewertung der Lichtverschmutzung und Transparenz nach John E. Bortle (2000 eingeführt; die Klassen 1 und 2 sucht man in Mitteleuropa heute leider vergeblich)

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Diese Tabelle zeigt die Skala zur Bewertung des Seeings nach Eugène Michel Antoniadi.
Tabelle 2: Skala zur Bewertung des Seeings nach Eugène Michel Antoniadi (1870–1944)

Deep-Sky-Fenster: Die konkrete Planung des Beobachtungsprogramms beginnt am Schreibtisch und erfolgt in mehreren Stufen. Zunächst ermittelt man das so genannte „Deep-Sky-Fenster“. Das sind jene Nächte beziehungsweise nächtlichen Zeitphasen, die sich für die Beobachtung von Deep-Sky-Objekten eignen, weil weder Sonne noch Mond den Sternenhimmel erhellen. Die Sonne muss bereits weit genug hinter dem Horizont verschwunden sein, und das Licht des Erdtrabanten darf noch nicht beziehungsweise nicht mehr zu hell sein.

Für die Beobachtung besonders lichtschwacher Deep-Sky-Objekte eignen sich daher nur jene Phasen einer Nacht, in denen sich die Sonne möglichst tief unter dem Horizont befindet. Wenn man nicht fotografieren, sondern visuell beobachten will, finden sich ausreichend gute Bedingungen vor, sobald sich unser Zentralgestirn 12° oder tiefer unter dem Horizont (nautische Dämmerung) steht. Sobald die Sonne 18° unter dem Horizont ist (astronomische Dämmerung), wäre der Nachthimmel ohne Aufhellung durch künstliche Lichtquellen theoretisch tief schwarz. Nun sind die Bedingungen auch für Astrofotografen optimal. Das Licht des Mondes „stört“ Deep-Sky-Beobachtungen, sobald er älter als drei Tage ist beziehungsweise bis drei Tage vor Neumond. Viele Deep-Sky-Objekte werden im Himmelsgrau dann selbst in Himmelsregionen fernab des Erdtrabanten unsichtbar.

Die für Deep-Sky-Beobachtungen geeigneten Nächte kann man im Vorfeld anhand astronomischer Jahrbücher, Planetariumssoftware oder natürlich diverser Websites herausfiltern. Ein Jahrbuch, welches das Deep-Sky-Fenster besonders anschaulich darstellt, ist „Der Sternenhimmel“ von Hans Roth, Kosmos-Verlag. Ein Balken am Rand des tageweisen Kalendariums zeigt die optimalen Beobachtungszeiten sehr präzise, indem sich neben den Mondphasen die nächtlichen Mondaufgangs- beziehungsweise Monduntergangszeiten finden.

Beobachtungsprogramm – Vorbereitung: Da Sie es bei der Beobachtung von Deep-Sky-Objekten mit lichtschwachen und zumeist wenig augenfälligen Kandidaten zu tun haben, sollte man nicht erst am Beobachtungsort überlegen, welche konkreten Himmelsobjekte angesteuert werden. Jeder Hobby-Astronom, der schon einmal unvorbereitet am Teleskop saß, kennt das: Meistens sucht man dann nur jene Objekte auf, die man eh schon kennt. Mit Hilfe einer drehbaren Sternenkarte, Sternatlanten, Planetariums-Software und eigenem Entdeckungsdrang lassen sich Schlechtwetter- oder Vollmondphasen bestens dafür nutzen, eigene Beobachtungsprogramme für verschiedene Jahreszeiten zusammen zu stellen. Mit der Zeit entwickelt man auf diese Weise passable Sterntouren.

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Einschub: Planung und Vorbereitung von Beobachtungsnächten

Ich gehe bei der Vorbereitung und Planung meiner Beobachtungsnächte auf folgende Weise vor:

Schritt 1 Im ersten Schritt nehme ich das Deep-Sky-Fenster in den Fokus und filtere die für die Beobachtung lichtschwacher Himmelsobjekte brauchbaren Nächte – und Nachtzeiten – heraus.

