„Schlechte Information kann den Heilungsprozess behindern“

Wie gute Gesundheitsinformationen in die Hausarztpraxis kommen: Ein Interview mit der Leiterin des EVI-Projekts Andrea Siebenhofer-Kroitzsch

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Bild mit vielen Beinen von Menschen, die in einem Wartezimmer sitzen.

Wenn Patient:innen gemeinsam mit Arzt oder Ärztin informierte Entscheidungen treffen sollen, brauchen sie gute Informationen über ihre Krankheit sowie den Nutzen und die Risiken der unterschiedlichen Behandlungen – im Idealfall auch schriftlich.

Doch solche verlässlichen Gesundheitsinformationen sind sogar in Hausarztpraxen rar. Darüber haben wir mit Andrea Siebenhofer-Kroitzsch gesprochen. Sie ist Professorin für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung an den Universitäten Frankfurt und Graz. Zusammen mit anderen Mediziner:innen und Gesundheitswissenschaftler:innen hat sie ein Projekt ins Leben gerufen, das Hausarztpraxen dabei unterstützt, ihre Patient:innen mit guten Gesundheitsinformationen zu versorgen: die EVI-Box.

Die EVI-Box wird zurzeit vor allem in der Steiermark in Österreich in Arztpraxen eingesetzt. Das Konzept ist aber für alle Praxen und ihre Patient:innen im deutschsprachigen Raum interessant.

Portraitfoto und Darstellung der Infobox, einer Art Fächersystem, in dem Infoblätter stecken.
Die Leiterin des EVI-Projekts, Andrea Siebenhofer-Kroitzsch, und die vom Team entwickelte Box.