Zum Artikel springen
  1. RiffReporter /
  2. Umwelt /
  3. Erntetod – Wie ein winziger Pilz den Weizen der Welt gefährdet

Erntetod – Wie ein winziger Pilz den Weizen der Welt gefährdet

Man glaubte schon ihn besiegt zu haben, doch nun ist er gefährlicher für die Welternährung denn je: Der Schwarzrost Ug99 kann die Weizenernte ganzer Länder vernichten.

von
13.10.2020
40 Minuten

Biodiversität ist nicht nur in natürlichen Lebensräumen essenziell, sondern auch bei unseren Nutzpflanzen. Sie ermöglicht es, unsere Nahrungsmittelproduktion an immer neue Klima- und Umweltbedingungen anzupassen, und ist damit eine entscheidende Voraussetzung für unsere Ernährungssicherheit. Sie ist auch die beste Verteidigung gegen diverse Pflanzenschädlinge, die ihrerseits Teil der Biodiversität sind und die eine ernste Bedrohung sein können. Der Schwarzrost Ug99 ist unter Landwirten und Wissenschaftlern besonders gefürchtet. Er hat das Potenzial, ganze Weizenernten zu vernichten. Wie er das macht und was man gegen ihn tun kann, das zeigen wir in diesem Videoprojekt.

Empfohlener Redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt von [YouTube], der den Artikel ergänzt. Sie können sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Wir können leider nicht beeinflussen, welche Cookies durch Inhalte Dritter gesetzt werden und welche Daten von Ihnen erfasst werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Unterstützen Sie „Countdown Natur“ mit einer einmaligen Zahlung. Oder lesen und fördern Sie alle Themenmagazine mit einem RiffReporter-Abo.

Dieses Projekt wurde erstmals 2015 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Da das Thema nach wie vor relevant ist, veröffentlichen wir es hier noch einmal (inklusive Videos).

Eine Produktion von Hoppenhaus & Grunze Medien

Credits

Kapitel 1

Der Pilz, der die Welt bedroht

Der Schwarzrost Ug 99 kann nicht nur die Weizenernte ganzer Länder vernichten, er verändert sich auch schnell und passt sich an immer neue Umweltverhältnisse an.

Die Wissenschaftler befürchten, dass sich der Pilz von Afrika aus weiter nach Osten verbreitet, womöglich bis in die Kornkammern Indiens und Chinas. Die Folgen wären katastrophal. Betroffen wären nicht nur die Menschen vor Ort. Weizen ist längst ein wichtiges globales Handelsgut. Und so bedroht der winzige Pilz das Brot der ganzen Welt.

Der Weizenschwarzrost ist eine der gefährlichsten Getreidekrankheiten, die einem Bauern auf dem Acker begegnen können. Die Pilzsporen, die die Krankheit auslösen, sehen aus wie Flugrost bei Metallen, daher der Name: Rostpilze. Erst rot, später schwarz legen sie sich auf Halme und Blätter der Pflanze und entziehen dem Weizen die Nährstoffe. Die Körner verkümmern, die Ernte ist mager, oft bis zum Totalverlust. Bis in die fünfziger Jahre löste der Pilz immer wieder Epidemien aus, in den USA ebenso wie in Indien.

Dass der Schwarzrost heute fast vergessen ist, verdanken wir Pflanzenzüchtern, die in den sechziger Jahren Resistenzgene gegen den Pilz fanden und in die vorhandenen Weizensorten einkreuzen konnten. Der Schwarzrost schien besiegt.

Doch dann tauchte 1998 in Uganda ein neuer Schwarzrost auf, dem alle diese Abwehrgene nichts anhaben konnten. Die Wissenschaftler nennen ihn Ug99 – Ug nach dem Land, in dem er zuerst entdeckt wurde, und 99 nach dem Jahr, in dem er offiziell benannt wurde.

Ug99 ist nicht nur aggressiver als die meisten bekannten Schwarzroste, er verändert sich auch extrem schnell. Wo 1999 nur ein einziger Pilztyp war, ist jetzt schon eine ganze Pilz-Familie mit aktuell 13 neuen Pilztypen. Und die verbreiten sich schnell.

Die Winde tragen die Pilzsporen von einem Land zum nächsten. Forscher haben Ug99 und seine Nachkömmlinge im gesamten östlichen Afrika gefunden, von Südafrika bis Ägypten. Auch aus dem Jemen und Iran gibt es inzwischen Meldungen. Und dabei wird es nicht bleiben.

***

Kostenfreien Newsletter bestellen

Sie möchten regelmäßig über neue Beiträge dieses Magazins informiert werden? Dann bestellen Sie hier unseren kostenlosen Newsletter.

