Covid-19: Fehlgeleitete Immunantwort auf das Coronavirus kann das Gehirn schädigen

US-ForscherInnen sehen Ursache für akute neurologische Komplikationen und möglicherweise auch Long Covid in Störung der Blut-Hirn-Schranke und Absterben von Nervenzellen

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Ein junger Mann mit einem hellblauen T-Shirt und einer Baseball-Cap hält sich die linke Hand an die Stirn und schaut müde in die Kamera.

US-amerikanische Forschende vom National Institute of Neurological Disorders and Stroke zeigen an Autopsie-Material von Corona-Toten, welche Folgen eine Infektion mit Sars-CoV-2 auf das Nervengewebe haben kann. Danach scheint weniger das Virus selbst, sondern eine fehlgeleitete Immunreaktion für das Absterben von Nervenzellen und die Bildung winziger Blutgerinnsel in den Mikrogefäßen des Gehirns verantwortlich zu sein. Warum die Studie wichtig ist und was das Ergebnis auch für die Behandlung und Prävention von Long Covid bedeuten könnte.

Das Bild zeigt eine grafische Darstellung der Prozesse, die im Gehirn während einer Corona-Infektion ablaufen können.
Eine Infektion mit dem Coronavirus kann die Produktion von Immun-Molekülen auslösen, die die Blutgefäße im Gehirn schädigen: Blutplättchen verkleben, Blutgerinnsel entstehen, die Blut-Hirn-Schranke wird undicht, Entzündungsherde bilden sich, Nervenzellen sterben ab. (Grafik: NIH)

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