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Willkommen in E-merica!

Fürs tägliche Pendeln sind Elektroautos längst alltagstauglich. Aber wie sieht es mit den richtig großen Strecken aus? Wir wagen einen Roadtrip in den USA, dem Land der (un)begrenzten Ladesäulen.

27.07.2020
10 Minuten
Blick aufs Armaturenbrett eines Teslas während der Fahrt.

„Nicht so schüchtern“, ruft Reid, als ich zögerlich um das „Model 3“ herumschleiche, das er vor meinem Hotel abgestellt hat. „Das ist jetzt deins. Mach damit, was du willst.“ Ganz wörtlich meint er das sicher nicht, denn erstens gehört der rote Tesla, den er extra noch mal gewaschen hat, in Wahrheit ihm. Und zweitens hat er zuvor beiläufig erwähnt, wie viel er für sein rollendes Schätzchen bezahlt hat: 62.000 Dollar.

„Dass du ihn jetzt fährst, hilft mir sehr“, erklärt Reid. „Dadurch kann ich viel schneller meinen Kredit abzahlen.“

Reid Workman, ein 31-jähriger Programmierer aus Atlanta, überlässt mir für eine Woche sein Elektroauto. Er hat es auf eine Plattform namens Turo.com gestellt, auf der Privatleute ihre Fahrzeuge zum Verleih anbieten, ein bisschen wie Airbnb, nur für Autos. Während Reid die nächsten acht Tage per E-Scooter unterwegs sein wird (er holt das Gefährt aus dem Kofferraum), nutze ich seinen Tesla für ein Experiment:

Ist es heute schon möglich, einen kompletten USA-Roadtrip in einem E-Auto zu absolvieren? Die Distanzen sind größer als in Europa, die Ladestationen dünner gesät. Noch dazu soll die Tour möglichst umweltfreundlich ablaufen: wenig Müll, viel Bio-Nahrung, nachhaltig arbeitende Hotels. Wenn es sie denn gibt.

Ein junger Mann steht auf einem E-Scooter. Im Hintergrund steht ein Tesla Model 3.
Reid Workman überlässt mir für eine Woche sein Elektroauto. Er selbst steigt dafür auf einen Roller um. Natürlich auf einen elektrischen.
Nahaufnahme eines Stecker-Adapters.
Die wichtigsten Utensilien liegen schon im Auto, Tankkarten für verschiedene Anbieter sowie ein Adapter, damit der Tesla auch in Ladestationen anderer Anbieter passt.
Landkarten-Ausschnitt. Die Karte zeigt den Süden der USA.
Rund 1800 Kilometer ist die Route lang. Sie führt von Atlanta bis zum Golf von Mexiko, anschließend über Florida zurück nach Georgia.
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Wie der Besitzer stolz erklärt, ist das Auto rund um die Uhr mit dem Internet verbunden, eine Dashcam filmt jede Sekunde der Fahrt. Außerdem hat Reid – ganz der Programmierer – eine App entwickelt, mit der ich den Tesla per SMS fernsteuern kann. So lässt sich das Auto öffnen und verriegeln, egal, wo man gerade sitzt. „Verlier nur den Schlüssel nicht“, ermahnt mich Reid, und selbst dieser ist in Wahrheit eine Chipkarte. Dann sagt er „good-bye“ und saust mit seinem E-Scooter davon.

In meinem Hotel, dem Stonehurst Place, hat sich die Auto-Anlieferung schnell herumgesprochen. „Mal sehen, wie weit du kommst“, orakelt ein älterer Gast, der den Tesla zwar schick, aber wenig praktisch findet. Er selbst vertraue da lieber auf seine 350 Benzin-PS. „Damit kommst du schneller ans Ziel“, sagt er und lacht.

Ein mulmiges Gefühl

Doch viele Gäste sehen das anders. Weil die Nachfrage steigt, hat das Hotel kürzlich eine zweite Ladesäule für E-Autos installiert. Auch sonst setzt die Unterkunft auf Nachhaltigkeit: Abwasser wird recycelt, Müll getrennt, Einweggeschirr vermieden – kleine Schritte, die in vielen amerikanischen Hotels aber nach wie vor ein Fremdwort sind.

Der nächste Morgen. Schon um sieben Uhr rolle ich aus der Einfahrt. 550 Kilometer liegen an diesem Tag vor mir, etwas mehr als die Reichweite der Batterien. Wo ich laden muss, weiß das eingebaute Navi: Es schlägt automatisch Ladestationen vor, die sich entlang der Strecke befinden.

