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Chefin des Weltbiodiversitätsrats: „Es geht nicht um Luxusfragen, es geht um Existenzfragen“

Die Biologin Anne Larigauderie sieht Deutschland in der Verantwortung, bei internationalen Verhandlungen Druck zu machen

16.09.2020
10 Minuten
Es handelt sich um ein Luftbild, das auf der linken Seite intakten tropischen Regenwald und auf der rechten Seite eine leere Fläche mit Baggern und Lastwagen zeigt. Dargestellt wird Waldzerstörung in Malaysia, um Platz für Ölpalmenplantagen zu schaffen.

2021 wollen die Staaten der Erde beschliessen, ob sie bis 2030 gemeinsame Ziele für den Naturschutz verfolgen und wie sie diese erreichen können. In der vergangenen Dekade sind ähnliche Bemühungen weitgehend gescheitert. Wird sich das nun ändern?

Die französische Biologin Anne Larigauderie widmet ihr Leben dem Schutz der Biodiversität – zuerst als Forscherin und nun als Generalsekretärin des Weltbiodiversitätsrats IPBES, einer zwischenstaatlichen Organisation unter dem Dach der UN-Umweltbehörde. Der Rat soll in den entscheidenden Monaten für die Lebensvielfalt auf der Erde die Stimme der Wissenschaft sein.

***

Frau Larigauderie, Sie leiten den Weltbiodiversitätsrat, der wissenschaftliche Empfehlungen für den Schutz der biologischen Vielfalt gibt. Doch viele Menschen wissen gar nicht, was Biodiversität ist. Einer Umfrage des Bundesamts für Naturschutz zufolge konnte mehr als die Hälfte der Deutschen mit dem Begriff „biologische Vielfalt“ wenig bis gar nichts anfangen.

Larigauderie: Ich habe das auch gelesen, kann es mir aber irgendwie gar nicht vorstellen, denn die Deutschen sind doch sehr umweltbewusst und wissen doch eigentlich gut Bescheid. Vielleicht ist es nur eine Frage des Begriffs? In meinem Heimatland Frankreich ist Biodiversität inzwischen ein regelrechtes Modewort. Früher habe ich diesen Begriff kaum verwendet, wenn ich über meine Arbeit gesprochen habe. Neulich beim Friseur ist er mir aber rausgerutscht und die Reaktion war: „Biodiversität? Das ist so cool.“ Ich glaube da tut sich was.

Wie würden Sie jemanden erklären, was Biodiversität ist, der nichts mit dem Begriff anzufangen weiß?

Larigauderie: Biodiversität ist der Reichtum des Lebens auf der Erde, vom Kleinsten, wie einem Virus oder dem Erbgut einer Pflanze, über zur großen Vielfalt der Arten bis hin zu ganzen Ökosystemen, die so unterschiedlich sein können wie arktische Tundra und tropische Regenwälder. Dieser Reichtum des Lebens ist auch die Grundlage unserer Existenz, unserer Nahrung, unseres Wassers, vieler Medikamente und anderer Dinge, die wichtig und bedeutend für unseren Alltag sind.

Die Wissenschaftler des Weltbiodiversitätsrats warnen davor, dass im 21. Jahrhundert jede achte Art aussterben könnte und die Korallenriffe abzusterben drohen. Doch noch immer ist der Schutz der Lebensvielfalt nur ein Randthema der Politik. Warum?

Larigauderie: Beim Schutz der Lebensvielfalt geht es nicht nur um seltene Arten, es geht auch nicht nur darum, Praktiken in der Landwirtschaft zu verändern oder die Umwelt weniger zu verschmutzen. Die Wurzel dafür, dass wir den Reichtum der Natur zerstören, ohne dass dies tagtäglich Schlagzeilen macht, liegt viel tiefer – in unseren Werten, unserem Verhalten und unserer grundsätzlichen Beziehung zur Natur. Daran müssen wir jetzt auf dem Weg zu der großen UN-Konferenz 2021, bei der die Staaten der Erde neue Ziele für den Schutz der Lebensvielfalt bis 2030 beschließen sollen, arbeiten.