Schritt 2 Im zweiten Schritt verschaffe ich mir mit einer drehbaren Sternenkarte einen groben Überblick über das Himmelsareal, das zu einer bestimmten Zeit sichtbar und – nach Ende der nautischen Dämmerung – zu beobachten ist. Das Beobachtungsprogramm sollte Himmelsobjekte in den Fokus nehmen, die im Laufe einer Nacht die größte Sichtbarkeit haben: Also in Zenitnähe oder möglichst weit über dem Horizont.

Schritt 3 Nun schaue ich in Sternatlanten nach, welche Deep-Sky-Objekte sich in jenen Himmelsgefilden tummeln, die zur Beobachtung infrage kommen. Am besten geht man auch hier den Weg vom Großen zum Kleinen, also von kleinmaßstäbigen Übersichtskarten (z.B. Erich Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter oder Oculum: Deep-Sky-Reiseatlas) zu großmaßstäbigen Detailkarten (Uranometria). Auch Planetariums-Software eignet sich hierfür bestens. Einzelne Himmelskarten können – mit um einzelne Himmelsobjekte eingezeichneten Zielkreisen – ausgedruckt werden. Ich persönlich ziehe zur Planung jedoch jene Sternkartenwerke vor, die ich auch im Feld benutze – zusammen mit Zielkreisschablonen, die mir den direkten Zugang zum Peilsucher bieten, zumal ich am Teleskop so spontaner sein kann.

Schritt 4 In einem weiteren Schritt vertiefe ich mein Wissen über die Liste an Deep-Sky-Objekten, die zur Beobachtung infrage kommen. Dazu dienen mir Kataloge und eine Reihe sehr guter Beobachtungsführer. Im Literaturverzeichnis finden sich mehrere Empfehlungen. Ich notiere mir Angaben zu Beschreibungen und Helligkeit, Gestalt, Entfernung etc., und stets auch Hintergrundinformationen, die über die zur reinen Beobachtung notwendigen Aspekte hinausgehen.

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Ein Beobachtungsplan ist hilfreich, weil er den bewussten und genauen Blick schärft. Zum einen darf ein solcher Plan gerne mehr Himmelsobjekte enthalten als in einer Nacht angesteuert werden können. Zum anderen darf sich ein solcher Plan natürlich nicht zum Korsett wandeln; fast in jeder Beobachtungsnacht nehme ich auch Objekte spontan in den Fokus oder gehe auf Entdeckungsjagd mit meinem Teleskop. Ich tauche dann ab in die Milchstraße oder andere Himmelsareale, in denen sich Deep-Sky-Objekte tummeln, solche, die ich bereits kenne – oder noch nicht. Diese umgekehrte Vorgehensweise – quasi „Starhopping retour“ – erweitert den persönlichen Horizont, indem ich dann auf der Sternkarte identifiziere, was ich im Okular sehe. Das macht Spaß, so auf den Spuren Charles Messiers oder Wilhelm Herschels zu wandeln, und nebenher vertieft diese Methode die Kenntnis über den Sternenhimmel ungemein.

Sternatlanten: Sinnvoll ist die Nutzung mehrerer Sternatlanten mit unterschiedlichen Maßstäben. Kleinmaßstäbige Übersichtskarten (z.B. Erich Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter oder Oculum: Deep-Sky-Reiseatlas) zeigen die meisten Sternbilder so wie sie am Sternenhimmel zu sehen sind. Mit ihrer Grenzgröße blenden sie ein „Zuviel“ an Sternen und Himmelsobjekten aus, so dass sie den Sternenhimmel annähernd so zeigen, wie er auch unter eher lichtverschmutzten Verhältnissen sichtbar ist.

