Lieferdienst 4.0 – Das Paket kommt nun per Lastenrad – aber da geht noch mehr

Berlin, Hamburg und Gent testen Alternativen

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Ein Paketzusteller hält ein Paket in der Hand und läuft über die Straße

Busy Streets – Auf neuen Wegen in die Stadt der Zukunft

12 Uhr mittags am Mauerpark in Berlin. Fast lautlos rollt das viereinhalb Meter lange Lastenrad über die grauen Betonplatten und verlässt das kleine Containerdorf. Die beiden Transportboxen im Heck hat der Hermes-Fahrer hier zuvor im Zwischendepot passgenau für seine Tour gepackt. In den kommenden Stunden wird er an Dutzenden Haustüren im Prenzlauer Berg klingeln und den Bewohnern all das bringen, was sie in den vergangen Tagen bestellt haben. Zwei- bis dreimal fährt er zum Auffüllen der Boxen zurück ins Depot. Manchmal trifft er dann die Kollegen von DHL, DPD, GLS und UPS, die nur wenige Meter neben ihm aus ihren Containern ebenfalls Pakete auf Lastenräder verstauen.

Ein Jahr lang testen die fünf Großen der Paketdienstbranche hier am Mauerpark, am Rande des Prenzlauer Bergs, nachhaltige Mobilität auf der letzten Meile. Damit das Cargobike den Transporter ersetzen kann, brauchen die Dienstleister kleine Zwischendepots im Zustellbezirk, aus denen sich die Mitarbeiter bedienen. Das Novum des Pilotprojekts KoMoDo (Kooperative Nutzung von Mikro-Depots) ist: Die Zusteller teilen sich die Lagerfläche.

Ein kleiner DHL-Lastwagen steht unter einem runden Dach. Auf beiden Seiten sind Container zu sehen. Der rechte Container ist geöffnet, in ihm steht ein Mann.
KoMoDo – Projekt in Berlin: In dem kleinen Containerdorf teilen sich die Paketzusteller erstmals eine Lagerfläche
Weiße Container und ein rundes Dach dazwischen.
Jeder Dienstleister mietet Container als Zwischenlager für die Sendungen
Vor einer mit Entenküken im Löwenzahn bemalten Hauswand stehen zwei offene Mini-Container auf Rädern. In ihnen sind Pakete. Ein Mann sortiert diese.
Der Fahrer sortiert Päckchen und Pakete passgenau für seine Tour
Ein Mann in brauner Arbeitskleidung steht hinter einem Lastenrad. Hinter ihm ist ein beladener LKW von UPS zu sehen.
Vorreiter: UPS startete 2012 in Hamburg einen Modellversuch zur CO2-freien Paketzustellung per Lastenrad in der Innenstadt
Ein motorisiertes Lastenrad von UPS aus der Froschperspektive. Dahinter ist ein Kurier zu sehen, der ein Paket aus einem Container trägt.
Inzwischen sind viele UPS-Lastenräder mit Motor und Fahrerkabine ausgestattet
In der Fußgängerzone der Genter Altstadt sind Radfahrer und Fußgänger unterwegs
In der Altstadt von Gent sind die Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Der Lieferverkehr ist ab 11 Uhr ausgesperrt. Lastenräder und kleine Elektrofahrzeuge dürfen passieren.
Ein sportlicher Radfahrer in schwarzer Kleidung auf steht mit seinem Lastenrad vor einem Gewässer in der Stadt.
Die Kurierdienstfahrer von Cargo Velo beliefern Geschäftsleute in der Innenstadt
Drei Personen und mehrere Lastenfahrräder stehen in einer Lagerhalle. Das Foto ist aus der Vogelperspektive aufgenommen.
Das Zwischenlager von Cargo Velo ist etwa drei Kilometer vom Zentrum entfernt
Ein Kurierfahrer belädt die Tasche auf seinem Lastenrad in einem Lager.
Die Fahrer von Cargo Velo sind auf herkömmlichen Lastenräder unterwegs. Demnächst soll die Flotte durch E-Modelle ergänzt werden.
Sander Vandenberghe, ein schlanker Mann mittleren Alters, sitzt gestikulierend auf einem Tisch. Er trägt ein graues T-Shirt und eine dunkle, enge Jeans. Neben ihm steht ein Laptop.
Sander Vandenberghe hat Cargo Velo vor sechs Jahren gegründet. Inzwischen hat er 16 Mitarbeiter

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