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Die Wurzeln des Menschseins

Wie das Erbe der Affen den Grundstein für die Entstehung des Homo sapiens legte

13.11.2020
13 Minuten
Zu sehen sind die Schultern und Köpfe von drei Schimpansen, die einander zugewandt sind und auf die erhobene, in der Mitte des Bildes zu sehende Hand des einen starren, die offenbar eine Frucht enthält. Schimpansen besitzen hochentwickelte soziale und geistige Fähigkeiten, ein großes Gehirn und Hände, die denen des Menschen sehr ähnlich sind. Vor vielen Jahrmillionen wurden die Affen zum Ausgangspunkt für die Evolution des Homo sapiens.

Der Mensch ist das derzeit einflussreichste Lebewesen auf der Erde. Doch dazu konnte er nur werden, weil ihm seine baumbewohnenden Urahnen ganz besondere Fähigkeiten mit auf den Weg gaben. War es das große Gehirn, das räumliche Vorstellungsvermögen, die geniale Greifhand, das komplexe Sozialleben? Eine Spurensuche nach dem Erbe der Affen in uns – und dem Schlüssel unseres evolutionären Erfolgs.

Dies ist der erste Text einer achtteiligen, kostenpflichtigen Serie zur Geschichte des Menschen. Die Beiträge folgen im Abstand von je einigen Monaten – als nächstes: „Die Erfindung des aufrechten Gangs“.

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Wo soll man anfangen, um die Geschichte des Menschen zu erzählen? Biologisch gesehen gehört er zum Tierreich und so könnte seine Story vor rund 540 Millionen Jahren beginnen, als in den Urmeeren urplötzlich eine riesige Vielfalt tierischer Kreaturen auftauchte. Oder beim ersten Fisch, der aus dem Wasser stieg, mühsam die felsige Küste erklomm und zum Pionier aller landbewohnenden Vierbeiner wurde. Vielleicht auch bei den Säugetieren, die dank der Erfindung der Muttermilch, eines wärmenden Fells, komplexer Zähne und extrem leistungsfähiger Sinnesorgane zu den heute dominierenden großen Tieren wurden. Oder noch später, bei unseren nächsten Verwandten, den Affen?

Das Foto zeigt in Großaufnahme den Kopf eines männlichen Pavians im Zoologischen Garten Berlin. Er trägt eine auffällige silberne Mähne an beiden Seiten des Kopfes und sein Gesicht ist von Narben gezeichnet. Paviane leben in Gruppen in der afrikanischen Savanne und bewegen sich vierbeinig fort.
Paviane – hier ein männliches Exemplar im Zoologischen Garten Berlin – leben in Gruppen und bevölkern, wie die frühen Menschen, die afrikanische Savanne. Im Gegensatz zum Homo sind die Paviane bei der vierbeinigen Fortbewegung geblieben

„Das hier, das ist der Mainstream“, sagte einmal der US-Paläoanthropologe und „Lucy“-Entdecker Donald Johanson und kritzelte mit einem Bleistift einen dicken Strich auf ein Stück Papier. Dann fügte er eine dünne Verästelung hinzu und meinte: „Und das sind wir Menschen – die absolute Ausnahme. 50 Millionen Jahre liefen die Affen auf vier Beinen, und dann begannen unsere Vorfahren aufrecht zu gehen. Das machte sie langsamer und verletzbarer – absolut verrückt. Und doch überlebten sie.“ Der Mensch, so sieht es Johanson, ist quasi ein Affe, der aus der Reihe tanzte und der bereit war, große Risiken auf sich zu nehmen.

Der Mensch: Ein Affe, der aus der Reihe tanzte

Somit ist klar: Die Geschichte, die den Menschen erklären soll, muss bei den Affen beginnen. Sie schenkten unseren Vorfahren die Voraussetzungen, um einen ganz besonderen Weg einzuschlagen. Es sind spezielle körperliche Merkmale und geistige Eigenschaften, die die Affen besitzen und die sie von anderen Säugetieren unterscheiden. Und es ist dieses Erbe der Affen, das in unseren Vorfahren die Grundlage für eine einmalige Karriere auf diesem Planeten schuf. Um zu verstehen, wie diese Eigenschaften sich entwickelten, muss man eine Zeitreise tief in die Vergangenheit unternehmen und die Evolution dieser Kreaturen in einer außergewöhnlichen Umwelt nachzeichnen.