Großmaßstäbige Detailkarten (Uranometria) sind dort einzusetzen, wo man unter tiefschwarzem Sternenhimmel und/oder mit Teleskopen größerer Öffnung beobachtet. Atlanten wie der Uranometria zeigen Sterne bis zu einer Größenklasse von 9.75 mag und erlauben so auch das Auffinden sehr lichtschwacher Himmelsobjekte, eine große Teleskopöffnung vorausgesetzt.

Im Bild der großmaßstäbige Sternatlas Uranometria.
Der großmaßstäbige Sternatlas Uranometria zeigt Sterne bis zur Größenklasse 9.75 mag und bietet selbst für die Beobachtung mit einem riesigen 20-Zoll-Teleskop ausreichenden Detailreichtum. Hier im Bild ein Ausschnitt des Wintersternbildes Orion – mit Zielkreisschablone.
Das Bild zeigt einen Ausschnitt derselben Himmelsregion im mittelmaßstäbigen Sky Atlas 2000.0 Deluxe.
Im Bild ein Ausschnitt derselben Himmelsregion im mittelmaßstäbigen Sky Atlas 2000.0 Deluxe.
Im Bild der kleinmaßstäbige Sternenatlas „Karkoschka“.
Hier ein Foto mit Zielkreisschablonen vom „Karkoschka“, dem kleinmaßstäbigsten und handlichsten der drei hier gezeigten Himmelsatlanten. Gezeigt ist derselbe Himmelsausschnitt. Alle drei Atlanten finden sich im kommentierten Literaturverzeichnis im Anhang dieses Artikels.

Zielkreisschablonen zum Download finden sich im Anhang.

Mit einer Planetariumssoftware erstellte Sternkarten haben gegenüber Sternatlanten mehrere Vorteile: Man kann sich genau jene Himmelsareale aussuchen, welche die angepeilten Beobachtungsziele zeigen. Manche Software erlaubt es, die Orientierung selbst erstellter Himmelskarten genau so vorzunehmen, dass sie dem Anblick im Okular entspricht, beispielsweise im Newton-Reflektor auf dem Kopf stehend und gespiegelt, oder im Refraktor mit Zenitprisma spiegelverkehrt, aber aufrecht.

Instrumentarium im Feld: Neben dem Teleskop benötigt man am Beobachtungsort einige Helferlein. Um bei möglichst entspannter Haltung ins Okular seines kleinen bis mittelgroßen Fernrohrs blicken zu können, ist ein Beobachtungsstuhl nötig, bei dem die Sitzhöhe auch bei Dunkelheit und mit möglichst wenigen Handgriffen veränderbar ist. Die meisten Amateurastronomen experimentieren hier gerne mit Eigenbauten, und die Erfahrung zeigt, dass es eine Weile dauern kann, bis man die für das eigene Teleskop optimale Sitzgelegenheit gefunden hat. Meine erste Eigenkonstruktion beispielsweise bot viele Möglichkeiten, sich die Finger zu klemmen – sehr ungünstig für eine unbeschwerte Beobachtungsnacht. Inzwischen nutze ich einen leicht transportablen, für jeden Untergrund geeigneten, stabilen und bequemen Beobachtungsstuhl mit einem Ledersitz (günstig für taureiche Nächte), der sich „blind“ an unterschiedliche Einblickpositionen meines 10-Zoll-Dobsons anpassen lässt. Es lohnt sich auch bei solcherlei Zubehör, das einem zunächst als nicht so wichtig erscheinen mag, nicht zu sparen.