„Bleiben Sie unter 70 Meilen pro Stunde, um Ihr Ziel zu erreichen“, ermahnt mich der Bordcomputer. Ein mulmiges Gefühl.

Nahaufnahme eines Handys.
Der Tesla, den mir Reid geliehen hat, lässt sich per Handy fernsteuern. Die App dazu hat der Besitzer selbst programmiert.

Am Anfang bin ich starr wie ein eingefrorener Akku, vermeide alles, was auch nur ansatzweise Strom verbrauchen könnte. Kein Radio, kein Tempomat, keine Klimaanlage. Erst als nach drei Stunden der erste Zwischenstopp in Sichtweite kommt und die Batterie noch immer zu 30 Prozent voll ist, atme ich durch. Bei der Strom-Tankstelle handelt es sich um einen „Tesla-Supercharger“: eine Reihe von Schnellladesäulen, die das Unternehmen am Rande der großen Highways aufgestellt hat.

Reid hatte mir gesagt, man könne das Auto in 30 Minuten fast vollständig aufladen. Zudem sollen die Supercharger fast immer neben Restaurants oder Shoppingcentern liegen, damit einem nicht langweilig wird.

Meine Örtlichkeit bildet die Ausnahme. Die Ladestation liegt auf einem Motel-Parkplatz neben dem Interstate-Highway 65. Außer Sprühregen und einer Mülltonne gibt es hier nichts. Ich stöpsele das Auto ein und hoffe, dass es funktioniert. Und tatsächlich: Die Signallampe blinkt grün, der Tesla lädt.

Weil ich sonst nichts zu tun habe, gehe ich ins Motel.

„Sie möchten auschecken?“, fragt die Dame an der Rezeption.

„Ähm, nein, ich lade mein Auto auf“, entgegne ich und halte ihr meinen Mehrweg-Trinkbecher hin. „Haben Sie vielleicht etwas Wasser?“

Jetzt strahlt die Dame. Sie zeigt mir den Wasserspender, die Toilette und die Sitzecke im Foyer. E-Mobilisten sind offenbar gern gesehene Gäste, selbst wenn sie nicht hier schlafen.

Ein Tesla ist an einer Ladesäule angeschlossen.
Bei den meisten Superchargern sind Restaurants in der Nähe. Dieser hier kommt einsam daher. Nur ein Motel ist in Reichweite.
Ein Flachbild-Display am Armaturenbrett zeigt den Ladestand des Akkus an.
Der Bordcomputer zeigt an, wie viel Saft im Akku steckt. Nach 30 Minuten sind die Batterien zu 80 Prozent aufgeladen.

Nach Tee und Toilette ist das Auto zu 80 Prozent aufgeladen. Als ich den Stecker entferne, kommt ein weiterer Tesla auf den Hof gefahren. Ein kleiner Plausch unter Stromern? Leider nicht. Der Fahrer, ein junger Typ mit Kapuzenpulli und DJ-Kopfhörern, schaut kein einziges Mal von seinem Handy auf. Sei’s drum. Ich muss sowieso weiter, bevor der Regen noch schlimmer wird. Der Wetterdienst hat einen Sturm angekündigt, der sich vom Golf von Mexiko landeinwärts bewegt.

Zwei weitere Stunden vergehen, bevor ich von der Autobahn auf eine Landstraße in Alabama wechsle – in eine andere Welt. Die Kleinstädte, die poetische Namen wie Bay Minette und Holly Hills tragen, sind gesäumt von Kirchen, Tankstellen und hölzernen Strommasten, die der Wind schief gebogen hat. Daneben Plakate, die für die nächste „Gun Show“ werben und schwangere Frauen ermahnen, nicht abzutreiben: „Entscheide dich für das Leben!“

Ein Pickup-Truck rauscht vorbei, beflaggt mit Kruzifix- und Südstaaten-Fahnen. Vor Schreck lasse ich den Bordcomputer eine alte Obama-Rede abspielen

Blick durchs Autofenster auf den Highway. Es regnet in Strömen.
Mistwetter auf dem Weg nach Alabama.

Am frühen Nachmittag lässt der Regen allmählich nach. Ich erreiche Gulf Shores, den südlichsten Zipfel Alabamas: Dünen, Palmen, weißer Sand. Und mehrere Ladesäulen. Direkt am Strand liegt die „Lodge at Gulf State Park“, ein Hotelkomplex, der 2004 in einem Hurrikan zerstört wurde. Lange Zeit fehlte das Geld für den Wiederaufbau – bis im Jahr 2010 die BP-Bohrinsel Deepwater Horizon die Gegend verseuchte.

