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E-Auto, aber besser: Beim 24-Stunden-Rennen für Solar-Autos profilieren sich klimafreundliche Fahrzeuge

Seit vielen Jahren entwickeln Studierende bei der Solar Challenge klimafreundliche Autos. Sie bauen Rennwagen, die mit Sonnenenergie betrieben werden. Das Konzept funktioniert.

30.09.2021
4 Minuten
Autos mit Solarzellen auf dem Dach vor dem Start eines Rennens der Solar Challenge. Zu sehen sind sowohl Rennautos für eine Person als auch solche für vier Insassen.

Das belgische Agoria-Solar-Team ist neuer Europameister bei den solarbetriebenen Rennautos. Die Studierenden der Universität Leuven verteidigen damit ihren Titel bei den Einsitzern der Challenger-Klasse. Ihr Fahrzeug „Bluepoint“ schaffte im 24-Stunden-Rennen auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke in Zolder eine Distanz von 1384 Kilometern und verpasste damit nur knapp die Leistung von 2020. Das Team Sonnenwagen der RWTH und FH Aachen landete auf dem zweiten Rang. In der Klasse der mehrsitzigen Cruiser-Fahrzeuge gewinnt die italienische Mannschaft Onda Solare aus Bologna sehr knapp vor dem Lodz Solar Team aus Polen.

In den beiden Wettbewerben starteten 13 Fahrzeuge aus Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Schweiz, Schweden und der Türkei. Die Autos werden von Studierenden entwickelt. „Wir wollen zeigen, was Mobilität der Zukunft sein kann“, sagt Fredric Aoun, Sprecher des Aachener Teams. Der Sonnenwagen aus Aachen benötigt etwa eine Kilowattstunde pro 100 Kilometer. Weit weniger als ein Zehntel dessen, was ein handelsübliches Elektroauto beansprucht.

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Modernes Design. Das italienische Solarfahrzeug Emilia 4LT ist geformt wie ein umgedrehtes „U“. Dadurch benötigt es besonders wenig Energie.
Das Auto der Zukunft? Das Solarfahrzeug Emilia 4LT hat zwei Rümpfe und ein breites Dach für Solarzellen.
Fahrzeugdesign aus dem Windkanal, In der Seitenansicht ähnelt das Solarauto Emila 4LT einem Wassertropfen.
Fahrzeugdesign aus dem Windkanal: Das Solarauto Emilia 4LT hat sogar einen Kofferraum.
Das grüne Auto hat ein ungewöhnliches Design, ähnelt aber einem normalen Pkw. Dabei wird Eagle 2 von Solarzellen angetrieben.
Der Eagle 2 aus Lodz ähnelt von vorn einem normalen Pkw. Das Solarfahrzeug wurde bei der EM für seine Praxistauglichkeit ausgezeichnet.
Rückansicht des Eagle 2. Ein Großteil der Solarzellen befindet sich hinter der Kabine, die für vier Passagiere ausgelegt ist.
Der Eagle-2 aus Lodz unterwegs auf der Rennstrecke. Die Solarzellen ragen nach hinten über den Rumpf des Fahrzeugs hinaus.
Sportliches Design: Der Sunriser aus Bochum wirkt wie ein moderner Sportwagen für mehrere Insassen, ist aber solargetrieben.
Sportliches Design: Der Sunriser aus Bochum wirkt wie ein moderner Sportwagen für mehrere Insassen, ist aber solargetrieben.
Ein langgestrecktes Solarauto: Die Solarzellen sind beim Sunriser auf Bochum über den hinteren Sitzen und auf dem Kofferraum angebracht.
Das hintere Teil des Sunrisers aus Bochum ist langgestreckt, damit noch mehr Platz für Solarzellen entsteht. Das Fahrzeug ist ein Mehrsitzer.

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Im Bluepoint ragt die Fahrerkabine aus dem Solarzellendach heraus. Das Fahrzeug mit dem Doppelrumpf vergleichbar zum Katamaran ist ein Einsitzer.
Der Bluepoint des belgischen Solarteams Agoria schafft bis zu 130 km/h. Das Fahrzeug gewann 2019 auch die WM in Australien.
Ein Auto, geformt wie ein Pfeil, der Fahrer sitzt in der Mitte. Das Solarfahrzeug aus Aachen wiegt nur 164 Kilogramm.
Der Covestro-Sonnenwagen aus Aachen wurde 2019 entwickelt. Die Fläche der Solarzellen misst 2,6 Quadratmeter.
Der Kleinste bei den Solarfahrzeugen. Der rote  Red E aus Twente mit der Form eines Katamarans ist nur drei Meter lang.
Klein und schnell: Der Red E aus Twente ist nur drei Meter lang und 1,2 Meter breit. Solarzellen und Kuppel der Fahrerkabine können gemeinsam hochgeklappt werden.
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Rainer Kurlemann

Rainer Kurlemann

Rainer Kurlemann ist promovierter Chemiker und arbeitet seit mehr als 30 Jahren als Journalist. Er schreibt nicht nur über Wissenschaft, sondern sucht als Moderator auch den Dialog mit Menschen und Innovationen für die Diskussion über Wissenschaft. „Der Geranienmann“ ist sein erster Wissenschaftskrimi, weitere Bücher werden folgen.


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