Daneben benötigt man einen Tisch für die Nutzung von Sternkarten und Rotlichtlampe, der zum einen leicht transportabel sein sollte, eventuell in der Höhe verstellbar – und stabil genug, um Wind zu trotzen. Ich persönlich benutze einen einfachen Campingtisch aus Kunststoff, der den Luxus zweier unterschiedlicher Höheneinstellungen bietet. Um Sternkarten in windigen Nächten vor dem Davonfliegen zu schützen, sollte man eine Möglichkeit zur Fixierung einplanen. Meine Okulare und Filter habe ich griffbereit in einem Koffer (in dem der Inhalt vor Feuchte geschützt ist) und direkt am Dobson in einer an der Montierung befestigten Okularablage. Auch bei solcherlei Kleinigkeiten ist es meist mit einfachen Mitteln und handwerklichem Einsatz möglich, Gegebenheiten zu optimieren und den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Optimal ist man im Feld ausgestattet, wenn verschiedene Lampen zur Hand sind: Eine Stirnlampe mit wahlweise weißem oder rotem Licht zum Auf- beziehungsweise Abbau, und eine Rot-Lampe für Campingtisch und Sternkarten, die ich meist griffbereit in einer Jackentasche habe. Für Zeichnungen und Dokumentation meiner Beobachtungen nutze ich ein Klemmbrett mit einer angeklemmten Rotlichtlampe. Wichtig: Für die meisten Tätigkeiten am Beobachtungsort ist gar kein weißes Licht nötig, das die Dunkeladaption der Augen stört beziehungsweise zunichtemacht. Mit etwas Übung gelingt selbst der Aufbau eines – im Aufbau durchaus anspruchsvollen – Reise-Dobsons in der Dämmerung beziehungsweise bei Dunkelheit. Gefragt ist lediglich strukturiertes Vorgehen.

Notwendig für eine erfolgreiche Beobachtungsnacht sind passende Kleidung und Schuhwerk, damit eventuelle Kälte oder Wind einem auch über längere Zeiträume nichts anhaben können. Beim konzentrierten Beobachten vergeht die Zeit mitunter recht schnell und selbst im Sommer entpuppt sich zu dünne Kleidung am Teleskop als echte Spaßbremse.

Das Bild zeigt ein Teleskop und ein Beobachtungsstuhl mit höhenverstellbarem Sitz. Daneben ein Ablagetisch für Sternkarten, Zeichenbrett, Rotlicht und Fernglas. Ein paar Okulare befinden sich griffbereit in der Ablage an der Rockerbox des Teleskops.
Es sind nicht viele Dinge, die für eigene Ausflüge ins All notwendig sind: Ein Teleskop und ein Beobachtungsstuhl mit höhenverstellbarem Sitz. Ein Ablagetisch für Sternkarten, Zeichenbrett, Rotlicht und Fernglas. Ein paar Okulare sind griffbereit in der Ablage an der Rockerbox.

Checkliste: Wer schon oft zum Sternegucken ins Feld gezogen ist, wird den Sinngehalt von Murphy´s Law kennen: Kaum am Beobachtungsort angekommen, stellt man mitunter fest, es fehlt irgendetwas. Und schade, wenn es sich bei diesem fehlenden Teil dann um ein so bedeutendes Kettenglied handelt, dass die gesamte Beobachtung leidet oder gar nicht möglich ist. So bemerkte ich einmal – schon viele Kilometer von daheim entfernt – meinen Beobachtungsstuhl nicht im Auto zu haben. Es mag banal klingen, aber ein simpler Trick hilft, Beobachtungsnächte effektiv auszunutzen: Eine Checkliste, mit der man sich einmal die Mühe macht, alles Notwendige für die eigene Beobachtungsnacht zu notieren.

Dunkeladaption und Aufbau am Beobachtungsort: Sobald ich am Beobachtungsort angekommen bin, nutze ich die Zeit, die meine Augen zur Dunkeladaption benötigen, ganz bewusst: Als erstes baue ich – bereits ohne jedes weiße Licht – mein Dobson-Teleskop einige Meter entfernt vom PKW auf, damit sich Haupt- und Fangspiegel an die Umgebungstemperatur angleichen können (sinnvoll ist es, den Tubs- bzw. Objektivdeckel abzunehmen). Übrigens habe ich im Innenraum meines PKW sämtliche Lampen deaktiviert, die beim Öffnen von Türen oder Kofferraumhaube zu leuchten beginnen würden. Erst wenn das Teleskop steht, baue ich alles Weitere auf, das mir beim Sternegucken dient: Einen Beobachtungsstuhl, einen Campingtisch, Sternkarten, Beobachtungsplan, Rotlichter, Okularkoffer etc. Zum Teleskopaufbau während der Abkühlphase gehören Montage und Justage von Sucherfernrohr oder/und Peil-Sucher. Dafür bietet sich ein heller Stern oder ein Planet an.