Kapitel 2

Warum Weizen so wichtig ist

Die Ernährung von mehr als einer Milliarde Menschen hängt vom Weizen ab. Wenn der Schwarzrost ihn zerstört, drohen Hungersnöte und Aufstände.

Empfohlener Redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt von [YouTube], der den Artikel ergänzt. Sie können sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Wir können leider nicht beeinflussen, welche Cookies durch Inhalte Dritter gesetzt werden und welche Daten von Ihnen erfasst werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auf der ganzen Welt ernähren sich Menschen von Weizen, er ist nach Reis das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel. 4,5 Milliarden Menschen decken ein Fünftel ihres Kalorienbedarfs mit Nahrungsmitteln aus Weizen – als Brot oder Brei, Chapati oder Spagetti.

Besonders in Entwicklungsländern ist Weizen von Bedeutung, denn vor allem die Armen sind abhängig von dem Getreide: Für 1,2 Milliarden Menschen, die mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen müssen, ist Weizen die Existenzgrundlage.

Weltweit steigt die Weizenproduktion von Jahr zu Jahr. In der Saison 2005/2006 waren es der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO zufolge etwa 626 Millionen Tonnen, 2014/2015 schon 730 Millionen Tonnen. Doch auch die Nachfrage steigt weiter. Die FAO schätzt, dass sich der Weizenbedarf in den Entwicklungsländern bis 2050 um 60 Prozent erhöhen wird.

Weizen ist eine weltweit gehandelte Ware, deren Preis stark schwankt. Er wird bestimmt von Angebot und Nachfrage an den großen Terminbörsen. Wenn ein Schädling wie der Rostpilz Ug99 in einem der größeren Anbaugebiete eine ganze Ernte vernichtet, dann sinkt das weltweite Angebot. Weizen wird zum raren Gut, der Preis steigt. Und das kann weitreichende Konsequenzen haben. „Wenn die exportierenden Länder nicht genug produzieren können, dann werden sie erst einmal versuchen, ihre eigenen Leute zu versorgen”, sagt Godwin Macharia von der kenianischen landwirtschaftlichen Forschungsorganisation (KALRO). Am härtesten trifft es die Länder, die Weizen importieren müssen. “Dort kann es zu Versorgungsengpässen kommen und dann auch zu Unruhen.”

Das Risiko ist hoch, denn von allen Weizensorten, die weltweit angebaut werden, sind siebzig bis achtzig Prozent anfällig für Ug99 und verwandte Rassen.

***


Kapitel 3

Die Pilzjäger

Züchter kennen zwar Resistenzen gegen den Schwarzrost. Doch der Pilz schafft es immer wieder, die neu gezüchteten Pflanzen anzugreifen. Die Wissenschaftler müssen komplett neue Strategien finden.

Empfohlener Redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt von [YouTube], der den Artikel ergänzt. Sie können sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Wir können leider nicht beeinflussen, welche Cookies durch Inhalte Dritter gesetzt werden und welche Daten von Ihnen erfasst werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bisher hat man sich bei der Zucht von resistenten Weizensorten meist auf einzelne Resistenzgene verlassen. Sie sind für den Züchter relativ leicht zu handhaben und bieten einen starken Schutz – allerdings nur so lange, bis der Pilz das jeweilige Gen überwindet und die Pflanze wieder anfällig ist. Dazu reicht dem Pilz oft eine einzige Mutation. Bei der großen Menge an Pilzsporen, die er Saison für Saison produziert, ist es darum nur eine Frage der Zeit, bis ein einzelnes Resistenzgen überwunden wird.

Dieses Katz-und-Maus-Spiel zwischen Züchtern und Pilz führt zu wiederkehrenden Zyklen. Ist eine neue Resistenz gefunden, bauen immer mehr Bauern diese Weizensorte an. Im Verborgenen entwickelt sich der Pilz weiter bis eines Tages die entscheidende Mutation passiert und das Resistenzgen nicht mehr wirkt. Der neue Rostpilz trifft nun auf große Flächen von schutzlosen Weizenpflanzen, auf denen er sich ungehindert ausbreiten kann. Perfekte Bedingungen für einen Pilz wie Ug99. Eine Katastrophe für das Getreide.

Von der Zulassung einer neuen Weizensorte bis zum Zusammenbruch dauert es zur Zeit meist drei bis fünf Jahre. In den Industrieländern mit ihren hochentwickelten Agrarsystemen haben die Züchter darum immer eine ganze Reihe von neuen Weizensorten in der Entwicklungspipeline, um für genau solche Fälle gerüstet zu sein. Die Kleinbauern in Afrika haben das nicht.

Besser für alle sind Resistenzen, die den Weizen über längere Zeiträume schützen – am besten solche, die gleich gegen mehrere und neu hinzukommende Pilzrassen wirksam bleiben.