In den folgenden Jahren zahlte der Ölkonzern 143 Millionen Dollar Entschädigungsgelder, die das Land nutzte, um das Hotel auferstehen zu lassen.

Die neue Anlage soll nicht nur Unwettern trotzen, sondern auch die Umwelt schonen: Plastikteller sind tabu, auf den Gängen stehen kostenlose Wasserspender, die Flüssigseife im Bad kommt aus einem nachfüllbaren Spender. Das Kondenswasser der Klimaanlage wird zum Auffüllen des Pools benutzt, der aus energetischen Gründen nicht beheizt ist. Was wiederum so viele gut betuchte Gäste ärgert, dass das Hotel überlegt, das Schwimmbecken demnächst vielleicht doch zu erwärmen.

Plastikstrohhalme und eine kaputte Ladesäule

Das Elektroauto ist hier in guter Gesellschaft. „Nette Kiste“, ruft der Concierge, als ich den Wagen an der hoteleigenen Ladesäule anschließe. Sein Tipp: Ökos wie ich sollten unbedingt bei „Lulu’s“ speisen, einer Mischung aus Musikkneipe und Fischrestaurant. „Da bekommst du zum Fisch einen Barcode gereicht“, erklärt der Mann. Dieser verrate das genaue Fanggebiet.

Ich tue, wie mir geheißen und fahre zu Lulu’s, werde aber schon beim Parken enttäuscht: Zum ersten Mal auf dem Roadtrip funktionieren die Ladesäulen nicht. Die Pommes und frittierten Okra-Stückchen kommen in beschichteten Pappschachteln auf den Tisch, im Wasserglas steckt ein Plastikstrohhalm. Öko geht anders.

Ein Ladestecker steckt in einer Ladebuchse in einem Elektroauto.
Ohne Strom geht nichts. Das Wichtigste bei einem elektrischen Roadtrip sind Ladestationen.
Ein junger Mann lehnt sich an ein Auto.
Mein Auto für eine Woche: Der Tesla Model 3 soll mit einer Ladung bis zu 500 Kilometer weit kommen. Das ist aber sehr optimistisch gerechnet.

Was echte Nachhaltigkeit bedeutet, erfahre ich am nächsten Tag bei Renee Savary. Die gebürtige Schweizerin hat in der Kleinstadt DeFuniak Springs in Florida eine Bio-Eisdiele eröffnet. Sechs Supercharger liegen direkt gegenüber.

„Das war für mich der absolute Glücksfall“, erklärt Savary. „Alle Leute, die an der Küste entlangfahren, müssen zum Laden hier anhalten.“ Die E-Auto-Fahrer machten inzwischen 50 Prozent ihrer Kundschaft aus.

„Bei mir gibt es nur Porzellangeschirr“, betont die resolute Dame, die ursprünglich aus La Gruyère stammt. Die Zutaten ihrer Produkte kommen von ihrer eigenen Farm. „Manchmal muss ich die Leute ein bisschen erziehen“, sagt Savary und lacht. „Das ist gar nicht so einfach in einem Land zu leben, in dem der Präsident kein Gehirn hat.“

Jeder Parkplatz ist voll – nur der elektrische nicht

In Tallahassee, der Hauptstadt Floridas, steppt nicht gerade der Bär. Zu sehen sind Hausangestellte, die Hecken trimmen. Bauarbeiter, die aus Holzplanken neue Häuser errichten. Senioren, die mit Coffee-to-go-Becher durch palmengesäumte Straßen laufen. Am meisten los ist immer noch bei Whole Foods, einem Bio-Supermarkt, der direkt vor dem Eingang zwei Ladestationen vorhält.

Ähnlich ergeht es mir am nächsten Tag in Jacksonville: Weil sonntags die komplette Stadt shoppen geht, ist im Einkaufszentrum jeder einzelne Parkplatz belegt – nur nicht der elektrische. Zwar handelt es sich nicht um eine Tesla-Säule. Dank eines Adapters, den Reid ins Auto gelegt hat, klappt es aber auch an dieser Station.

Eine ältere Dame hält ein Schild in die Höhe. Darauf steht „Open“.
Die Schweizerin Renee Savary betreibt ein Eiscafé in der Kleinstadt DeFuniak Springs, direkt gegenüber der Tesla-Ladestation. 50 Prozent ihrer Kunden sind E-Auto-Fahrer.
Ein Auto, das an einer Ladesäule angeschlossen ist.
50 Prozent ihrer Kunden sind E-Auto-Fahrer, sagt Renee Savary. Im Hintergrund ist ihr Café zu sehen.

