Klimainformatiker: „KI wird in Zukunft den Großteil unserer Lebensbereiche durchdringen“

Peer Nowack nutzt Künstliche Intelligenz, um Vorhersagen zum Klimawandel zu treffen. Wie KI die Forschungs- und Arbeitswelt verändern wird und warum das vor allem eine Chance sein könnte – ein Interview.

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Man sieht eine geöffnete Roboterhand

Künstliche Intelligenz ist für Forschende nicht nur Thema, sondern auch Werkzeug. Der Klimainformatiker Peer Nowack nutzt KI, um Vorhersagen zum Klimawandel zu treffen. Wie wird KI die Forschung, die Lehre und die Arbeitswelt verändern? Ist KI eine Gefahr oder eine Chance für die Wissenschaft – ein Gespräch.

Herr Nowack, was erforschen Sie mit KI?

Ich forsche in Bezug auf KI in verschiedenen Bereichen, in erster Linie im Bereich der Klimawissenschaft. Also: Wie können wir künstliche Intelligenz bzw. Maschinelles Lernen nutzen, um Klimawandel-Vorhersagen zu verbessern? Dafür kombinieren wir Methoden des Maschinellen Lernens, numerische Erdsystemmodelle und Erdbeobachtungen, wie zum Beispiel Satellitendaten, auf neue Art und Weise.

Können Sie das genauer erklären?

Wir studieren in der Regel sehr komplexe Systeme, die rein analytisch nicht mehr lösbar sind. Daher ist es wichtig, dass wir aus den bereits vorhandenen Daten Beziehungen herleiten, die uns bei der Verbesserung von Modellen helfen oder um Beobachtungen und Modellierungen zusammenzubringen. Indem wir KI einsetzen, können wir also neue Erkenntnisse gewinnen und Unsicherheiten in Vorhersagen erheblich reduzieren.

Man sieht ein Porträts eines Manns mit braunen Haaren, der einen Anzug trägt.
Klimainformatiker Peer Nowack.

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Redaktion: Christiane Schulzki-Haddouti