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„Spargel ja, aber nicht gerade im Schutzgebiet“

Seit Jahren kämpft Hubert Pomplun gegen die Folienfelder im Vogelschutzgebiet Mittlere Havelniederung. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

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28.04.2021
4 Minuten
Luftaufnahme von Spargelfeldern, deren lange Erdwälle mit weißen Folienbahnen abgedeckt sind. Dazwischen einzelne Flecken mit Bäumen.

Für viele Menschen hat der Frühling erst so richtig begonnen, wenn der erste heimische Spargel auf dem Teller liegt. Doch Spargelanbau hat seine Schattenseiten. Hubert Pomplun mit seiner „Naturstiftung Kranichland“ und die Bürgerinitiative „Landschaft ohne Folie“ setzen sich seit Jahren dafür ein, den Spargelanbau unter Folie aus Vogelschutzgebieten zu verbannen.

Wie häufig die Praxis im Bundesland Brandenburg ist, Spargel unter Folientunneln in Schutzgebieten anzubauen, zeigt die Antwort auf die Kleine Anfrage Nr. 3621 der Grünen-Landtagsfraktion aus dem Jahr 2018: Damals teilte die Landesregierung mit, dass der Spargelanbau in Natura-2000-Gebieten zwischen 2007 und 2017 von gut 640 Hektar auf über 1000 Hektar gewachsen ist.

Ein Traktor steht vor einem Feld mit Erdwällen für den Spargelanbau, die mit langen Bahnen weißer Folie abgedeckt sind.
Die langen Folienbahnen werden per Traktor über den Spargelwällen ausgerollt. Zwischen den Reihen ist der Boden praktisch tot.
„Die Vertreibung der Vögel geht Jahr für Jahr weiter.“

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Im Vordergrund stehen schulterhohe Rollen mit Folienbahnen, wie sie die schnurgeraden Spargelwälle auf dem Feld dahinter bedecken. Zwei Menschen stehen in der Ferne zwischen den weißen Reihen.
Land unter – Spargelbauern in Brandenburg und anderswo bedecken die Wälle, in denen die weißen Stangen wachsen, mit Folien. Auf diese Weise regulieren sie die Temperatur im Boden und damit das Tempo, in dem das Gemüse wächst.
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Joachim Budde

Joachim Budde

Joachim Budde ist freier Wissenschaftsreporter und arbeitet zu allem rund um Insekten. Twitter: @buddepiept


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