Je länger ich unterwegs bin, desto leichter wird es, nachhaltige Angebote zu finden. „Sustainable“, „green“ und „eco-friendly“ sind die Stichworte, mit denen man passende Hotels und Restaurants googelt. In Tallahassee etwa serviert das Lokal „Backwoods Crossing“ fast ausschließlich Produkte, die es im Garten selbst anbaut: „Farm to table“ nennen das die Amerikaner.

In Savannah hat sogar ein Motel eigene Ladesäulen. Und Leih-Fahrräder. Natürlich gibt es auch bloße Lippenbekenntnisse: Lokale, die sich „grün“ nennen, dabei aber vor allem an die Farbe der Dollarscheine denken. Ein Hotel auf meiner Strecke warb offensiv mit eigenen Lademöglichkeiten. Vor Ort mussten die Mitarbeiter dann aber erst mal zwei Stunden suchen, bis sie das richtige Parkhaus fanden.

Doch viele meinen es mit dem Umweltschutz ernst. So manches Hotel produziert per Solarkollektor sogar eigenen Strom, der wiederum den E-Autos zugutekommt.

Nach einer Woche bringe ich den Tesla seinem Besitzer zurück.

„Und, wie war’s?“, fragt mich Reid, der sichtlich erleichtert ist, dass sein Flitzer von Kratzern verschont geblieben ist.

„War klasse“, versichere ich. Und erzähle stolz, dass auf dem gesamten Roadtrip nur einmal der Akku leer war: der meines Laptops. Ich hatte den Steckdosen-Adapter zu Hause vergessen.

Ein Auto lädt Strom auf einem Motel-Parkplatz.
Sogar günstige Motels bieten mitunter Ladestationen für ihre Gäste (hier das „Thunderbird Inn“ in Savannah).

Wie kommt man als Urlauber an ein E-Auto?

Bevor der elektrische Roadtrip starten kann, steht die Frage: Woher ein entsprechendes Auto nehmen? Im Laufe der Recherche stellte sich heraus, dass dieser Punkt kniffliger sein würde als die Reichweite des Akkus oder die Suche nach Lademöglichkeiten.

  • Problem eins: Die großen Mietwagenfirmen haben aktuell fast keine E-Autos im Bestand. Offenbar scheuen sie die Installation einer Lade-Infrastruktur an ihren Standorten – und den Aufwand, Kunden in die Bedienung einzuweisen. Die beiden großen deutschsprachigen Mietwagenportale, Billiger-Mietwagen.de und Sunnycars, gaben auf Nachfrage an, 2019 kein einziges E-Auto in den USA vermittelt zu haben.
  • Problem zwei: der Preis. Es gibt US-Bundesstaaten, in denen durchaus elektrische Leihautos zu haben sind, zum Beispiel Florida oder Kalifornien. Diese sind im Vergleich zu Verbrennern aber exorbitant teurer. Wer bei Billiger-Mietwagen.de etwa einen Tesla Model S für eine Woche ab Los Angeles bucht, zahlt dafür 316,90 Euro – pro Tag! Zum Vergleich: Manche Verbrenner gibt es schon ab 25 Euro pro Tag.
  • Problem 3: Wer bereit ist, den Preis zu zahlen, erlebt die nächste Hürde: Die meisten E-Autos kann man nur dort abgeben, wo man sie gemietet hat. Eine Fahrt durchs Land scheidet also aus.

Als einzige praktikable Möglichkeit stellte sich am Ende die Privatmiete heraus. Websites wie Turo.com listen Autobesitzer auf, die ihre Flitzer für einen bestimmten Zeitraum vermieten. Das Portal übernimmt die Versicherung, alles Weitere regeln Autobesitzer und Mieter untereinander. Wer Glück hat, kann sogar vereinbaren, dass das Auto am anderen Ende des Landes abgeholt wird, gegen Gebühr, versteht sich. Ein bisschen abenteuerlich ist diese Variante schon. Aber das sollen Roadtrips ja auch sein.

Ein roter Tesla steht auf einem Parkplatz.
Glück gehabt! Im Shoppingcenter in Florida sind alle Parkplätze belegt—nur die füe Elektroautos nicht.

