Der VW ID.3 leistet nicht, was ein „Volksstromer“ können sollte – woran liegt das?

Schwarze Bildschirme, defekte Beleuchtung: Beim Test des VW-Elektroautos „ID.3“ offenbaren sich massive Probleme. Am Ende muss das Auto sogar ausgetauscht werden.

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Ein junger Mann steht vor einem E-Auto und hält ein Ladekabel in der Hand.

Eines vorweg: Ich habe nichts gegen Elektroautos. Als Journalist durfte ich schon verschiedene Modelle testen, bin mit einem Tesla durch die USA und mit einem Opel Corsa-E nach Frankreich gefahren. Es war nicht immer einfach, aber es klappte. Die jüngste Tour im VW ID.3 entpuppte sich hingegen als nervtötend und am Ende sogar als gefährlich.

An einem kalten Januarnachmittag liefert VW den ID.3 per Transporter an. „Trauen Sie Ihrem eigenen Auto nicht?“, frage ich den Mitarbeiter – zu diesem Zeitpunkt ist es ein Scherz, denn der ID.3 ist der ganze Stolz des Wolfsburger Autokonzerns.

Schick sieht er aus, futuristisch geschwungene Felgen, ein bisschen wie ein Golf. Nur innen wirkt das Fahrzeug überraschend einfach: glänzendes Plastik, klobiger Bildschirm, Touch-Felder, die manchmal erst nach mehrmaligem Drücken reagieren.

Doch es wäre unfair, nur auf die Optik zu schauen. Viel interessanter ist die Frage, wie sich VWs Vorzeige-Stromer im Alltag schlägt. 426 Kilometer weit soll der ID.3 mit einer Akkuladung kommen. Doch kalte Temperaturen, Eis und Schnee verlangen auch den besten Batterien einiges ab. Wie viel genau, soll dieser Test zeigen: ein Roadtrip quer durch NRW und schließlich bis in den Schwarzwald.

Ein schwarzes Auto parkt inmitten einer Schnee-Landschaft.
Nach einer zweistündigen Pause auf dem Schauinsland funktioniert der Bordcomputer des ID.3 wieder – zumindest vorerst.
Ein Display zeigt allerlei Piktogramme an, die Fehlermeldungen symbolisieren.
Nichts geht mehr: Der Bordcomputer des ID.3 versagt seinen Dienst.
Ein schneebedecktes Auto parkt am Straßenrand. Die Scheinwerfer sind an.
Verkehrte Welt: Beim Parken geht das Licht nicht mehr aus. Will man im Dunkeln losfahren, geht es nicht an.

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Steve Przybilla


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