Lokales Seeing: Schon der Beobachter selbst nimmt Einfluss auf die Qualität des Abbildes, das sein Teleskop produziert. Beobachten Sie nicht alleine, sondern mit mehreren Beobachtern an einem Teleskop, sollten sich Wartende in ausreichendem Abstand zum Teleskop aufhalten. Durch die Wärmeabstrahlung der Sterngucker kann das Bild des Teleskops ansonsten unschön gestört werden. Häufig ist der Tipp zu lesen, die Motorhaube eines PKW sei gut als Ablagefläche für Sternkarten etc. zu nutzen. Ich sehe dies kritisch, weil es sich beim warmen Motorraum um einen potentiellen Störfaktor am Teleskop handelt, den man mit nur wenigen zusätzlichen Schritten gut meiden kann. Auch nach längerer Standzeit strahlt ein Motor Wärme ab, die das lokale Seeing ähnlich negativ beeinflussen kann wie es bei umherstehenden Beobachtern am Teleskop der Fall ist. Deshalb platziere ich PKW und Teleskop am Beobachtungsort stets so, dass sich in meiner Hauptbeobachtungsrichtung (Osten) keine Störfaktoren zwischen meinem Teleskop und dem Sternenhimmel befinden.

Immer habe ich bei meinen Ausflügen ins Universum auch ein Fernglas dabei, das ich freihändig nutzen kann (entweder ein 7 × 50, das aber nur an sehr dunklen Standorten Sinn ergibt, oder ein 10 × 50, dessen Austrittspupille von 5 Millimetern schneller nutzbar ist, und das sich ebenfalls freihändig noch gewinnbringend einsetzen lässt). Zum ersten Erkunden des Sternenhimmels oder zum Beobachten großflächiger Himmelsobjekte wie etwa den Hyaden ist ein Fernglas ein wunderbarer Einstieg in eine Beobachtungsnacht. Das aufrechte Bild und das große Gesichtsfeld eines handlichen Fernglases ermöglichen einen direkten Zugang zum Universum eigener Himmelsbeobachtungen. Beidäugiges Sehen ist mit keinem anderen Instrumentarium so komfortabel möglich wie mit einem Fernglas. An seine Grenzen freilich stößt man mit einem Fernglas schnell bei all jenen Himmelsobjekten, die eine gewisse Vergrößerung voraussetzen. Die Saturnringe beispielsweise zeigen sich erst ab einer Vergrößerung von etwa einem Faktor 30, und planetarische Nebel etwa bleiben im Fernglas maximal kleine, verwaschene Scheibchen. Auch wenn ein Teleskop durch seine größere Öffnung mehr Licht sammelt als ein Fernglas, so liegt der entscheidende Unterschied zwischen Fernglas und Teleskop in der Möglichkeit, am Fernrohr durch den Einsatz verschiedener Okulare mit der Austrittspupille und der Vergrößerung spielen zu können. Manchem Deep-Sky-Objekt lassen sich durch diese Variation des Objekt-Kontrastes zum Himmelshintergrund Details entlocken, die mit einem Fernglas unsichtbar bleiben.

Grenzgrößenbestimmung: Die Auskühlphase des Teleskops lässt sich gut nutzen, um mit bloßen Augen die visuelle Grenzgröße – und damit die Qualität des Nachthimmels – abzuschätzen. Das Sternbild Ursa minor (Kleiner Bär) mit dem hellsten Stern Polaris bietet sich deshalb an, weil hier Sterne zu sehen sind, deren Helligkeiten zum einen dicht beieinander liegen, und deren Helligkeiten zum anderen auf der Wahrnehmungsgrenze zwischen „sehen“ und „nicht sehen“ liegen. Allerdings schätzen selbst erfahrene Beobachter die Grenzgröße sehr subjektiv und differierend ein. Besser vergleichbare Werte liefern Geräte zur Bestimmung der Flächenhelligkeit des Himmelshintergrunds („Sky Quality Meter“). Aber auch im Verbund eigener Grenzgrößenbestimmung mit der Bortle-Skala (Transparenz) und der Antoniadi-Skala (Seeing) sind ansatzweise vergleichbare Angaben möglich.

