Phosphor in Zahlen: Ohne Phosphor keine Landwirtschaft

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Zahlen und Daten sind eine unverzichtbare Grundlage für unsere Berichterstattung im Phosphorama. Darum tragen wir in unserer Reihe „Phosphor in Zahlen“ die wichtigsten Statistiken zusammen und bereiten sie grafisch auf, so dass sie für unsere Leserïnnen schnell greifbar und nachvollziehbar sind.

Phosphor ist ein lebenswichtiges Element. Doch wie sehr unsere Nahrungsmittelproduktion und damit unser Überleben von dieser Ressource abhängt, machen wir uns nur selten klar. Ein Blick auf die Zahlen für Deutschland und Europa macht die Dimensionen deutlich.

Tortendiagramm: 83% Landwirtschaft, 11% Industrielle Anwendungen, 6% Nahrungs- und Futtermittelproduktion
Phosphor-Verwendung in Deutschland

Abb. 1: Der größte Verbraucher von Phosphor in Deutschland ist die Landwirtschaft. 83% des Phosphors in Deutschland werden zur Herstellung von Düngemitteln verwendet, ein kleinerer Teil auch in der Futtermittelindustrie.

Daten: BGR Rohstoffsteckbrief 2014

Die Phosphat-Reserven auf der Erde sind begrenzt und geografisch sehr ungleich verteilt. Bisher sind Deutschland und auch die meisten Länder in der EU zu 100 Prozent abhängig von Importen. Nach der Novellierung der Klärschlammverordnung muss Phosphor in Deutschland künftig zurückgewonnen und recycelt werden. Damit lässt sich die Menge an Phosphat-Importen reduzieren.

Der Phosphor-Verbrauch in der Landwirtschaft ist zwischen 1993 und 2019 um etwa die Hälfte gesunken.
Phosphor-Verbrauch in der Landwirtschaft in Deutschland

Abb. 2: Der Phosphorverbrauch in der Landwirtschaft in Deutschland ist seit den neunziger Jahren gesunken. Deutlich zu sehen ist der plötzliche Rückgang in der Phosphornutzung in den Jahren nach 2008, als der Weltmarktpreis aufgrund der globalen Wirtschaftslage kurzfristig auf das etwa Achtfache des bis dahin üblichen Preises anstieg.

Die Jahre beziehen sich auf das Wirtschaftsjahr, das am 1. Juli beginnt und am 30. Juni des Folgejahres endet. Phosphormengenangaben beziehen sich auf den P2O5-Gehalt. Daten: Destatis

Das Balkendiagramm zeigt den Phosphorverbrauch in Europa für die Jahre 2000 bis 2017. Er hat in diesem Zeitraum nur geringfügig abgenommen, von ca. 1,3 Mio t im Jahr 2000 auf ca. 1,2 Mio t in 2017. Im Jahr 2009 wurden infolge eines kurzzeitigen Preishochs nur ca. 850.000 t Phosphor in Europa verbraucht.
Phosphor-Verbrauch in der Landwirtschaft in Europa

Abb. 3: Der Phosphorverbrauch in der Landwirtschaft in der Europäischen Union ist gegenüber dem Jahr 2000 nur leicht gesunken und liegt weiter auf hohem Niveau.

Phosphormengenangaben beziehen sich auf elementaren Phosphor (P). Daten: Eurostat

Wer noch tiefer in die Hintergründe des europäischen Düngemittelverbrauchs eintauchen will, findet hier weitere nützliche Informationen:

Das Rechercheprojekt Phosphorama wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Die DBU nimmt keinerlei Einfluss auf die Inhalte unserer Berichterstattung. Nähere Informationen finden Sie hier.

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