Warum Gesundheit nicht das Gegenteil von Krankheit ist

Natalie Grams und Peter Spork sprechen im Podcast über Epigenetik, eine neue Definition von Gesundheit als Prozess der Anpassung und warum all das nichts mit Esoterik zu tun hat.

von Natalie Grams
1 Minute
Zeichnung einer laufenden Frau von hinten

Was ist Epigenetik? Wie schaffen es Umwelteinflüsse und der Lebensstil, die Regulation der Gene in unseren Zellen nachhaltig zu verändern? Wie gelingt es der Wissenschaft, das Leben ganzheitlich zu beschreiben, ohne deshalb von der Esoterik-Szene vereinnahmt zu werden? So lauten einige der Fragen, denen die Ärztin und Autorin Natalie Grams im Podcast Grams` Sprechstunde mit ihrem Gast Peter Spork auf den Grund zu gehen versucht.

Stress, Entspannung, Ernährung, Klima, Schlaf, Sport: Fast alles, was wir im Leben machen und was das Leben mit uns macht, verändert epigenetische Strukturen in unseren Zellen. Die Umgebung unserer Gene befindet sich im permanenten Gespräch mit der Umwelt. Dank dieser Mechanismen passen wir uns, unseren Stoffwechsel, letztlich die gesamte Biologie an besondere und alltägliche Herausforderungen an.

Das klingt nach Esoterik, ist aber komplizierte Molekularbiologie. Anders als die meist opportunistischen Botschaften von Scharlatanen, die ohne Evidenz fragwürdige Heilsmethoden verkaufen möchten, lehrt uns die Epigenetik, dass Gesundheit anstrengend sein kann – es manchmal sogar sein muss. Sie ist ein Prozess, mit dem es den Organen und den Zellen gelingt, sich so zu verändern, dass sie widerstandsfähig bleiben.

Nach diesem Verständnis ist Gesundheit – anders als das Auftreten mancher Krankheit – kein Zufall. Und vor allem sind beide nicht das Gegenteil voneinander. Menschen mit chronischen Leiden, einem fortgeschrittenen Alter oder Erbkrankheiten können auch gesund sein. Sie besitzen oft sogar noch mehr Gesundheit als andere Menschen, weil es ihnen auf diesem Weg gelingt, positiv mit ihrem Leiden zu leben und sich daran anzupassen.

Im Podcast spricht Natalie Grams mit dem Erbe&Umwelt-Autor Peter Spork über Systembiologie und Epigenetik, das sich wandelnde Verständnis von Gesundheit und Krankheit sowie die möglichen Konsequenzen für die Medizin der Zukunft.

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