Das Bild zeigt das Sternbild Ursa minor mit Helligkeitsangaben. Dieses Sternbild eignet sich deshalb so gut zur visuellen Grenzgrößenbestimmung, da hier die Helligkeiten solcher Sterne dicht beieinander liegen, die auf der Wahrnehmungsgrenze zwischen „sehen“ und „nicht sehen“ liegen.
Das Sternbild Ursa minor eignet sich deshalb so gut zur visuellen Grenzgrößenbestimmung, da hier die Helligkeiten solcher Sterne dicht beieinander liegen, die auf der Wahrnehmungsgrenze zwischen „sehen“ und „nicht sehen“ liegen.

Wie es gelingt, Himmelsobjekte – mit der Methode des Starhopping – aufzufinden, vertiefe ich in der dritten Folge dieser Serie zur visuellen Deep-Sky-Beobachtung.

Bitte beachten Sie den Hinweis auf unseren kostenfreien Newsletter „Weltraumreport“ nach dem Anhang.

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Anhang 1: Literaturtipps:

In dieser Übersicht empfehle ich Literatur zur eigenen Wetterbeobachtung sowie Sternatlanten unterschiedlicher Maßstäbe und zum Thema der Lichtverschmutzung, die zum Glück mehr und mehr ins öffentliche Bewusstsein gelangt.

Wetterbeobachtung

  • Hans Häckel: Meteorologie, UTB, Stuttgart, 8. Auflage, 2016. Eine hervorragende Einführung in die physikalischen Grundlagen der Wetterkunde.
  • Hans Häckel: Wolken und andere Phänomene am Himmel. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 3. Auflage, 2018. Ein Wolkenatlas, der gutes Bildmaterial zur eigenen Wolken-Bestimmung bietet.
  • Günter D. Roth: Die BLV Wetterkunde. BLV, München, 2017. Eine Wetterkunde, die ausreichend Rüstzeug für eigene lokale Wettervorhersagen bietet. Auch der Vorgänger dieser Ausgabe, die „Wetterkunde für alle“, ist empfehlenswert, und antiquarisch häufig zu finden.