„Hunderte Milliarden Dollar“ für Naturzerstörung

Über Klimaschutz spricht die Welt, über Naturschutz dagegen nicht. Warum gelingt es nicht, für das Artensterben die gleiche Aufmerksamkeit zu erreichen wie für den Klimawandel?

Dargestellt ist Anne Larigauderie mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck. Sie hat die Hände vor dem Gesicht zusammengefaltet und blickt in die Ferne.
Die Stimme der Wissenschaft: Die Biologin Anne Larigauderie hat in ihrer wissenschaftlichen Laufbahn untersucht, wie Pflanzen auf Umweltstress und eine erhöhte Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre reagieren. Seit vielen Jahren ist sie damit beschäftigt, weltweite Forschungsanstrengungen zur Biodiversität zu stärken.
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Larigauderie: Das würde ich so nicht ausdrücken. Unsere Warnung im letzten Jahr, dass eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind, hat die Herzen vieler Menschen weltweit erreicht. Auch das Erstarken von Bewegungen wie Extinction Rebellion ist ein Zeichen dafür, dass die Krise der Biodiversität stärker in den Blick der Gesellschaft und vor allem von Jugendlichen gerät. Greta Thunberg spricht inzwischen häufiger darüber. Das ist alles noch nicht genug, diese Bewegung muss weiter wachsen, aber es ist ein Anfang.

Am 15. September wurde der fünfte Global Biodiversity Outlook der Vereinten Nationen vorgestellt. Können Sie ein Beispiel für eine wichtige Erkenntnis nennen?

Larigauderie: Der Report kommt zu dem Ergebnis, dass in den vergangenen zehn Jahren die globalen Ausgaben für Naturschutz erfreulicherweise verdoppelt wurden – aber die rund 80 Milliarden Dollar, die hierfür fließen, sind eben ein Klacks gegen jene Unsummen an Subventionen, mit denen umweltschädliches Verhalten wie Überdüngung oder Überfischung belohnt wird. Da geht es um viele Hundert Milliarden Dollar, die direkt der Naturzerstörung dienen plus Hunderte Milliarden Dollar Subventionen für fossile Energieträger. Das müssen wir ändern.

Viele Politiker halten Ausgaben für den Naturschutz für Luxus, den man sich nur leisten kann, wenn man sonst keine Probleme hat.

Larigauderie: Das könnte falscher nicht sein. Es geht nicht um Luxusfragen, sondern um Existenzfragen.

Bisher wurden die globalen Naturschutzziele aber nicht sonderlich ernst genommen. Vor zehn Jahren setzten sich die Staaten bei der UN-Konferenz von Nagoya 20 Ziele bis zum Jahr 2020, darunter ein Ende umweltfeindlicher Subventionen und die Schaffung riesiger Schutzgebiete. Im Global Biodiversity Outlook wird nun dargelegt, dass keines dieser Ziele erreicht wurde und es nur bei sechs Zielen überhaupt nennenswerte Fortschritte gegeben hat. Was ist falsch gelaufen?

Larigauderie: Die bisherigen Ziele waren einfach zu schwammig. Die Experten in den Regierungen haben dann erst mal ein paar Jahre damit verbracht zu debattieren, was eigentlich genau gemeint ist und wie man Fortschritte überhaupt messen kann. Zudem stellte sich heraus, dass vielen Ländern die Mittel und auch das Personal fehlen, um überhaupt etwa die Zahl der Arten zu ermitteln oder Verbesserungen im Naturschutz zu dokumentieren.

Was bedeutet das für neue Naturschutz-Ziele, die 2021 bei einer UN-Konferenz beschlossen werden und bis 2030 gelten sollen?