Ein Spitzhörnchen – das ein wenig aussieht wie eine Mischung zwischen grauem Eichhörnchen und Ratte – ist auf dem knorrigen Ast eines Baumes zu sehen und blickt mit seinen großen, seitlich am Kopf sitzenden Augen in die Kamera. So ähnlich wie dieses, auch Tupaia genannte Tier könnten die ersten Vertreter der Primaten vor mehr als 65 Millionen Jahren ausgesehen haben.
Spitzhörnchen oder Tupaias sind kleine Säugetiere, die in den tropischen Regenwäldern Süd- und Südostasiens etwa nach Würmern, Insekten oder Spinnen jagen. Vermutlich haben die Urahnen der Primaten ähnlich wie sie ausgesehen und gelebt

Die ersten Primaten – so werden Affen und Halbaffen von den Fachleuten genannt – leben bereits vor rund 80 Millionen Jahren, also zu Zeiten der Dinosaurier. Vor den riesigen Reptilien, die die Erde damals beherrschen, verstecken sie sich im Dickicht der Urwälder. Noch sehen sie ganz anders aus als heutige Affen. Sie ähneln vielmehr einem Spitzhörnchen (Tupaia) oder entfernt einer Ratte, sind klein, unscheinbar und jagen vermutlich auf dem Boden oder im unteren bis mittleren Astbereich der Bäume nach Insekten. Weil die Welt von tagaktiven Dinosauriern beherrscht wird, sind diese frühesten Primaten des Nachts geschäftig. Dabei hilft ihnen die Warmblütigkeit, die allen Säugetieren gemeinsam ist und es ihnen erlaubt, auch in kühlen Nächten aktiv und reaktionsschnell zu sein. Zudem besitzen sie hochentwickelte Sinnesorgane: einen exzellenten Geruchssinn, ein hochempfindliches Gehör und Augen, die auch im schummerigen Licht des Dschungels funktionieren.

Der Untergang der Dinosaurier gibt den Primaten eine Chance

Als die Saurier vor rund 65 Millionen Jahren nach dem Einschlag eines riesigen Meteoriten aussterben, steht den Ur-Primaten plötzlich eine neue Welt offen. Von nun an können sie auch tagsüber gefahrlos auf Bäume klettern und nach Futter suchen. Und so spezialisieren sich die Affen-Vorfahren im Laufe vieler Jahrmillionen immer mehr auf den Lebensraum Wald. Für Urwälder wie für Primaten ist jene frühe Periode eine gute Zeit. Das Klima ist warm, ausgeglichen und ohne ausgeprägte Jahreszeiten.

Vor rund 56 Millionen Jahren nehmen die Temperaturen sogar noch zu, es wird feuchter, und die Regenwälder breiten sich bis in höhere Breiten aus. In dieser Epoche des Eozän – benannt nach der griechischen Göttin der Morgenröte „Eos“ – durchleben die Baumbewohner eine Blütezeit mit Anpassungen, die sie stark verändern. Und daher entwickeln sich in dieser Periode, wohl vor 50 bis 36 Millionen Jahren, die „echten Affen“ – also jene Tiere, die wir alle vor uns sehen, wenn von unseren nächsten Verwandten die Rede ist.

Ein Affe blickt mit großen braunen Augen und gebleckten Zähnen in die Kamera. Es ist ein Langschwanzmakake, der im Tarutao National Park in Thailand lebt. Zu sehen sind sein Kopf und Oberkörper, die mit graubraunem Fell bedeckt sind, vor dem verwaschenen Hintergrund grüner Blätter. Die nach vorne gerichteten Augen der Affen bewirken, dass die Tiere hervorragend räumlich sehen und Entfernungen beim Springen von Ast zu Ast gut abschätzen können.
Bei den Affen – hier ein Langschwanzmakake im Tarutao National Park in Thailand – sind die Augen nach vorne gerichtet. Dadurch überschneiden sich die Sehfelder weitgehend, so dass die Tiere hervorragend räumlich sehen können – und der Blick menschlich wirkt

Die Augen der Tiere rücken in diesem evolutionären Prozess von der Seite des Schädels nach vorne, so dass sie einen eindringlichen – und manchmal schon menschlich wirkenden – Blick bekommen. Der Vorteil der frontalen Ausrichtung: Die Sehfelder der beiden Augen überschneiden sich weitgehend und deshalb vermögen die Affen hervorragend räumlich zu sehen. So können sie sich besser durch die dreidimensionale Welt der Bäume hangeln und Entfernungen abschätzen – etwa beim Springen von Ast zu Ast. Auch der Gleichgewichtssinn verfeinert sich und hilft ihnen beim Toben durchs schwankende Geäst.

