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Das Merkel-Lexikon: Von Ehe über Einsam und Essen bis EZB

28.04.2019
etwa 1 Stunde
Die Hände von Kanzlerin Merkel, zur Raute geformt.

Ehe (siehe auch Sauer, Affären)

Bereits zu Studienzeiten heiratete Angela Merkel das erste Mal, ließ sich einige Jahre später von ihrem Mann Ulrich Merkel aber wieder scheiden. Als ein Motiv für die Hochzeit nannte sie 2005 neben der Verliebtheit, dass man in der DDR oft nur als verheiratetes Paar eine gemeinsame Wohnung bekam.

Ihren heutigen Ehemann Joachim Sauer (s. Sauer) ehelichte sie am 30. Dezember 1998. Kurz zuvor war die CDU gerade aus der Regierungsverantwortung und sie aus ihrem Amt als Ministerin entlassen worden. Ihre Rolle in der Partei rückte als CDU-Generalsekretärin in den Vordergrund – weshalb ihr damals auch taktische Gründe unterstellt wurden: Eine Hochzeit diene auch dazu, den konservativen Flügel in der Union zu besänftigen, hieß es. Merkel begründete dies anders: Sie habe sich nach der gescheiterten ersten Ehe ausreichend Zeit für eine Entscheidung lassen und ohnehin nicht als Frauenministerin heiraten wollen.[1]

Anders als beim ersten Mal ließ sich Merkel diesmal aber nur standesamtlich, nicht kirchlich trauen. Auf die Frage, warum sie als Protestantin nicht die mögliche zweite kirchliche Trauung wählte, sagte sie 2005: „Wenn man schon einmal gescheitert ist, dann ist es mir so lieber. Ich bin auch so gut verheiratet.“ Immer wieder musste sie Fragen beantworten, wie denn eine Ehe möglich sei zwischen zwei Personen, die beide so viel arbeiteten wie sie und ihr Mann. Deshalb spekuliert die Yellow-Press gerne mal über angebliche Affären oder Eheprobleme (s. Affären).

[1] Merkel-Interview, Brigitte, Heft 18/2005.

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Andreas Rinke

Andreas Rinke

Andreas Rinke ist seit 2011 Chefkorrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Der promovierte Historiker hat zuvor als Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und als Politikkorrespondent in Berlin beim Handelsblatt gearbeitet. Mit Christian Schwägerl hat er das Buch „11 drohende Kriege“ (2012, aktualisiert 2015) verfasst. Sein Buch „Das Merkel-Lexikon“ ist im Herbst 2016 beim Verlag zu Klampen erschienen. Bei RiffReporter entwickelt er das „Merkel-Lexikon“ zu einem ständig aktualisierten und erweiterten Projekt fort.


Merkel als Lexikon

Mein Name ist Andreas Rinke, ich bin Berliner Chefkorrespondent einer großen Nachrichtenagentur und berichte seit vielen Jahren über Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Union.

Mein RiffReporter-Projekt „Das Merkel-Lexikon" bietet Ihnen eine einmalige, stets aktuelle Sammlung von Fakten, Wissen und Hintergründen über Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Lexikon ist aus „Süddeutscher Zeitung" und „Tagesthemen" bekannt.

Bereits seit 2005 regiert Merkel Deutschland. Die mächtigste Frau Europas hat dabei auch die EU maßgeblich geprägt. Doch nicht immer ist es einfach, die Kanzlerin zu verstehen. Als Journalist beobachte ich Angela Merkel seit ihrem Amtsantritt. Mein Beruf als „Kanzler-Korrespondent“ bringt es mit sich, dass ich Merkel in manchen Wochen täglich erlebe, bei Presseterminen, Reisen und Gesprächen. Ich berichte aus der Nähe, aber mit kritischer Distanz und ohne eigene „Agenda". Dabei versuche ich, die langen Linien in Merkels Politik ebenso herauszuarbeiten wie kurzfristige Neuigkeiten. Meine Arbeit eröffnet mir eine Vielzahl von Eindrücken – und den Blick auf das große Ganze.

Das „Merkel-Lexikon“ ist zuerst 2016 im Verlag zu Klampen als Buch erschienen. Bei RiffReporter steht Ihnen exklusiv ein aktuelles Online-Lexikon zur Verfügung. Meine „Merkelpedia" hat mehr als 350 Stichworten – und ständig kommen neue hinzu. Meine laufenden Recherchen und aktuelle Ereignisse arbeite ich fortlaufend ein. Mit einer Einmalzahlung von 12 Euro oder einem RiffReporter-Abo bekommen Sie dauerhaften Zugang zum gesamten Lexikon.

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Andreas Rinke

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