COP28: Klimabremser Landwirtschaft – Warum wir unser Ernährungssystem jetzt umgestalten müssen

Moderne Landwirtschaft verursacht rund ein Drittel der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Unter dem Deckmantel der Versorgungssicherheit zerstören wir jedoch dabei unsere eigene Lebensgrundlage. Auf der Weltklimakonferenz ringen die Delegierten um Lösungen – und mit Lobbykampagnen der Fleischindustrie.

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Halbotale einer Weide mit jungen Kühen an einer Wassertränke.

Unsere Art und Weise, im großen Maßstab Nahrungsmittel zu produzieren, hatte schon immer wesentliche Effekte auf unser Klima: Moore wurden zur landwirtschaftlichen Nutzung trockengelegt, Wälder abgeholzt, fossile Energieträger in der Produktion verbrannt und vieles mehr. Dennoch wurde dieser Sektor bisher weitgehend beim Klimaschutz ignoriert. Stattdessen konzentrierten sich viele Vorschläge vor allem auf klimaschädliche Emissionen von Fahrzeugen und Produktionsstätten.

Letztes Jahr änderte sich etwas. Auf der UN-Klimakonferenz 2022, der COP27, gab es zum ersten Mal Diskussionen darüber. Im Food and Agriculture Pavillon konnten sich die Delegierten über Ist-Zustand und Ziele austauschen. Auf der diesjährigen COP28 in Dubai sollen Ernährungssysteme sogar im Mittelpunkt der Diskussionen über den Klimawandel stehen.

Eine Totale zeigt ein Schlachthaus. Links hängen Rinderhälften, am Boden liegen weitere Fleischteile.
Rinderhälften hängen am Haken im Schlachthaus.
Eine Totale zeigt weiße Hühner auf beengtem Raum in einem Großstall. 18 Milliarden Nutztiere landeten 2019 im Müll, allen voran Hühner: 16,8 Milliarden Tiere wurden getötet, ohne je auf einem Teller zu landen.
18 Milliarden Nutztiere endeten 2019 im Müll, allen voran Hühner: 16,8 Milliarden Tiere wurden getötet, ohne je auf einem Teller zu landen.

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