Praktische Informationen:

Anreise: Der Flug lässt sich nicht vermeiden, aber die C02-Emissionen kann man kompensieren, z.B. über Atmosfair: www.atmosfair.de

Auto: Bei Turo kosten Teslas etwa $100 pro Tag, kleinere Modelle wie Nissan Leaf oder BMW i3 ab $50. Es empfiehlt sich, zur Sicherheit ein eigenes Navi (mit installierter USA-Karte) mitzubringen. www.turo.com

Hotels: Atlanta: Stonehurst Place, DZ ab $200. Gulf Shores: Lodge at Gulf State Park, DZ ab $190. Tallahassee: Four Points by Sheraton, DZ ab $205. Jacksonville: Sheraton, DZ ab $220. Savannah: Thunderbird Inn, DZ ab $85. (Alle der genannten Hotels sind mit Ladestationen ausgestattet).

Planer: Die Website „A Better Routeplanner“ schlägt passend zum jeweiligen E-Auto die besten Zwischenstopps vor: www.abetterrouteplanner.com. Hotels mit Ladestation zeigt die App „EV Hotels“ oder die Website www.chargehotels.com.

Ein Parkplatz. Im Vordergrund ist ein Schild zu sehen, auf dem steht: „Electric cars only“.
Wer einen elektrischen Roadtrip unternimmt, sollte gut planen: Wo sich Ladestationen befinden, verraten Handy-Apps und Websites.

Making-of:

Auch wenn eine bestimmte Automarke sehr prominent in dieser Reportage vorkommt: Dies ist kein Werbetext und soll auch keiner sein!! Ich habe keinerlei Verbindungen zu Tesla (privat fahre ich einen Opel Astra mit über 200.000 km auf dem Tacho). Tatsächlich hatte ich hatte im Vorfeld alle namhaften E-Auto-Hersteller kontaktiert mit der Bitte, ein Testfahrzeug für diese Reportage zur Verfügung zu stellen. Alle lehnten ab; Tesla antwortete gar nicht erst.

Das Internetportal „turo.com“ ermöglichte mir schließlich die kostenfreie Buchung eines Fahrzeugs. Den Flug (und den CO2-Ausgleich) habe ich komplett selbst bezahlt—am Ende sogar doppelt, weil mein Rückflug coronabedingt gestrichen wurde.

Last but not least: Der Roadtrip erfolgte im Februar 2020. Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen würde ich von einer Reise in die amerikanischen Südstaaten derzeit eher abraten (Stand: Juli 2020). Da sich die Situation aber (hoffentlich) schnell wieder ändern kann, soll diese Reportage trotzdem als Inspiration für Reisende dienen. It’s gonna be okay!

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Ein Auto fährt über eine Straße, im Hintergrund parken zwei weitere Autos und zapfen Strom.
Die Kleinstadt DeFuniak Springs in Florida liegt direkt am Interstate Highway 10, einer wichtigen Ost-West-Verbindung. Die Tesla-Stationen sind deshalb gut frequentiert.


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Steve Przybilla

Steve Przybilla

Steve Przybilla (Jg. 1985) ist freier Journalist. Zu seinen Schwerpunkten gehören USA-Reportagen sowie Mobilitäts- und Datenschutz-Themen. Seine Texte erscheinen u.a. in der Süddeutschen Zeitung, der NZZ und bei FAZ Quarterly.


USA-Reporter

"Amerika ist wunderschön -- wenn nur die Amerikaner nicht wären." Als Steve Przybilla seinen ersten USA-Flug buchte, fasste ein Reisebüro-Mitarbeiter das Land mit genau diesem Satz zusammen.

Das Erlebnis ist lange her, das Reisebüro längst geschlossen. Was geblieben ist, ist Steves unstillbare Neugier auf dieses verrückte, unbekannte, uns Europäern oft fremde und gerade deswegen so faszinierende Land. Seit 15 Jahren bereist Steve für verschiedene Medien (u.a Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Spiegel online) als Reporter die USA.

In seinem Online-Magazin nimmt Sie Steve mit auf seine Recherchen. In unregelmäßigen Abständen erscheinen hier Reportagen, die eine Perspektive jenseits der üblichen Klischees bieten. Wir entdecken Amerika, indem wir Washington hinter uns lassen. Indem wir Kifferïnnen interviewen, Separatistïnnen besuchen, einem Botox-Doktor aufs Skalpell schauen und "Black Lives Matter"-Aktivistïnnen auch dann noch begleiten, wenn ihre Demo längst vorbei ist. Waffenrecht, Todesstrafe und Abtreibungsstreit? Auch das ist Amerika. Aber eben nicht nur.

Durch dieses Eintauchen ins pralle Leben entsteht ein mehrdimensionaler und trotzdem kritischer Blick auf ein Land, das sich ständig wandelt. Und Sie sind dabei.

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