Larigauderie: Wir brauchen mehr konkrete Vorgaben, etwa 15 Prozent zerstörter Ökosysteme wiederherzustellen oder 30 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiete auszuweisen. Entscheidend ist aber, dass ausreichend Geld zur Verfügung stehen, das auch zu erreichen und die Fortschritte zu dokumentieren. Viele Länder wissen gar nicht, wo sie im Naturschutz stehen. Es ist ein bisschen so, als wüsste man nicht, wie viel CO2 das eigene Land freisetzt, man soll aber Klimaschutzziele erreichen. Nur dass die Ziele im Naturschutz komplizierter sind als im Klimaschutz.

„Die besten Lösungen für Klimaschutz kommen aus der Natur“

Fehlendes Monitoring dürfte aber allenfalls ein Grund sein, dass es beim Natur- und Artenschutz hapert.

Larigauderie: Ausschlaggebend ist die Frage des politischen Willens. Der war bisher einfach nicht da. Jetzt wächst das Bewusstsein, dass sich etwas ändern muss. Nun dringen wir langsam mit der Botschaft durch, dass es beim Schutz der Lebensvielfalt nicht um das harmlose Ziel geht, netter zu Natur zu sein, sondern dass es hier um unsere Existenz geht. Die Welternährung kommt ins Schwanken, wenn Bestäuberinsekten verschwinden und Korallenriffe als Kinderstuben von Fischen entfallen. Unser Trinkwasser ist in Gefahr, wenn in Einzugsgebieten die Wälder fallen, wir gefährden unsere Gesundheit, wenn wir weiter durch Regenwaldrodung unbekannte Viren in Umlauf bringen. Ohne einen besseren Schutz von Natur und biologischer Vielfalt werden wir keines dieser fundamentalen Probleme der menschlichen Entwicklung lösen können. Diese Botschaft hat leider noch nicht alle politisch Verantwortlichen und auch nicht alle Bürger erreicht.

Aber auch mit Bewusstsein ist es nicht getan, oder?

Vor allem müssen endlich die erheblich höheren Summen auf den Tisch, die es braucht, um Naturschutzziele umzusetzen, Fortschritte zu messen und Erfolge dauerhaft zu machen. Solche Ausgaben gehören zu den besten Investitionen in unsere Zukunft, die wir als Gesellschaften tätigen können.

Gehören Klima- und Naturschutz zusammen?

Ja, das gilt für die Probleme ebenso wie für die Lösungen. Wir sehen ja schon jetzt, wie bestimmte Tierarten wegen der Erwärmung ihre Verbreitungsgebiete verlagern. Die Klimakrise wirkt sich direkt auf die Tierwelt aus und droht vieles durcheinanderzubringen. Zugleich gibt es aber auch Pläne für den Klimaschutz, die für die Lebensvielfalt gefährlich sind – etwa Vorhaben, riesige Flächen für den Anbau von Pflanzen zu nutzen, aus denen Biokraftstoffe hergestellt werden. Es heißt dann, dieser Anbau solle auf sogenannten marginalen Flächen stattfinden. Das kann bedeuten, dass artenreiche Lebensräume bedroht sind.

Bisher hat der Naturschutz bei den Empfehlungen Ihres Klima-Pendants, des bekannten Weltklimarats IPCC, kaum eine Rolle gespielt. Da wird der Ausbau von Windenergie in gigantischem Stil gefordert, ohne auch nur an die ökologischen Folgen zu denken.

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Larigauderie: Wir werden uns demnächst zum ersten Mal mit den Kollegen vom Weltklimarat IPCC treffen und gemeinsam über Strategien und Lösungen beraten. Denn die besten Lösungen für den Klimaschutz kommen aus der Natur. Ökosysteme wie den tropischen Regenwald oder Moore auf großen Flächen wiederherzustellen kann einen gewaltigen Beitrag zur dringend nötigen CO2-Reduktion erbringen. Wälder nehmen weltweit einen erheblichen Teil unserer CO2-Emissionen auf. Hier gibt es ein gewaltiges Potenzial, das aber davon abhängt, wie gut und effektiv diese Gebiete geschützt werden.

Eigentlich sollte die große UN-Konferenz für neue globale Ziele für den Schutz der Lebensvielfalt bereits im Oktober 2020 in China stattfinden, sie musste jetzt aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Wie groß ist der Schaden, der dadurch entsteht?