Die Hand – ein Geniestreich der Evolution

Es gibt weitere Merkmale, die sich bei den Affen herausformen: Die Schnauze wird kürzer, das Gehirn größer, spitze Krallen werden zu platten Fingernägeln und statt Pfoten entwickeln die Tiere sehr bewegliche Füße und Hände, deren große Zehen beziehungsweise Daumen sich abspreizen lassen. Mit ihnen können sie Äste umgreifen und sich sicher in ihrem Lebensraum in den Bäumen bewegen. Damit entstehen die Voraussetzungen für eines der wichtigsten Organe, die der Homo sapiens einst besitzen wird und das ihm die Welt im wahrsten Sinn des Wortes „begreifbar“ macht: die menschliche Hand.

Auf dem Bild sind historische Schwarzweiß-Zeichnungen von den Händen und Füßen verschiedener Affenarten zu erkennen: Schimpanse, Gorilla, Orang-Utan, Pavian und Makake. Bei allen ist deutlich zu sehen, dass sie einen abspreizbaren Daumen beziehungsweise großen Zeh besitzen und hervorragend zum Greifen und Klettern geeignet sind. Besonders die Hände der Schimpansen und Gorillas verblüffen durch ihre Ähnlichkeit zum Menschen – nur dass der Daumen deutlich kleiner ist.
Bei den Affen sind die Hände und Füße zu perfekten Greiforganen ausgebildet. Die Ähnlichkeit zur Hand des Menschen ist beeindruckend (jeweils oben die Hand, unten der Fuß: 1 = Schimpanse, 2 = Gorilla, 3 = Orang-Utan, 4 = Pavian, 5 = Makake)
Das Foto zeigt einen Nasenaffen mit seinem seltsamen, riesigen Riechorgan, der auf einem Ast im Regenwald Borneos sitzt und sein mächtiges Bein angewinkelt hat, den Fuß auf dem Holz abstützt. Die meisten Affen haben längere Beine als Arme, und können daher kraftvoll von Ast zu Ast springen. Im Sitzen haben sie die Hände frei, die sie dann häufig nutzen, um mit ihnen Dinge zu ergreifen, etwa Blätter oder Früchte.
Die meisten Affen, wie dieser Nasenaffe auf Borneo, haben lange Beine, mit denen sie kraftvoll von Ast zu Ast springen können. Sie sitzen gerne auf ihrem Hinterteil und das macht die Hände frei, um damit Objekte – etwa Früchte oder Blätter – zu ergreifen
Abgebildet ist ein Schimpanse, der in einer Dattelpalme im Senegal nach Futter sucht. Der Schimpanse blickt in die Kamera, vor ihm sind Zweige der Palme mit leuchtend orange-roten Datteln zu sehen. Ein Affe kann reife Früchte besser von unreifen, wenn er Farbtöne gut unterscheiden kann. Forschende der Universität Leipzig hatten kürzlich das Farbensehen von 400 Affenarten und das Vorkommen von auffällig gefärbten Früchten analysiert – und einen Zusammenhang nachgewiesen.
Dieser Schimpanse sucht Futter auf einer senegalesischen Dattelpalme. Das Farbensehen hilft den Affen, reife Früchte von unreifen zu unterscheiden – konnten Forschende der Universität Leipzig kürzlich nachweisen. Dazu hatten sie das Farbensehen von 400 Primatenarten und das Vorkommen von auffällig gefärbten Früchten analysiert
Das Bild zeigt den weiblichen Gorilla Fatou, der im Zoologischen Garten Berlin lebt und bereits über 60 Jahre alt ist. Die schon etwas ergraute Affendame gilt als ältester im Zoo lebender Gorilla. Ihr Blick wirkt sehr menschlich, etwas in sich gekehrt und nachdenklich.
Gorillas blicken nicht nur menschlich, sie werden auch ähnlich alt – wie die Gorilladame Fatou im Zoologischen Garten Berlin, die bereits über 60 ist
Zu sehen ist ein Kapuzineraffe im Geäst eines Regenwaldbaumes in Costa Rica. Er schaut aufmerksam nach links vorne, als habe er dort etwas entdeckt. Der Affe ist am Kopf und den Oberarmen hell, in einem gelblichen Ton gefärbt, am restlichen Körper dunkelbraun. Er steht auf allen Vieren zwischen grünen Blättern auf dünnen Ästchen. Das Leben im dreidimensionalen Raum des Dschungels und auf den schwankenden Ästen hat vermutlich die Gehirnentwicklung der Affen gefördert.
Das Leben im schwankenden Geäst des Regenwaldes – hier ein Kapuzineraffe im Dschungel Costa Ricas – erfordert ein exzellentes räumliches Vorstellungsvermögen und ein perfektes Gleichgewichtsgefühl. Das dürfte die Gehirnevolution von Affen gefördert haben
Auf dem Bild ist rechts der Oberkörper eines großen männlichen Pavians zu erkennen, der einem kleineren Weibchen auf der linken Seite auf die Brust tippt und sie dabei intensiv anblickt, während sie an ihm vorbeischaut. Was die beiden in diesem Moment empfinden mögen, lässt sich nur erahnen. Jedoch scheint die Szene eine innige Beziehung und eine gewisse Zuneigung anzudeuten.
Paviane – hier ein Männchen und Weibchen – kennen einander individuell und haben, wie die meisten Affenarten und auch der Mensch, komplexe soziale Beziehungen
Auf dem mächtigen waagerechten Ast, der vom Stamm eines Baumes abzweigt, hocken vier ausgewachsene Mantelaffen mit zwei Baby-Affen. Die Grundfarbe des Fells der in Afrika heimischen Tiere ist schwarz, doch hebt sich ihr Gesicht dank einer Umrandung in einem weißen Farbton auffällig ab. Auch seitlich den Rücken entlang finden sich auffällige, lange und wie ein Mantel wirkende helle Haare, ebenso wie an der Spitze des langen, buschigen Schwanzes. Wie die meisten Affen, leben sie in Gruppen und kümmern sich lange um ihre Kinder. Das komplexe Sozialleben dürfte die geistigen Fähigkeiten der Affen und ihre Hirnentwicklung gefördert haben. Und dank der langen Kinderbetreuung geben Primaten häufig erlerntes Wissen an die nächste Generation weiter.
Die meisten Affen – hier eine Gruppe von Mantelaffen – leben in Horden und kümmern sich lange um ihren Nachwuchs. Das hat im Lauf der Evolution ihre sozialen Fähigkeiten und die Weitergabe erlernter Verhaltensweisen an die nächste Generation gefördert