Um das zu erreichen, hilft nur ein kompletter Strategiewechsel: Statt auf ein einzelnes Resistenzgen, das zwar hundertprozentig wirkt, aber leicht überwunden werden kann, setzen die Züchter mehr und mehr auf sogenannte quantitative Resistenzen. Die werden durch Gene erzeugt, die einen gewissen, aber keinen vollständigen Schutz bieten. Spannt man mehrere solcher Gene zusammen, kann man jedoch einen Schutzschild schaffen, der ausreicht, um schwere Ernteverluste zu vermeiden. Das funktioniert ähnlich wie ein langes Passwort. Statt einem Gen muss der Pilz nun mehrere Gene gleichzeitig überwinden. Das ist nicht unlösbar, aber es dauert. Statt drei bis fünf vielleicht zehn bis fünfzehn Jahre.

Der Haken: Für Züchter ist es wesentlich schwieriger und langwieriger solche quantitativen Resistenzen herzustellen. Denn sie stehen vor dem gleichen Problem wie ihre rostfarbenen Herausforderer: Statt einem Gen müssen sie ein ganzes Bündel von Genen über mehrere Generationen hinweg zusammenhalten.

Aber auf diese Art kann man den Pilz langfristig auf einem niedrigen Level halten und vor allem: man kann die Entwicklung neuer Pilzrassen verlangsamen. Es hat also durchaus Vorteile, wenn Bauern und Züchter lernen, mit dem Pilz zu leben.

***

Kapitel 4

Wie Ug99 Kontinente erobert

Der Schwarzrost Ug99 kann innerhalb kurzer Zeit die Weizenernte ganzer Regionen zerstören. Er ist aggressiv und wandelt sich schnell. Doch wie genau er das macht, weiß bisher niemand. Die kenianische Pflanzenpathologin Ruth Wanyera geht dieser Frage nach.

Empfohlener Redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt von [YouTube], der den Artikel ergänzt. Sie können sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Wir können leider nicht beeinflussen, welche Cookies durch Inhalte Dritter gesetzt werden und welche Daten von Ihnen erfasst werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ug99 ist aggressiver als alle anderen Schwarzroste und er verbreitet sich rasant. Was den Züchtern aber besonders zu schaffen macht, ist dass er sich immer weiter entwickelt und das so schnell, dass sie kaum hinterherkommen. Im Moment sind 13 sogenannte Rassetypen von Ug99 bekannt, die alle unterschiedliche neue Anpassungen haben und damit in neue Lebensräume vordringen und neue Weizensorten befallen können. Wie genau der Pilz das so schnell schafft ist für die Wissenschaftler noch immer ein Rätsel.

Was man weiß, ist dass der Pilz, wie viele andere Parasiten auch, nicht nur eine, sondern zwei Methoden nutzt, um immer neue Varianten von sich zu produzieren.

Die eine ist die Zellteilung, bei der er einfach Kopien von sich herstellt, Klone also. Das tut er auf dem Weizen und in Massen. Dabei gibt es ab und zu Kopierfehler, Mutationen, und manche davon sind nützlich und verschaffen dem Pilz einen Vorteil.

Die andere Methode Varianten zu erzeugen, ist die sexuelle Fortpflanzung, also die Verschmelzung von zwei verschiedenen Pilzsporen und damit verbunden das Vermischen von zwei genetischen Ausstattungen. Das macht der Pilz auf der Berberitze, einer buschigen Pflanze, die man in Europa am ehesten aus dem Vorgarten kennt, die aber auch in Afrika vorkommt.

Doch wie genau Ug99 diese Wege benutzt und ob sich so seine große Anpassungsfähigkeit erklären lässt oder ob noch etwas anderes dahinter steckt, das ist noch immer ungeklärt.

***

Kapitel 5

Äthiopiens Schatz

Wissenschaftler hoffen, mit Hilfe uralter Weizensorten aus Äthiopien den Schwarzrost zähmen zu können.

Empfohlener Redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt von [YouTube], der den Artikel ergänzt. Sie können sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Wir können leider nicht beeinflussen, welche Cookies durch Inhalte Dritter gesetzt werden und welche Daten von Ihnen erfasst werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Äthiopien ist eines der ältesten Anbaugebiete für Weizen und anderen Nutzpflanzen wie Kaffee, Hirse oder Gerste. Über Jahrtausende hinweg haben dort Umwelt und Bauern durch Auslese und Zucht zusammengespielt, um die alten Sorten an die regionalen Bedingungen anzupassen. Entstanden ist dabei eine einzigartige Vielfalt an Nutzpflanzen. Heute ist Äthiopien eins von nur acht “Zentren der Biodiversität” weltweit.

