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RiffRecherche: Wo sauberes Trinkwasser wirklich herkommt

Mit Förderung des European Journalism Centre erkunden wir, wie acht Milliarden Menschen sauberes Wasser erhalten können – und welche Rolle die Natur dabei spielt.

von
23.09.2020
3 Minuten
Das Bild zeigt die Füße eines Mädchens auf aufgerissenem, ausgetrockneten Boden. Das Bild stammt aus Argentinien.

Mit Förderung des European Journalism Centre (EJC) recherchieren Journalistïnnen von RiffReporter bis Ende 2021 zu einer Überlebensfrage: der Zukunft sauberen Trinkwassers.

Wir werden die natürlichen Quellen sauberen Wassers, ihre Rolle für eine nachhaltige Entwicklung sowie die Bedeutung intakter Natur für die Trinkwasserversorgung erkunden und über sie berichten. Denn wir sind überzeugt, dass die enge Verbindung von Natur und Trinkwasser zu wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit ist und mehr Aufmerksamkeit verdient.

Das betrifft stark auch den mangelnden Zugang von Hunderten Millionen Menschen zu sauberem Wasser. Bis 2030 wollen die Vereinten Nationen als Teil ihrer Sustainable Development Goals diesen Zugang jedem Menschen garantieren – aber wird das gelignen, gerade für die Menschen, die in den ärmsten Ländern – den sogenannten least developed countries – leben?

Eine Sammlung unserer Beiträge finden Sie auf unserer Themenseite,

Naturschutz wird oft als Luxus angesehen, den man sich leisten können muss. Das könnte falscher nicht sein. Das vielleicht wichtigste Beispiel ist Wasser, das Lebenselixier für jeden Organismus auf der Erde. Menschen können gut dauerhaft ohne ihre Autos oder Smartphones überleben, drei Wochen ohne Essen – aber nur wenige Tage, ohne Wasser zu trinken.

Ein junger Mann in einem mexikanischen Armenviertel zieht einen großen Wasserschlauch, um einen Behälter zu befüllen.
Weltweit leiden Hunderte Millionen Menschen an Wassermangel – wie im Juli 2020 dieser junge Mann in Mexiko, wo die Bevölkerung seit Jahren an Versorgungsproblemen leidet und Wasser zu manchen Zeiten nur sporadisch mit Tanklastern angeliefert wird.

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Für die meisten BewohnerInnen der Industriestaaten ist es selbstverständlich, immer Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Aber Millionen von Menschen auf der ganzen Welt leiden darunter, dass sie schmutziges Wasser trinken müssen oder ihnen zu wenig sauberes Wasser zur Verfügung steht.

Naturschutz wäre Luxus, wenn Trinkwasser Luxus wäre

Selbst in den reichen Ländern bestehen erhebliche Probleme und Risiken: In Deutschland, einem Land, das historisch gesehen reich an Ressourcen und Wasser ist, wird befürchtet, dass die Klimakrise und die Grundwasserverschmutzung die zukünftige Wasserversorgung gefährden werden.

Die Quellen des Mekong im kargen Hochgebirge
Aus diesem Rinnsal im Hochland von Tibet wird später der mächtige Mekong, der viele Millionen Menschen mit Wasser versorgt. Ökosysteme im Gebirge und entlang des Flusses spielen eine zentrale Rolle dabei, dass ausreichend sauberes Wasser in die Dörfer, Städte und Metropolen gelangt.

Sauberes Trinkwasser – das lässt uns an Brunnen und Wasserhähne denken. Aber wir RiffReporter bohren tiefer. Denn der wahre Ursprung des Wassers für Milliarden von Menschen ist die Natur – Flüsse, Berge, Feuchtgebiete und Grundwasserreservoirs, oft weit entfernt von den Wohnorten der Menschen. Diese „verborgenen Wasserquellen“ haben alle ein gemeinsames Merkmal: Sie sind von Umweltzerstörung bedroht, von der Abholzung der Wälder über chemische Verschmutzung bis hin zum Bau von Staudämmen und der Erderhitzung.

Sie können alle Artikel aus dem Rechercheprojekt kostenfrei lesen, da sie vom Europäischen Journalistenzentrum im Rahmen des Programms „European Development Journalism Grants“ finanziert werden, einem Fonds, der von der Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt wird. RiffReporter hat dabei volle journalistische Unabhängigkeit und redaktionell-inhaltliche Kontrolle über das Projekt. Wenn Sie unser Projekt wichtig finden, können Sie uns mit einem RiffReporter-Abonnement zusätzliche Recherchen ermöglichen.

Recherchen am Mekong, am Mara-Fluss, in Lesotho, in Österreich und Deutschland

Ein Team von Journalistïnnen aus unseren Projekten Afrika-Reporter, Flussreporter, Plastisphere und AnthropoScene wird als Teil des Großprojekts „Countdown Natur“ in den kommenden Monaten Probleme und Lösungen in Afrika, Asien und Europa untersuchen. Teammitglieder: Bettina Rühl, Leonie March, Sarah Mersch, Sonja Bettel, Ilse Huber, Rainer B. Langen, Anja Krieger, Andreas von Bubnoff, Andreas Rinke und Rainer Kurlemann. Projektleiterïnnen und Koordinatorïnnen sind Christian Schwägerl, Tanja Krämer und Louise Hansel.

Natürlich wollen wir wissen, was Sie zur Zukunft des Trinkwassers interessiert. Schicken Sie uns gerne Ihre Fragen und Anregungen für unsere Recherchen. Wenn Sie Ihr Wasser-Wissen testen wollen, machen Sie bei unserem Quiz mit!

Als Teil des Projekts finden nach Maßgabe der Corona-Regeln auch Veranstaltungen statt, digital und zum Beispiel in Kooperation mit der Urania in Berlin und mit Bibliotheken. Sie sind herzlich eingeladen!

Gefördert durch:

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RiffReporter eG

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Die RiffReporter vereint mehr als hundert Journalistinnen und Journalisten mit der Mission, unabhängigen Journalismus zu Umwelt, Gesellschaft, Weltgeschehen, Wissenschaft und Tech zu bieten. Für unser innovatives Journalismusmodell haben wir den Grimme Online Award und den Netzwende-Award erhalten. Den Vorstand bilden Tanja Krämer und Christian Schwägerl, Aufsichtsratsvorsitzende ist Eva Wolfangel.


Countdown Natur

Die Reichtum des Lebens auf der Erde ist in Gefahr. Es geht um die Zukunft unzähliger Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume. Das betrifft uns Menschen existenziell. Es geht auch um sauberes Trinkwasser, unsere Nahrung und ein lebensfreundliches Klima. Ein Team von 25 Journalistïnnen von RiffReporter berichtet bei "Countdown Natur" über den Wettlauf gegen die Zeit und über Lösungsansätze. Wissenschaftlerïnnen sagen: Bisher hat der globale Naturschutz fast alle Ziele verfehlt. Kommt nun die Wende zum Besseren?

2021 entscheiden die Staaten der Erde bei zwei UN-Umweltgipfeln darüber, ob und wie sie gemeinsam die weitere Zerstörung der Lebensvielfalt aufhalten wollen. Dazu braucht es vertiefte Recherchen, ausführliche Berichterstattung und eine große Öffentlichkeit. Die Recherchen werden von der Hering-Stiftung Natur und Mensch, dem European Journalism Centre, der Andrea von Braun Stiftung und dem Hofschneider-Preis gefördert. Auch Sie können uns unterstützen!

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