Warum sich Klimaschutz trotz fossiler Lobby und Verzögerungspolitik durchsetzt

Deutschland muss Klima-Sofortprogramme vorlegen, die Erneuerbaren sind weltweit auf dem Vormarsch und eine neue Studie zeigt: Klimaschutz spart erheblich an Kosten. Warum es Grund zum Optimismus gibt. Eine Klima-Kolumne.

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Man sieht eine grüne Wiese, links und rechts reihen sich Solaranlagen, im Hintergrund sieht man Windräder stehen.

Was würden Sie sagen, wenn eine Konferenz zum Thema Nichtrauchen von dem bekannten Tabakkonzern Philip Morris International geleitet wird und als Merch gibt es eine Marlboro-Packung? Ja, die Vorstellung ist absurd. Doch so in etwa kann man sich die aktuelle Situation auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai vorstellen.

Seit Jahren mischt die fossile Industrie auf den Weltklimakonferenzen mit. Vergangenes Jahr waren mehr als 600 Lobbyisten für Öl, Gas und Kohle auf der COP27 in Ägypten dabei. Und auch die seit vergangenem Donnerstag stattfindende UN-Klimakonferenz in Dubai hatte von Anfang an einen fossilen Beigeschmack. Denn dieses Mal wird die Konferenz von Sultan Ahmed al-Dschaber geleitet, dem Chef des Ölkonzerns Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc).

Profite sichern auf Kosten des Klimaschutzes

Das Ziel der Lobbyisten aus der fossilen Industrie: Sie wollen die Geschäfte am Laufen halten, Profite sichern und das auf Kosten des Klimas. Bedeutet das jetzt: Bye-bye, Klimaschutz? Nein. Denn eines wird immer deutlicher: Klimaschutzmaßnahmen zu blockieren, ist keine Option mehr – und viele Länder haben das eingesehen.

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Redaktion: Marianne Falck