Amazonien: Warum Geister im Fluss Marañón der Natur zu ihrem Recht verhelfen

Das Volk der Kukama im peruanischen Regenwald belebt seine Sprache und seine Mythen wieder. Das stärkt nicht nur die eigene Kultur, sondern auch die Sorge um den Fluss. Eine Reportage zum Lesen und zum Hören.

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Buntes Wandgemälde, zeigt zwei Männer, einer mit Pfeil und Bogen, und eine Sirene, die ihren kopf über Wasser streckt.  Unter dem Wasser ein rosa Delphin, eine Boa und der Fischkörper der Sirene.

Brustbild von Frau mit runzligem Gesicht, schwarzen zurückgekämmten Haaren, lacht  in die Kamera, im Hintergurnd ein altes PC_Modell
Die über 70-jährige Maria Nieves hat als Kind noch die Kukama-Sprache gelernt und gibt sie heute an Kinder und Erwachsene in Nauta weiter.
Ein altes indigenes Ehepaar, er in weissem Hemd und hager, sie kleiner und in blau gemusterter Bluse, stehen vor einem Whiteboard und einer Klasse von Kindern und sprechen und gestikulieren.
Das Lehrerehepaar Jose Manuel Huaymacari und seine Frau Maria Nieves unterrichten Kinder aus Nauta in den Grundzügen des Kukama, der Sprache ihrer Vorfahren.
Holzwand mit schwarzem Papier, darauf in weissen Lettern: Ser kukama, chevere! Kukama sein ist cool. Daneben zwei Jugendliche.
Kukama zu sein ist cool, steht an der Wand des Zimmers, in dem diese Kinder Kukama-Unterricht erhalten.
Brustbild eines Mannes von ca. 45 Jahren, braunes rundliches Gesicht, schulterlange schwarze Locken, helles T-Shirt.
Leonardo Tello ist Kukama und Leiter von Radio Ucamara. Radio Ucamara engagiert sich seit Jahren für die Wiederinwertsetzung der Kultur und Sprache der Kukama.
Ruhiger kleiner Fluss mit braunem, durch Erdöl verdrecktem, Wasser, darin watet ein junger indigener Mann in Jeans und T-Shirt
Immer wieder kommt es zu Lecks in einer 50 Jahre alten Pipeline, die Erdöl aus dem Amazonasgebiet an die peruanische Pazifikküste führt.
Brustbild einer braunhäutigen Frau mit schulterlangen schwarzen Haaren, ca. 50 Jahre alt, im Hintergrund grüne Büsche.
Mariluz Canaquiry kämpft mit ihrer Organisation der Kukama-Frauen für den Schutz „ihres“ Flusses Marañón. Sie wartet gespannt auf den Richterspruch, ob der Fluss eine eigenes Rechtssubjekt wird.
Abenddämmerung über einem Fluss. Ein Holzkanu, man sieht den Rücken eines Jungen, der im Kanu sitzt und paddelt.
Im Amazonasgebiet lernen bereits Kinder zu fischen, mit dem Kanu zu fahren und zu schwimmen.
Frau mit brauner Haut, mittelalt, schwarze Haare bis auf die Schultern, ärmelloses blaues T-Shirt, blickt von einem Baum herunter in die Kamera.
Mit bloßen Füssen steigt Mariluz Canaquiry behände auf einen Baum, um Guaven zu ernten. Sie engagiert sich seit Jahren für den Erhalt des Flusses Marañón und hat darauf geklagt, dass er ein eigenes Rechtssubjekt wird.
Ein Haus aus Pfählen und Palmdach, daraus schauen ein ca. 12-jähriges Mädchen und ein ca. 6-jähriger Junge, beide mit indigenen Gesichtszügen.
Indigene Kinder und Jugendliche im peruanischen Amazonasgebiet haben wenig Möglichkeit, eine gute Ausbildung und Arbeit zu bekommen.
Ein buntes Wandgemälde zeigt eine halb im Wasser liegende Frau, auf deren Kopf sich eine Boa ringelt. Links am Bildrand betrachtet eine alte Frau das Bild.
Maria Nieves vor dem Wandgemälde in der Radiostation Ucamara in Nauta. Das Bild zeigt einen Mythos der Kukama, die Anaconda, die Boa, die als Mutter allen Lebens im Fluss wohnt.

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