Der Umstieg auf Elektroautos geht nur langsam voran. Das sind die Gründe.

Teure E-Autos, lange Lieferzeiten, Verbrenner-Fans in der Politik: In Deutschland läuft der Wandel zur Elektromobilität nur schleppend. Andere Länder machen es besser.

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Ein stilisiertes Elektroauto ist auf einem Parkplatz aufgemalt.

Lisa Güven ist frustriert. Seit fast einem Jahr denkt die 35-jährige Lehrerin aus Wuppertal über die Anschaffung eines neuen Autos nach. „Unser alter Golf ist jetzt zwölf Jahre alt“, sagt sie. „Wer weiß, wie lange der noch hält.“

Für Güven und ihren Ehemann steht fest, dass das nächste Auto elektrisch fahren soll. „Alles andere macht doch heute keinen Sinn mehr“, sagt sie. „Ich brauche ein Auto, um zur Arbeit zu fahren, aber ich will keine Umweltsünderin sein.“

Wie die meisten Deutschen wohnt das Paar in einem Mehrfamilienhaus – und da fangen die Probleme an. „Am liebsten würden wir eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach setzen“, erzählt Güven. Verbunden mit einer Ladestation („Wallbox“) könnte das E-Auto dann mit selbst produziertem Ökostrom versorgt werden.

„Leider haben unsere Nachbarn da etwas andere Ansichten“, seufzt Güven. Die Hausgemeinschaft ist zerstritten, was die Investition angeht, weshalb wir Güvens Namen für diesen Artikel geändert haben.

Ein Defekt-Schild hängt an einer Ladestation
Da kommt keine Freude auf: Defekte Ladestationen machen den Umstieg auf Elektroautos nicht leichter.
Anzeige im Elektroauto zeigt einen Akkustand von 100 Prozent.
Die Reichweite von Elektroautos ist schon heute passabel. Doch es gibt noch einige Hürden, die Wechselwillige vom Umstieg abhalten.

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