Larigauderie: Es geht wie beim Klimaschutz wertvolle Zeit verloren, was sehr schade ist. Aber die Konferenz wird nur verschoben, nicht abgesagt, und wir setzen darauf, dass sie 2021 stattfinden wird. Zudem beobachte ich, dass die Pandemie viele Menschen nachdenklich macht, denn Experten ziehen ja eine direkte Verbindung, wie wir Menschen in die Natur eingreifen und wie Infektionskrankheiten von Tieren auf uns Menschen überspringen.

„Weniger Subventionen für das Falsche“

Ist diese Verbindung zwischen Pandemie und Naturzerstörung denn bewiesen?

Larigauderie: Dazu wird sich der Weltbiodiversitätsrat Mitte Oktober in einer eigenen Stellungnahme äußern. Wir haben 30 der führenden Experten weltweit zu diesem Thema zusammengebracht und werden den Stand des Wissens darlegen. Es wird darum gehen, wie Zerstörung von Biodiversität und Pandemien zusammenhängen, wie Naturschutz eingesetzt werden kann, um einer Pandemie entgegenzuwirken und mehr noch, um künftige Pandemien zu verhindern. Wissenschaftlich ist klar, dass ein großer Teil der Infektionskrankheiten von Tieren auf den Menschen übergesprungen sind – und dem geht in vielen Fällen Waldzerstörung, Straßenbau und die Fragmentierung von Lebensräumen vor allem in den Tropen voraus. Solche Störungen können dazu führen, dass Viren, die noch nie jemandem geschadet haben, plötzlich ihren Weg zu einem einzelnen Menschen finden – und dann rund um die Welt.

Und Sie glauben, dass Politiker deshalb den Naturschutz ernster nehmen werden?

Larigauderie: Das hoffe ich zumindest sehr, denn wissenschaftlich spricht alles dafür.

Ende September wird es im Rahmen der UN-Generalversammlung einen ersten Biodiversitätsgipfel geben. Was erwarten Sie davon?

Gibt es von den meisten Vogelarten zumeist keine besonders positiven Nachrichten zu berichten, verhält es sich beim Kranich anders. Die Kranichpopulation in Europa ist in den vergangenen drei Jahrzehnten sehr stark angestiegen.

Larigauderie: Ich hoffe, dass die Mitgliedsstaaten der UN auf höchster Ebene durch Staats- und Regierungschefs dort vertreten sind, um zu zeigen, wie wichtig ihnen das Thema ist ­vor allem auch Deutschland als derzeitiger EU-Ratspräsident. Und ich hoffe auch, dass möglichst viele Länder schon konkrete Zusagen mitbringen, wie sie in den kommenden Jahren den Schutz der Lebensvielfalt verbessern wollen.

Wie beurteilen Sie das bisherige europäische Engagement?

Larigauderie: Die EU hat mit dem „Green Deal“ einen erfreulich ambitionierten Plan vorgelegt, in dem Biodiversität eine große Rolle spielt, auch, was die künftige Agrarpolitik betrifft. Da liegen alle Zutaten dafür auf dem Tisch, dass Deutschland und die ganze EU weltweit zu den Vorreitern werden könnten, auch, was die bisherigen schädlichen Auswirkungen auf Ökosysteme in tropischen Ländern, ihren ökologischen Fußabdruck, betrifft. Ich setze hier vor allem darauf, dass die deutsche EU-Präsidentschaft hier vorangeht und wichtige Entwicklungen voranbringen wird.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich aber zur Frage der Finanzierung von besserem Naturschutz bisher bedeckt gehalten.

Larigauderie: Das sollte sich ändern, aber es geht nicht nur um höhere Ausgaben für den Naturschutz, sondern vor allem auch um weniger Subventionen für das Falsche.

Schlüsselwissen für Städte und Bürgerbewegungen

Welche neuen globalen Ziele bis 2030 halten Sie für unerlässlich?

