Invasive Art: Kolumbien will Narco-Nilpferde mit dem Skalpell loswerden

Flusspferde wiegen bis zu drei Tonnen und machen alles platt, was ihnen unter die Hufe kommt. Nun startet das Umweltministerium mit der bisher größten Sterilisierungsaktion der Hippos, die einst von Drogenboss Pablo Escobar ins Land geschmuggelt wurden. Doch ob das reicht?

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Ein riesiger Flusspferd-Kopf schaut inmitten von seiner eigene Schwimm-Welle aus dem Wasser. Im Hintergrund ist ein grünes Ufer unscharf zu sehen.

Kolumbiens berühmtester Drogenboss Pablo Escobar wurde vor 30 Jahren bei einer Verfolgungsjagd erschossen. Doch er hat ein Erbe hinterlassen, mit dem Kolumbien noch heute kämpft: Flusspferde. Escobar schmuggelte in den 80ern vier Exemplare – drei Weibchen und ein Männchen – für seinen Privatzoo auf der Hacienda Nápoles ein.

Die Hippos vermehrten sich prächtig

Als der Staat nach dem Tod von Escobar die Hacienda übernahm und die anderen Tiere auf Zoos in Kolumbien verteilte, kümmerte er sich nicht um die Hippos. Sie waren zu schwer, um sie zu transportieren. Man hoffte wohl, dass sie sterben würden. Ein Fehler.

Ein riesiges rosa Beton-Nilpferd mit buntem Röckchen und Armbändern in afrikanischem Stil hebt die rechte Hand zum Gruß und lacht. Es steht auf einem trommelähnlichen, türkisen Podest. Hinter dem Hippo ist wie ein Zaun ein Halbrund, das aus künstlichen Elefanten-Stoßzähnen besteht. Im Hintergrund ist ein Tor zu sehen, das an einen Safari-Park erinnert. Ein Jeep und ein Auto nähern sich dem Tor. Überm Tor und daneben auf der Wiese stehen Schilder mit der Aufschrift „Hacienda Nápoles“.
Und ewig grüßt das Hippo: Die pinke Statue steht am Eingang der Hacienda Nápoles. Das riesige Anwesen des Drogenbosses Pablo Escobar samt seinem Privatzoo wurde nach seinem Tod zu einem Themenpark. Dort könne Touristïnnen auch noch einige Flusspferde sehen.