Diese Zentren hat der der russische Botaniker Nikolai Vavilov schon im Jahr 1926 identifiziert. Ihm war aufgefallen, dass es zum Beispiel in Peru Tausende von Kartoffelsorten gibt, in Süd- und Zentralamerika besonders viele Tomatensorten oder in Zentralasien Karotten. Und in Äthiopien ist eben der Weizen besonders vielfältig, Hartweizen vor allem. Vavilov hielt diese Gegenden für besonders wichtig, denn die große Vielfalt an Sorten birgt auch eine große Vielfalt an Genen.

Die wollen sich die Pflanzenzüchter heute im Kampf gegen den Ug99 und andere Schädlinge zunutze machen. Die alten Sorten sind für sie eine wichtige Quelle für neue Gene. Denn aus dem Nichts lassen sich Gene bis heute nicht herstellen. Züchter müssen mit dem arbeiten, was ihnen die Natur vorgibt.

In einer Welt, in der sich die nicht nur die Schadpilze, sondern auch andere Umweltbedingungen ständig wandeln, ist daher ein möglichst großer Pool an Genen, aus dem die Züchter schöpfen können, oft die beste Versicherung für die Zukunft.

***

Kapitel 6

Leben mit dem Feind

Wahrscheinlich werden es die Forscher nie schaffen, Rostpilze wie Ug99 ganz zu beseitigen. Auch in Deutschland droht der Schädling Felder zu vernichten.

Empfohlener Redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie externen Inhalt von [YouTube], der den Artikel ergänzt. Sie können sich externe Inhalte mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Wir können leider nicht beeinflussen, welche Cookies durch Inhalte Dritter gesetzt werden und welche Daten von Ihnen erfasst werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auch in Deutschland treten immer häufiger Rosterkrankungen im Getreide auf. Meist sind es Gelbroste, die vor allem Weizen befallen. Aber im Jahr 2013 gab es zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder einen Schwarzrost-Ausbruch in Deutschland und die Sorge bei Bauern, Züchtern und Wissenschaftlern war groß, dass sich der besonders aggressive Schadpilz Ug99 nun von Ostafrika auch nach Europa ausbreitet.

Es zeigte sich dann, dass der Auslöser des Ausbruchs nicht Ug99 war, sondern eine andere, ebenfalls neue Schwarzrostrasse. Für eine Entwarnung ist es jedoch zu früh. Im Gegenteil: Tests des Julius Kühn-Instituts für Pflanzenschutz in Berlin haben gezeigt, dass derzeit auch ohne Ug99 vier von fünf in Deutschland angebauten Weizensorten anfällig für hiesige Schwarzroste sind.

Spritzmittel helfen gegen den Schwarzrost nur bedingt. Langfristigen Schutz bietet daher auch hierzulande nur die Zucht neuer resistenter Weizensorten, die an die hiesigen Umweltbedingungen angepasst und resistent gegen die neuen Schadpilze sind. Denn wie in den Hochländern Afrikas, so gilt auch auf dem Acker in Mitteldeutschland: Der Rost schläft nie.

***

Dieses Projekt wurde gefördert im Rahmen des Innovation in Development Reporting Grant Programme des European Journalism Centre.

Credits und Mitwirkende

Englische Version bei Undark

Unterstützen Sie „Countdown Natur“ mit einer einmaligen Zahlung. Oder lesen und fördern Sie alle Themenmagazine mit einem RiffReporter-Abo.
Kerstin Hoppenhaus

Kerstin Hoppenhaus


Countdown Natur

Der Reichtum des Lebens auf der Erde ist in Gefahr. Es geht um die Zukunft unzähliger Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume. Das betrifft uns Menschen existenziell. Es geht auch um sauberes Trinkwasser, unsere Nahrung und ein lebensfreundliches Klima. Ein Team von 25 Journalistïnnen von RiffReporter berichtet bei "Countdown Natur" über den Wettlauf gegen die Zeit und über Lösungsansätze. Wissenschaftlerïnnen sagen: Bisher hat der globale Naturschutz fast alle Ziele verfehlt. Kommt nun die Wende zum Besseren?

2021 entscheiden die Staaten der Erde bei zwei UN-Umweltgipfeln darüber, ob und wie sie gemeinsam die weitere Zerstörung der Lebensvielfalt aufhalten wollen. Dazu braucht es vertiefte Recherchen, ausführliche Berichterstattung und eine große Öffentlichkeit. Die Recherchen werden von der Hering-Stiftung Natur und Mensch, dem European Journalism Centre, der Andrea von Braun Stiftung und dem Hofschneider-Preis gefördert. Auch Sie können uns unterstützen!

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Kerstin Hoppenhaus

Engeldamm 20
10179 Berlin

www: https://hgmedien.com

E-Mail: mail@hgmedien.com

Tel: +49 30 55200488

Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

VGWort Pixel