Studie im Indischen Ozean zeigt: Seevögel fördern die Gesundheit von Korallenriffen.

Durch ein ungewöhnliches Experiment haben Meeresbiologïnnen herausgefunden, wie eng die Ökosysteme an Land und im Ozean miteinander vernetzt sind. Sogar Vogelkot hat eine wichtige Funktion.

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Das Kueken von einem Rotfusstoelpel auf einem Ast, dahinter das Meer.

Seevögel und Korallenriffe begegnen sich nie – und sind doch eng miteinander verbunden. Wie eng, hat jetzt ein Team von Forschenden um Casey Benkwitt von der britischen Universität Lancaster herausgefunden. Die Meeresbiologïnnen aus Großbritannien und Australien arbeiten im Chagos-Archipel, einer abgelegenen Region im Indischen Ozean. Fernab von jeder Zivilisation können sie dort Korallenriffe untersuchen, die kaum menschlichen Einflüssen ausgesetzt sind.

Der Archipel ist eine Art natürliches Labor, denn einige Inseln waren nie von Menschen besiedelt. Auf ihnen brüten bis heute große Kolonien von Seevögeln. Auf anderen Inseln haben sich bereits vor Jahrhunderten Ratten angesiedelt. Als blinde Passagiere reisten sie auf Schiffen mit und gelangten schließlich an Land. Und wie so oft auf ozeanischen Inseln machten sich die Ratten über Vogeleier und Küken her. Auf diesen von Ratten besiedelten Inseln des Chagos-Archipels brütet deshalb heute kaum noch ein Vogel.

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