Sternatlanten

  • Drehbare Himmelskarte, Kosmos Verlag, Stuttgart, oder Oculum-Verlag, Erlangen. Die Luxusklasse: Drehbare Sternkarten im Maxiformat von 70, 100 oder 140 cm Durchmesser, die sich auch für didaktische Zwecke eignen, bieten die „Füssener Sternfreunde“ an. Eine drehbare Himmelskarte ist Grundlage zur Planung eigener Beobachtungsnächte. Erhältliche Karten unterscheiden sich in Größe und Detailfülle.
  • Klaus M. Schittenhelm: Sterne finden, ganz einfach, Kosmos-Verlag, Stuttgart, 4. Auflage 2016. Die genaue Kenntnis des Sternenhimmels ist unbedingte Grundlage für Deep-Sky-Beobachtungen. Diese anschauliche Einführung bietet ganz frischen Sternguckern eine gute Basis, sich mit den Sternbildern und den markantesten Himmelsobjekten vertraut zu machen.
  • Erich Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter, Kosmos Verlag, Stuttgart, 6. Auflage, 2016. 50 Karten des Nord- und Südsternhimmels mit Angaben zu 250 Deep-Sky-Objekten im reisetauglichen DIN-A-5-Format. Ein Buch, das ich stets ganz obenan habe.
  • Erich Karkoschka: Sterne finden am Südhimmel – Orientierung und Beobachtung vom Mittelmeer bis zur Südhalbkugel, Kosmos Verlag, Stuttgart, 1. Auflage, 2019. Wer erstmals den Südsternhimmel sieht, sieht erstmal: Sterne. Eine gute Orientierungshilfe ist dieser Sternführer, der bereits für Mittelmeerreisende oder Besucher der Kanaren eine wertvolle Hilfe bietet.
  • Michael Feiler, Philipp Noack: Deep Sky Reiseatlas – Sternhaufen, Nebel und Galaxien schnell und sicher finden, Oculum-Verlag, Erlangen, 4. Auflage, 2014. Ein mittelmaßstäbiger Himmelsatlas auf laminiertem Papier mit eingezeichneten Zielkreisen, der sich für Himmelstouren ab Feldstecher bzw. Teleskop mit kleiner Öffnung eignet.
  • James Mullarney, Wil Tirion: The Cambridge Double Star Atlas, Cambridge University Press, 2009. Einer der ästhetisch herausragenden Himmelsatlanten der letzten Jahre, der sich – anders als der Titel verheißt – auch als Allroundwerk für Himmelsbeobachter mit Teleskopen mittlerer Öffnung eignet.
  • Ronald Stoyan, Stephan Schurig: interstellarum Deep-Sky-Atlas. Oculum-Verlag, Erlangen, 2013. Neu an diesem Kartenwerk – von dem neben einer gebundenen auch eine laminierte Version erhältlich ist – ist die Darstellung der Deep-Sky-Objekte: Das differenzierte Kartenbild erlaubt Rückschlüsse auf die tatsächliche Sichtbarkeit.
  • Wil Tirion: Cambridge Sky Atlas 2000.0. Die kleine Variante des Sky Atlas 2000.0 Deluxe, der sich – wie auch der „The Cambridge Double Star Atlas“ – für Beobachtungen mit Teleskopen mittlerer Öffnung eignet, und bereits sämtliche Messier-Objekte enthält.
  • Wil Tirion: Sky Atlas 2000.0 Deluxe. Ein Atlas, der Sterne bis zu einer Grenzgröße von 8.5 zeigt, und 2700 Deep-Sky-Objekte. Dieses durch seine großen Kartenblätter sehr übersichtliche Werk ist auch als laminierte Variante erhältlich.
  • Wil Tirion et al.: Uranometria 2000.0, All Sky Edition. Der großmaßstäbigste Sternatlas in der hier vorgestellten Reihe, der selbst für Himmelsausflüge mit einem 20-Zöller ausreichenden Detailreichtum bietet. Die Grenzgröße der dargestellten (280.035!) Sterne beträgt 9.75 mag; die Anzahl der Deep-Sky-Objekte 60.271. Die Stern-Grenzgröße von 26 Detailkarten beträgt 11 mag. Ein Mega-Opus, ein Füllhorn!

Lichtverschmutzung

  • Paul Bogard: Die Nacht – Reise in eine verschwindende Welt. Karl Blessing Verlag, München, 2014. Ein mitreißend geschriebenes Plädoyer für den Schutz der Nacht.
  • Annette Krop-Benesch: Licht aus?! – Lichtverschmutzung. Die unterschätzte Gefahr. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, 2019. Im Reigen der vier an dieser Stelle genannten Bücher ist dies das aktuellste. In knapper und gut lesbarer Form präsentiert die Biologin Annette Krop-Benesch Probleme, die Mensch, Fauna und Flora durch Lichtverschmutzung haben – und skizziert Lösungswege. Ein Werk, das zur Pflichtlektüre kommunaler Entscheidungsträger zählen sollte.
  • Thomas Posch, Franz Hölker, Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann: Das Ende der Nacht – Die globale Lichtverschmutzung und ihre Folgen. Wiley-VCH-Verlag, Weinheim, 2. Auflage 2013. Eine gute und umfassende Einführung in diese Variante der Umweltzerstörung. Neben den negativen Folgen künstlichen Lichts für Himmelsbeobachter stehen auch ebensolche auf Flora, Fauna – und Mensch im Fokus.
  • Bernd Pröschold: Reiseziel Sternenhimmel – Die dunkelsten Beobachtungsplätze in Deutschland und Europa. Der Astrofotograf Bernd Pröschold beschreibt beispielhaft Orte mit relativ guten Beobachtungsbedingungen. Auf die Notwendigkeit zur Bewahrung der Nacht – dazu trägt dieses reich und wertvoll bebilderte Buch hoffentlich bei. Ein Artikel über dieses Buch, das mehr ist als ein Bildband findet sich hier, bei den Weltraumreportern.