Larigauderie: Den Einsatz von Pestiziden messbar zu reduzieren, Wälder effektiv zu erhalten, Verschmutzung mit Plastik und Schwermetallen zu unterbinden – das sind einige der Punkte, die extrem wichtig sind.

Bisher mangelte es im Naturschutz oft an aktiver Unterstützung von Regierungen, aber seit neuesten gibt es mächtige Politiker, die aggressiv gegen Naturschutz eintreten, etwa der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro. Wie gehen Sie damit um?

Larigauderie: Es gibt in jedem Land nicht nur die Regierung, sondern auch die Gesellschaft, und die kann viel tun, auch wenn ihre Regierung gerade auf der falschen Seite steht. Man denke nur an die Städte in den USA, die konkreten Klimaschutz betreiben, unabhängig davon, wer im Weißen Haus regiert. In San Francisco gibt es bereits ähnliche Initiativen für Artenvielfalt in der Stadt, und man denkt darüber zusammen mit dem Klimaschutz nach. Mein Job ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse für Regierungen bereitzustellen, aber wir leisten das genauso gerne für Städte und für Umweltinitiativen. Der Weltklimarat IPCC hat in den letzten Jahrzehnten ebenfalls nicht nur Regierungen beraten, sondern der ganzen Öffentlichkeit Schlüsselwissen vermittelt, das dabei hilft, richtig zu handeln.

Womit wird sich der Weltbiodiversitätsrat in nächster Zeit befassen?

Nach unserer Stellungnahme zu Biodiversität und Pandemie wird es um die grundlegenden Transformationsprozesse gehen, die in unserer Gesellschaft nötig sind, wenn wir die Lebensvielfalt erhalten wollen, dann um die Verbindung von Naturschutz zu den anderen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung und 2021 dann darum, was Unternehmen zum Schutz der Biodiversität beitragen können und müssen.

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Christian Schwägerl

Christian Schwägerl

Christian Schwägerl ist Journalist in den Bereichen Umwelt, Wissenschaft und Politik. Er war als Korrespondent für die Berliner Zeitung (1997–2001), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (2001–2008) und den SPIEGEL (2008–2012) tätig und arbeitet seit 2013 freiberuflich für Medien wie GEO, FAZ und Yale E360. Von ihm stammen die Bücher „Menschenzeit“ über das Anthropozän, „11 drohende Kriege“ über globale Konfliktrisiken (mit A. Rinke) und „Analoge Revolution“ über die Zukunft digitaler Technologien. Seit 2014 leitet er die von der Robert Bosch Stiftung geförderte „Masterclass Wissenschaftsjournalismus“. Schwägerl hat einen Master-of-Science-Abschluss in Biologie. Er ist Mitgründer und Vorstand von RiffReporter. Für seine journalistische Arbeit hat er zahlreiche Preise erhalten, darunter den Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus (2007) und den Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus (2020, mit J. Budde).


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Der Reichtum des Lebens auf der Erde ist in Gefahr. Es geht um die Zukunft unzähliger Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume. Das betrifft uns Menschen existenziell. Es geht auch um sauberes Trinkwasser, unsere Nahrung und ein lebensfreundliches Klima. Ein Team von 25 Journalistïnnen von RiffReporter berichtet bei "Countdown Natur" über den Wettlauf gegen die Zeit und über Lösungsansätze. Wissenschaftlerïnnen sagen: Bisher hat der globale Naturschutz fast alle Ziele verfehlt. Kommt nun die Wende zum Besseren?

2021 entscheiden die Staaten der Erde bei zwei UN-Umweltgipfeln darüber, ob und wie sie gemeinsam die weitere Zerstörung der Lebensvielfalt aufhalten wollen. Dazu braucht es vertiefte Recherchen, ausführliche Berichterstattung und eine große Öffentlichkeit. Die Recherchen werden von der Hering-Stiftung Natur und Mensch, dem European Journalism Centre, der Andrea von Braun Stiftung und dem Hofschneider-Preis gefördert. Auch Sie können uns unterstützen!

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