In Dunkelheit und Kälte der Tiefsee bilden Blumentiere Hotspots der Biodiversität

Kaltwasserkorallen begründen in der Tiefsee ausgedehnte Rifflandschaften und artenreiche Ökosysteme. Tiefseeforscher André Freiwald sagt im Interview, wie sie sich unter dem Einfluss des Menschen verändern.

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In einem dunklen Korallenriff verstecken sich rötliche Fische, von Muscheln sind leicht geöffnete Schalen zuerkennen. Im Vordergrund schwimmen orange Krabben mit langen Beinen und weißen Streifen auf dem Körper. Einige Korallen stehen auf einer felsigen Struktur, anderen hängen an kordelförmigen Röhren nach unten.korallen stehen auf einerdem Körper

Auf den organgefarbenen Ast einer Koralle sitzen zylinderförmige Polypen, deren Mundöffnungen von runden Kränzen mit Tentakeln umgeben sind. runden Tentakelkränzen um die Mundöffnug
So hell wie bei dieser Makroaufnahme aus dem Labor haben es Glaskorallen normalerweise nicht. Im tiefen dunklen Meer befördern die Polypen mit ihren Tentakeln Futter in Form von Plankton und organischen Schwebteilchen zu ihren Mundöffnungen. Sie bilden ausgedehnte Riffe in der Tiefsee.
Mann mit Bart im blauen Pullover blickt in Kamera. Im Hintergrund ist eine offene Schiffsluke zu erkennen.
Prof. Dr. André Freiwald leitet die Abteilung Meeresforschung am Forschungsinstitut Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven. Der Meeresgeologe und Paläontologe erforscht seit den 1990er-Jahren Kaltwasserkorallen, anfangs mit einem Forschungs-U-Boot, seit gut 20 Jahren mit Tauchrobotern von Forschungsschiffen aus. Bei dieser Arbeit sieht er, wie sich die für die geologische und ökologische Vielfalt der Meere wichtigen Riffe verändern.
Kopf eines toten Rotbarschs mit großen Auge, Im Hintergrund sind weitere rote Fische dieser Art zu erkennen.
Rotbarsch gehört zu den Fischen, die im Nordatlantik gefangen werden. Er kommt unter anderem in und an Kaltwasserriffen vor der norwegischen Küste vor (Symbolbild).

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