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Anhang 2: Zielkreisschablonen zum Download

DOWNLOAD Zielkreisschablonen (als PDF-Datei)

Zielkreis-Schablonen finden sich in dieser PDF-Datei für folgende zwölf Kartenwerke.

  • Roger W. Sinnott et al.: Millennium Star Atlas (1° ≙ 36,0 mm)
  • José R. Torres: TriAtlas 2nd (1° ≙ 24,0 mm)
  • Wil Tirion et al.: Uranometria 2000.0 2nd (1° ≙ 18,7 mm)
  • Ronald Stoyan, Stephan Schurig: interstellarum Deep Sky Atlas (1° ≙ 15,0 mm)
  • Toshimi Taki: Takis 8.5 Magnitude Star Atlas (1° ≙ 8,4 mm)
  • Gerhard Stropek: Deep Sky Beobachteratlas (1° ≙ 8,3 mm)
  • Wil Tirion: Sky Atlas 2000.0 Deluxe 2nd (1° ≙ 7,5 mm)
  • James Mullaney, Wil Tirion: The Cambridge Double Star Atlas (1° ≙ 5,8 mm)
  • Michael Feiler, Philip Noack: Deep Sky Reiseatlas (1° ≙ 5,0 mm)
  • Wil Tirion: The Cambridge Star Atlas (1° ≙ 4,0 mm)
  • Toshimi Taki: Takis 6.5 Magnitude Star Atlas (1° ≙ 3,0 mm)
  • Erich Karkoschka: Atlas für Himmelsbeobachter (1° ≙ 2,5 mm), Ausschnittkarten (1° ≙ 10,0 mm)

Die PDF-Datei kann man sich direkt auf transparente Folie ausdrucken (lassen). Um den Maßstab zu erhalten, darauf achten, dass der Druck nicht verkleinert wird (die Standardeinstellung kann beim Acrobat Reader 90 % betragen). Das Seitenformat ist DIN-A-4, mit einer Ausnahme: für Karkoschka sind die beiden Seiten so angelegt, dass die Folien auf DIN-A-5 beschnitten werden können, damit sie ins Buch passen (auch in die jüngste Auflage 2019). Für jeden Sternatlas findet sich eine Seite; für Karkoschka zwei Seiten – jeweils eine für die beiden verwendeten Maßstäbe.

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Die Folgen der Serie „Deep-Sky-Objekte mit den eigenen Augen erkunden“

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Es handelt sich bei diesem Text zur visuellen Deep-Sky-Beobachtung um den zweiten Teil einer überarbeiteten und erweiterten Version einer ursprünglich für die Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ verfassten Artikelserie.

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Stefan Oldenburg

Stefan Oldenburg

Stefan Oldenburg ist Wissenschaftsjournalist, Fotograf und Amateurastronom und schrieb für die Weltraumreporter vom 1.1.2018 bis 30.10.2021.


Die Weltraumreporter

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Vormerken: Wir wollen mit Ihnen reden! Unser nächster Online-Stammtisch findet im Dezember zum Thema James Webb Space Telescope statt. Termin und Online-Link werden hier zeitnah bekannt gegeben.

Es grüßen Sie Ihre Korrespondenten aus dem All: Felicitas Mokler, Franziska Konitzer, Yvonne Maier und Karl Urban

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Stefan Oldenburg

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