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Ein Blick in den Urwald im Schutzgebiet Wonga Wongue in Gabun. Auf dem von abgefallenen Blättern bedeckten Boden liegt ein großes Schimpansen-Weibchen auf der Seite und fischt nach Termiten. Überwiegend dünne Baumstämmchen und grünes Blattwerk ragen dazwischen in die Höhe. Mehrere weitere Schimpansen sind am Rand und im Hintergrund zu sehen. Ein junger Schimpanse schaut aufmerksam auf das Weibchen, als wolle er sich die Art und Weise des Termiten-Angelns abschauen und einprägen. So werden Traditionen bei den Affen wahrscheinlich weitergegeben.
Diese Schimpansen im Schutzgebiet Wonga Wongue in Gabun haben eine eigene Art erfunden, um Termiten zu angeln: Sie legen sich dazu auf die Seite. Jungtiere schauen aufmerksam zu – und dürften die Tradition übernehmen

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Die weiteren Texte dieser achtteiligen Serie folgen im Abstand von je einigen Monaten: Zuerst „Die Erfindung des aufrechten Gangs“, danach „Das Zeitalter der Affenmenschen“, „Der erste Mensch und seine Welt“, „Die Eroberung des Planeten“, „Die Neandertaler und ihre Zeitgenossen“, „Der Siegeszug des Homo sapiens“ und „Was den Menschen so erfolgreich machte“

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Dr. Henning Engeln

Dr. Henning Engeln

Henning Engeln ist Journalist und Buchautor, unter anderem arbeitet er für GEO.


Der lange Weg zum Menschen

Wir Menschen wollen wissen, wer wir sind und woher wir kommen. Wer waren unsere Ahnen? Wie wurden wir zum Beherrscher der Erde? Weshalb können wir zugleich egoistisch und hilfsbereit sein? Das und mehr erfahren Sie bei "Der lange Weg zum Menschen" (mehr Details zum Projekt und seinen Macher gibt es hier).

Mein Name ist Henning Engeln, ich bin promovierter Biologe, freiberuflicher Wissenschaftsjournalist und Buchautor aus Hamburg. Ich war viele Jahre Redakteur bei GEO und GEOkompakt. Meine Themenschwerpunkte sind Evolution und Hirnforschung, der Mensch und das Universum.

Ihr Henning Engeln

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